Archiv für Juli 2009
Neues Review von mir auf badmovies.de: Zombies alias I Eat Your Skin
Veröffentlicht 30. Juli 2009 Filme , Reviews 2 KommentareTags:badmovies.de, I Eat Your Skin, Review, Zombies
Schumacher wieder in der Formel 1
Veröffentlicht 30. Juli 2009 Sport Hinterlasse einen KommentarTags:Autorennen, Comeback, Ferrari, Formel 1, Michael Schumacher, Sport
Irgendwie hab ich sowas ähnliches ja schon geahnt, nachdem die Gerüchte um den Ersatzfahrer für den verunglückten Felipe Massa immer wilder wurden. Naja, wenigstens ein interessantes Gesicht in diesem sonst so langweiligen Sport.
Martin Graf will Südtirol heim ins Reich holen!
Veröffentlicht 30. Juli 2009 Österreich , Politik 3 KommentareTags:Österreich, Dritter Nationalratspräsident, FPÖ, Martin Graf, Politik, Südtirol
Recht so! Und als nächstes sichern wir uns die sudetendeutschen Gebiete! Sieg heil!
(Insert Ironytags whereever you want them!)
Will i mohr?
Veröffentlicht 29. Juli 2009 Österreich , Gesellschaft , Politik 1 KommentarTags:Österreich, Gesellschaft, I will mohr, Politik
Nur mal kurz mein Senf zu der meiner Meinung nach überflüssigen Diskussion um die „I will Mohr“-Kampagne von Cremissimo. Ich frage mich echt, wieso den angeblich politisch Korrekten nicht auffällt, dass sie hier nicht die Krankheit (den Rassismus) sondern ein (noch dazu sehr unwichtiges) Symptom derselben in Form einer halblustigen Werbekampagne „bekämpfen“. Leute, nur weil jemand einen schon sehr lange gebräuchlichen Eigennamen für ein Dessert verwendet, ist er oder sie noch lange kein Rassist (oder würdet ihr auch jemanden, der sich einen Besoffenen Kapuziner bestellt, gleich als Feind der Kirche abstempeln? Eher nicht, oder?)
Deshalb mal eine Botschaft an die Vertreter der Political Correctness: Ihr habt euch jahrzehntelang nicht über die Bezeichnung „Mohr im Hemd“ aufgeregt, also braucht ihr jetzt auch keinen künstlichen Aufstand produzieren, nur weil euch ne Werbekampagne nicht zusagt (Apropos Rassismus in der Werbung: Wo bleibt denn eure Aufregung über das Meinl-Symbol?) Damals, als die Bezeichnung „Mohr im Hemd“ zum ersten Mal auf einer Speisekarte aufschien, hättet ihr von mir aus protestieren können, aber jetzt? Jetzt ist es dafür erstens schlicht und ergreifend zu spät und zweitens gibt es, was das Thema Rassismus angeht, weitaus wichtigere Schlachtfelder als diesen kindischen „Skandal“. So und jetzt dürft ihr mich politisch korrekt in der Luft zerreißen.
Auswertung der Blogparade „Bücher, die das Leben bereichern“
Veröffentlicht 26. Juli 2009 Blogparade Hinterlasse einen KommentarTags:Bücher die das Leben bereichern, Blogparade
Spät aber doch kommt hier die Auswertung meiner ersten Blogparade.
Der erste Beitrag zu dieser Parade über das Buch „Robin und das positive Fühlen“ kommt von Udo Michaelis. Obwohl ich mit meiner Blogparade eigentlich nur den Bereich der Literatur im Sinn hatte, finde ich es doch gut, dass jemand auch einen Beitrag zu einem Lebensratgeber geschrieben hat, den ich recht interessant zu lesen fand.
Beitrag Nummer zwei stammt von Tari. Das von ihm beschriebene Buch von Waris Dirie kenne ich leider nur vom Hörensagen. Es kommt wirklich sehr gut rüber, was er an diesem Buch so gut fand und warum es so empfehlenswert ist.
Daniel hat gleich zwei Beiträge geschrieben. Einen zu dem Buch „Denken sie selbst“ und einen weiteren über „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ Zumindest letzteres will ich durch den Artikel unbedingt einmal lesen…
Der Beitrag von Jens Schwartz dreht sich um das Buch „Fremder in einer fremden Welt“ von Robert A. Heinlein. Jens schreibt folgendes über das Buch: „Das Besondere an diesem Werk ist die klare Sicht auf die Besonderheiten und die Bedeutung der sozialen Entwicklung menschlicher Individuen gepaart mit der Kritik an fixen Strukturen, die allzu schnell als gegeben übernommen werden.
Gerade letzterer Punkt ist für mich als kritisch denkendes Wesen wichtig und auf diesem Gebiet hat mich das Buch voran gebracht. Es vermittelt die gewaltigen Einflüsse auf das eigene wie das gesellschaftliche Leben, die Erziehung und Umfeld sowie das Nicht/Akzeptieren von Dogmen haben.“
Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
Thomas stellt in seinem Beitrag gleich fünf Bücher vor: Wachtmeister Studer, Herz der Finsternis, Small Gods, Quicksilver & Die Brautprinzessin. Mit diesen fünf Werken wird schon ein ziemlich weites Gebiet abgesteckt, da sollte für jeden etwas dabei sein.
Hans Zwittel beschreibt in seinem Artikel das Buch „Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin“ Ich will ja nichts sagen, aber der Titel klingt in etwa so, als wäre es extra für mich geschrieben worden.
Bernis Beitrag hat mich besonders fasziniert und zwar nicht nur wegen der vorgestellten Bücher, sondern vor allem deshalb, weil man an ihm sehr schön nachvollziehen kann, wie sich das Leseverhalten eines Menschen im Laufe seines Lebens entwickelt.
Hendrik schickt uns gleich eine komplette Leseliste. Sein Beitrag hat mir von Zeile zu Zeile mehr und mehr gefallen. Ich muss ihm nur in einem Punkt heftigst widersprechen: Der Film zu „Watership Down“ ist nicht fürchterlich, der ist großartig!
Ute möchte uns in ihrem Beitrag die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson ans Herz legen. Auch wenn ich zuvor noch nie etwas von Stieg Larsson gehört hatte, bin ich durch diesen Artikel ziemlich neugierig geworden!
Ich bin beeindruckt. Wenn man mich jetzt fragen würde, welcher dieser Beiträge mir am besten gefällt, dann müsste ich ehrlicherweise sagen: Ich habe nicht die geringste Ahnung. Jeder einzelne der eingereichten Artikel ist auf seine Art und Weise faszinierend und ihr habt (hoffentlich nicht nur) mich auf gefühlte 50000 Bücher aufmerksam gemacht, die ich jetzt alle unbedingt lesen will. Jedenfalls freue ich mich darüber, dass diese Blogparade ein fulminanter Erfolg war, weil alle Artikel qualitativ absolut hochwertig und lesenswert sind!
VIELEN HERZLICHEN DANK VON MIR AN ALLE TEILNEHMERINNEN!!!!!
Hörspielreview: Geisterschocker Nr. 2: Spuk im Klippenhaus
Veröffentlicht 23. Juli 2009 Hörspielreviews , Reviews Hinterlasse einen KommentarTags:Geister-Schocker, Hörspiele, Review, Spuk im Klippenhaus
Romantruhe Audio
Dauer: ca. 46 Minuten
Sprecher:
Andreas von der Meden (Henning)
Heidi Schaffrath (Johanna)
Klaus Nägelen (Portier Klippstein)
Robert Rausch (Mann)
Buch: Romantruhe & Thomas Tippner
Regie: Romantruhe
Inhalt: In der Nähe von Lüneburg hat ein junges Pärchen eine Autopanne. Da ein heftiges Unwetter losbricht, entschließt Henning, der männliche Teil des Paares, dazu in einem unheimlich aussehenden Hotel nach einem Zimmer zu fragen. Er wird aber vom unfreundlich-mürrischen Portier zunächst abgewimmelt (Wir frühstücken mal wieder alle Klischees auf einmal ab, wie?). Johanna hört irgendwen um Hilfe schreien, was Henning gar nicht interessiert (schon mal was von unterlassener Hilfeleistung gehört, mein Freund?) und schließlich schafft Henning es doch noch, im Hotel ein Zimmer zu ergattern. Zu ihrem (und damit auch unserem) Leidwesen stellen Henning und Johanna sehr schnell fest, dass das Hotel ein schreckliches (oder schrecklich langweiliges) in sich trägt….
Kommentar (Spoilerwarnung!): Ach du lieber Himmel, Verschollen im Spukhaus hat im Match um den Titel „Schlechteste Geistergeschichte seit Erfindung des Hörspieles“ echte Konkurrenz bekommen. Wie sagte es Poes Rabe so schön in seinem Kommentar zu Das Sternentor: „Der Ringrichter, der entscheidet, ob dieses oder “Verschollen im Spukhaus” das teppertste Hörspiel aller Zeit ist, ist noch nicht geboren.“ Aus diesem Duell ist soeben ein fulminanter Dreikampf geworden. Die Story selbst ist selbst für eine Gruselgeschichte an den Haaren herbeigezogen (und ich bin immerhin ein Fan von Francis Gruselserie aus den 80ern, d.h. ich bin sogar bereit, kometengroße Logiklöcher hinzunehmen, solange das Hörspiel unterhaltsam und lustig genug ist). Ohj, aprops H.G. Francis: Wenn man sich schon rückgratlos an das Schloss des Grauens anbiedert und die Handlung teilweise abschreibt, dann sollte man das auch ordentlich machen. Vergleichen wir die zwei doch einfach einmal Punkt für Punkt:
1. Ein Pärchen hat eine Autopanne? Check!
2. Der Portier ist ein Arsch? Check!
3. Die Frau hat die erste Geistererscheinung? Check!
4. Ihr Mann glaubt ihr nicht und ist offenbar nicht imstande länger als 2 Minuten ein ernsthaftes Gespräch zu führen? Check!
5. Der Sprecher des Mannes heißt Andreas von der Meden? Check!
6. Der Portier ändert ohne ersichtlichen Grund seine Meinung und lässt die beiden doch rein? Check!
7. Ein Teil des Paares gerät in eine Falle? Check! (Im Original steigt der Mann auf eine Falltür, in der schlechten Kopie wird sie vom Portier eingesperrt).
8. Der Portier wird von den Helden als hässlicher und komischer Vogel beschrieben? Check!
So und jetzt fragt ihr euch sicher folgendes: Wieso ist denn „Spuk im Klippenhaus“ so mies, während „Das Schloss des Grauens“ so kultig ist? Nun dies liegt an einem weiteren Punkt, in dem die beiden Hörspiele sich gewaltig unterscheiden: Im „Schloss des Grauens“ versuchen die Chrarktere, die Hintergründe zu klären, die Ursache für die Erscheinungen zu finden und das Problem zu lösen. Sie wählen mit traumwandlerischer Sicherheit stets die dümmstmögliche aller Möglichkeiten, aber sie TUN wenigstens etwas, zum Teufel! Henning und Johanna stolpern dagegen so unbedarft dämlich durch die Geschichte, dass man ihnen eigentlich alle paar Minuten einen Tritt in ihr verlängertes Rückgrat verpassen will. Die Hinweise fallen ihnen per Zufall in den Schoß (im Original kam man wenigstens auf die Idee, die Schlosschroniken zu bemühen) und eigentlich tun die beiden genau gar nichts, um heil aus der Sache raus zu kommen. Aber glaubt bloß nicht, dass die Geister auch nur eine Spur klüger wären. Ok, das Geistermädchen hat nicht viel zu reden, aber ihr Papa (Ja, hier handelt es sich um eine Familie mit Frau und Kind, die nicht zur Ruhe kommt. Auch der Portier ist übrigens ein Geist) ist schon eine Leuchte vor dem Herrn. Im Inlay steht, dass er deshalb nicht zur Ruhe kommt, weil man ihm immer noch den Meuchelmord an Frau und Tochter zur Last legt. Das ist ja verständlich, aber dann soll er verdammt noch mal was dafür TUN!!! Um nochmal „Das Schloss des Grauens“ zu bemühen“: Dort gibt der Schlossgeist den Charakteren einen Hinweis, indem er ihnen immer wieder bei den Erscheinungen die gleiche Frage stellt: „Wo ist meine Linda?“ Womit ihnen dann klar war, dass es vielleicht recht nützlich sein könnte, herauszufinden, wer denn überhaupt diese Linda sein soll und wo man die Alte evtl. finden könnte. Hier bietet unser Geist den Helden eine nachgespielte Version des Polizeiverhörs, das sich mit „Du warst es!“ – „Nein“ – „Doch“ – „Nein“ zusammenfassen lässt und anschließend gibts nen Dialog mit dem Portier, der ihn offenbar beschuldigt hat, seine Frau in einem See ertränkt zu haben (Warum wieso weshalb? Keine Ahnung, vielleicht wollte er die Zeche prellen?) und der sich jetzt dafür entschuldigen will (Warum wieso…ach, denkt euch den Rest!) Der Gipfel ist aber, dass unser Henning bis zum Ende nicht kapiert, dass es sich um Gespenster handelt und er versucht mit ihnen zu reden. Das wäre ja schon blöd genug (er sieht die Geister ja so weit ich mich erinnern kann, nicht einmal, er hört nur ihre Stimmen) , aber nein, die Gespenster antworten ihm auch noch mit philosophischem Geschwurbel, womit unser Held sofort überfordert ist. Irgendwann sind die Erscheinungen dann vorbei (Was weiß ich, wieso) und alles hat ein Ende.
Die Anspielungen auf „Schloss des Grauens“ sind auch sehr gekonnt reingeknüppelt…äh….eingebaut worden. Antwort von Henning auf die Ansage des Portiers dass er sich ein Zimmer aufzeichnen kann: „Wo waren sie denn als letztes Portier? Im Schloss des Grauens, mit Miesmuscheln und Dummköpfen?“ Dass der Portier hier nach dem Sprecher des Portiers im „Schloss des Grauens“ benannt wurde, ist da fast schon dezent…
Das führt mich gleich zu den SprecherInnen. Heidi Schaffrath werden vor allem Fans von Star Trek kennen, da sie in der deutschen Fassung Deanna Troi ihre Stimme lieh. Bei Andreas von der Meden habe ich persönlich das Problem, sofort David Hasselhoff vor meinem geistigen Auge zu sehen. Leider passt dies auch zu der Rolle hier, was das Hörspiel beinahe noch schlimmer macht. Ich finde es aber faszinierend, dass er sich noch immer ganz genau so anhört, wie zu „Schloss des Grauens“-Zeiten Anfang der 80er (manch anderer Stimme merkt man das Alter ja durchaus an). Schaffrath und von der Meden machen ihre Sache durchaus gut, nur leiden sie stark unter den grenzdebilen Rollen, die sie verkörpern müssen. Klaus Nägelen macht den Eindruck, dass er ja so gerne wie sein Pate für diese Rolle, Ernst von Klippstein, wirken würde. Er hat dabei nur ein Problem: Während man Klippstein den Spaß an seiner Rolle jederzeit anmerkt, vermittelt Nägelen den Eindruck, dass er nicht einmal einen Stapel Bretter spielen könnte, weil er dafür noch zu hölzern wäre. Robert Rausch kann ich nicht beurteilen, weil er sehr wenig zu sagen hat und seine Stimme wohl auch mit technischen Hilfsmitteln stark entfremdet wurde.
Noch ein Wort zum Skript von Thomas Tipnner und Romantruhe: Herr Tippner möge sich doch bitte in die Romantruhe einschließen und sich nach Afrika verschiffen lassen. Vielleicht lernt er unterwegs was ein ordentlicher Spannungsaufbau ist und wie man Dialoge schreibt, bei denen man sich nicht sofortige Taubheit wünscht. Alle gesprochenen Sätze ließen mich im Verlauf des Hörspieles verträumt an den Bohrer im Keller denken. Vielleicht kann man den Herren dann auch noch erklären, dass den Charakteren ein Motiv für ihre Handlungen ganz gut zu Gesicht stehen würde. Verflucht, wenn es wenigstens sowas blödes wie „Der Portier war in die Frau verknallt, sie wollte ihn nicht, deshalb hat er sie und das Kind umgebracht und es dann gleich seinem Nebenbuhler angehängt“ gewesen wäre. Aber nein, Papa schreit am See seine Tochter an, es kommt zu einem Badeunfall, Family ersäuft und der Portier, der die ganze Zeit im Hotel war, hat nichts besseres zu tun, als „Er wars!“ zu schreien. Und nachdem der sich dann bei dem fälschlich verdächtigten Mann entschuldigt hat, hat der nichts besseres zu tun, als sich folgendes zu denken: „Na, jetzt halten mich eh schon alle für einen Mörder…da kann ich den Portier auch gleich abstechen!“ Und setzt das auch noch in die Tat um. Ich weiß ja nicht, wies euch geht, aber ich hätte den Kerl an den Haaren zur Polizei geschleift, damit er dort erstmal seine Falschaussage revidieren kann, BEVOR ich ihn abmurkse!
Einziges Positiva: Die Geräuschkulisse wurde passabel umgesetzt.
Fazit: Wenn ich schon bei einem Hörspiel von Franciskowsky so dermaßen dreist abschreibe und meine Version dann so scheiße ist, dass sie den Vergleich mit dem Original keine Sekunde lang aushält, dann würde ich mir einen anderen Broterwerb suchen. Bei der Post suchen sie ja immer wieder Leute….
0 von 5 Punkten
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Harry Potter und der Halbblutprinz: Ein Vergleich zwischen Buch und Film (mit Spoilern für sämtliche Teile)
Veröffentlicht 22. Juli 2009 Bücher , Filme , Reviews 17 KommentareTags:Buch, Fantasy, Film, Halbblutprinz, Harry Potter, J. K. Rowling, Review
Ich habe mir, nachdem ich (gemeinsam mit Poes Rabe) den neuen Harry Potter Film gesehen habe, gedacht, dass ein direkter Vergleich zwischen Buch und Film gerade bei Teil 6 hochinteressant wäre. Und zwar deshalb, weil der Film von allen bisher erschienen Teilen die Vorlage mitunter am stärksten verändert hat. Ob dies meiner Meinung nach gut oder schlecht war, könnt ihr hier lesen:
Zunächst fällt einem auf, dass die ersten sechzig Seiten des Buches im Film mit keinem Wort erwähnt werden. Ja, die Dursleys fehlen mal wieder komplett, was wirklich schade ist. Denn diesmal wurden sie im Buch nicht nur für ein paar Lacher gebraucht, die Szene ist eine ziemlich gute Charakterisierung aller anwesenden Figuren, also auch von Dumbledore und Harry Potter. Dumbledore fasst in dem Gespräch im Prinzip zusammen, dass er sogar dankbar dafür ist, dass die Dursleys Harry eben NICHT wie von ihm ihm erhofft wie ihren eigenen Sohn behadnelt haben, weil dieser dann eventuell den gleichen Schaden wie Dudley davongetragen hätte. Die Szene mit den Dursleys ist zwar für den Fortgang der Handlung nicht so wichtig, sehenswert wäre sie aber allemal gewesen.
Etwas problematischer wird es bei der nächsten weggelassenen Sache. Wobei weggelassen das falsche Wort ist. Man siht die Entführung schon ganz kurz, aber dass es sich dabei um Ollivander, den Zauberstabmacher, handelt, muss man sich eben zusammenreimen (und ja, man erfährt in Teil 7, wieso er entführt worden ist).
Wieso Bill Weasley und Fleur Delacour fehlen, würde mich auch interessieren. Wird jedenfalls interessant zu sehen, wie sie erklären wollen, dass die zwei in Teil 7 heiraten. Umd nein, die Hochzeit kann man nicht weglassen, weil wir dort erstens eine Figur kennenlernen, die später noch relevant wird (Lunas Vater) und weil zweitens die Todesser mitten im Bankett angreifen.
Der Einzelunterricht bei Dumbledore wurde ebenfalls viel zu stark gekürzt. Im Film sieht man genau zwei Erinnerungen (drei, wenn man die gefälschte und die echte Erinnerung von Slughorn gesondert zählt): Zunächst die, in der Dumbledore dem 11jährigen Tom Riddle zum ersten Mal begegnet. Nummer zwei ist Slughorns Erinnerung, in welcher der schon etwas ältere Tom Riddle Professor Slughorn fragt, was genau denn ein Horkrux wäre. An diesen speziellen Szenen gibt es nichts auszusetzen, die sind sehr gut umgesetzt worden. Es fehlen aber drei zentrale Erinnerungen, von denen zwei zumindest indirekt mit den Horkruxen zu tun haben. Die erste betrifft Voldemorts Onkel Morfin. Riddle war bei seinen Nachforschungen (in einem Waisenhaus aufgewachsen, wollte er natürlich wissen, wer seine Eltern waren). Als einer der wenigen Anhaltspunkte diente ihm der Mädchenname seiner Mutter (sein Vater war ja ein nichtmagischer Muggel), Vorlost, nach dem er in den Chroniken von Hogwarts suchte. Er fand darin seinen Onkel, der him erzählte, dass seine Mutter mit einem Muggel durchgebrannt sei, der sie schwanger im Stich gelassen hätte (die Mutter selbst ist bei der Geburt gestorben). Außerdem hätte sie ein kostbares Amulett, das einst einem der Gründer von Hogwarts (Slytherin) gehörte. MIt der Aufforderung, ihm zu sagen, wo es sich befinden würde, stürzte der leicht verwirrte Morfin sich auf Riddle und plötzlich wird die Erinnerung dunkel. Dumbledore erzählt Harry dann, dass Morfin etwas später des Mordes an Tom Riddle sen. und dessen Eltern übeführt wurde, den er sehr bereitwillig und stolz gestanden hatte. Das einzige, was Morfin bereuen würde, wäre, dass er sich nicht mehr daran erinnern könne, wo zum Teufel denn der Ring seines Vaters wäre. Dumbledore vermutet aber stark, dass es nicht Morfin, sondern Voldemort selbst gewesen sei, der mit der Auslöschung des Muggelteiles seiner Familie gleichzeitig Rache an seinem Vater üben wollte, weil der ihn verlassen hatte. Beim Ring könnte es sich um einen weiteren Horkrux handeln. Morfin starb nach einigen Jahren in Askaban.
Die zweite fehlende Erinnerung betrifft bereits Voldemorts Zeit nach Hogwarts. Er arbeitete einige Zeit für den Zaubererladen Borgin & Burkes und wurde eines Tages zu einer alten Hexe geschickt um dort etwas abzuholen. Da die alte Schachtel aber äußerst redselig war, zeigte sie ihm noch einige Stücke aus ihrer Privatsammlung (in die sie den jungen Riddle wohl auch am liebsten selbst gleich integriert hätte). Dazu gehört ein Becher, der Helga Hufflepuff offenbar selbst gehört hatte und dann noch ein Prunkstück, welches sie selbst bei Borgin & Burkes vor etlichen Jahren erworben hatte. Der Ladenbesitzer hatte es, laut seinen Erzählungen, einer verlumpten Hexe, die es wohl gestohlen hatte und nicht wusste, was es wirklich war. Es handelt sich dabei – diejenigen von euch, die das Buch nicht gelesen haben, haben es sicher schon erraten – um Slytherins Amulett. Zwei Tage später ist die Alte tot und ihre Hauselfe behauptet steif und fest, dass sie wohl aus Versehen Gift statt Zucker in den Kaffee getan hätte. (Wers wirklich war, könnt ihr euch wohl vorstellen). Und komischerweise fehlten laut den Erben genau die Gegenstände der Sammlung, welche die alte Frau Tom Riddle gezeigt hatte.
Die dritte Erinnerung betrifft die Horkruxe nicht direkt (indirekt schon, aber DEN Spoiler erspare ich euch dann doch, falls ihr nur die Filme gesehen habt). Hier nennt sich Riddle bereits Voldemort und er hat auch schon seinen Groupieverein, die Todesser gegründet. Dennoch war noch nicht auf offenen Krieg aus, im Gegenteil, er wollte sich bei Dumbledore bewerben, nachdem er gehört hatte, dass der Posten des „Verteidigung gegen die dunklen Künste“-Lehrers vakant sei. Das Gespräch ist duchaus nicht uninteressant, außerdem erklärt Dumbledore danach Harry, dass es wohl weniger die Anstellung war, die Voldemort interessiert haben dürfte, sondern vielmehr die Tatsache, dass es in Hogwarts selbst für die LehrerInnen noch eine Unmenge an altem Wissen zu entdecken geben könnte. Den Posten hat Voldemort natürlich nicht erhalten. Und von diesem Tag an hielt sich kein Lehrer, der dieses Fach unterrichtete, länger als ein Schuljahr.
Ganz ehrlich, mich stört es sehr, dass diese Szenen fehlen. Noch viel mehr stört mich aber der veränderte Showdown. Im Buch ist es so, dass Draco die Todesser heimlich ins Schloss holt. Bis zu der Szene, in welcher der erste Auror eliminiert wird, stimmen Buch und Film überein. NUr finde ich es lustig, dass im FIlm sämtliche anderen Auroren sich offenbar im Wachkoma befinden und rein gar nichts von dem merken, was um sie herum passiert. Im Buch ist es jedenfalls so, dass es umgehend zu einem heftigen Kampf zwischen den anderen Auroren (zu denen übrigens auch Tonks gehört – wäre auch ne Idee gewesen, ihr ein wenig Screentime zu geben) und den Todessern, in dessen Verlauf sich natürlich auch sämtliche Lehrer- und SchülerInnen einmischen und in der Schule kein Staubkorn auf dem anderen bleibt. So ist es auch so, dass die anderen Todesser anfangs gar nicht Dumbledores Büro sind, nachdem Snape und Draco Malfoy sich irgendwie durch die Gänge zu ihm geschummelt hatten. Beim Mord selbst gibt es dann zwar wieder Augenzeugen, aber die Szene ist dennoch anders. So versteckt Harry sich unter seinen tarnumhang und bemerkt erst viel zu spät, dass Dumbledore ihn zusätzlich mit einem Lähmungszauber belegt hat, damit er nicht eingreifen kann. In einem Interview hat jemand, David Yates glaube ich war es, gesagt, dass man den Showdown deshalb weggelassen hat, weil er dem Endkampf in Buch Nr. 7 zu stark ähneln würde. Das ist absoluter Schwachsinn. Die Kämpfe in beiden Büchern finden zwar am selben Ort statt (Hogwarts), sie lesen sich aber völlig unterschiedlich. Am Geld kann es aber auch nicht gelegen habe, denn schließlich hat man mit dem Angriff der Todesser auf den Fuchsbau extra eine große Actionszene reingeschrieben, die nicht im Buch steht. Einfach eine ganz blöde Idee finde ich.
Dann gibts noch ein paar Kleinigkeiten, die mich ein wenig stören. Dass Tonks & Lupin zusammen sind, muss man sich zusammenreimen. Außerdem war sie es auch, die Harry aus seiner misslichen Lage im Zug befreit hat. Dann gibts da noch eine göttliche Szene mit Snape, für dich einen Mord begangen hätte, wenn sie dadurch in den Film gekommen wäre. Snape, der jetzt Verteidigung unterrichtet, will der Klasse beibringen, wie man nonverbale Zauber ausführt und erwischt Harry beim Schummeln. Im Original liest sich der anschließende Dialog so:
Snape: Do you remember me telling you we are practising non-verbal spells, Potter?
Harry: Yes.
Snape: Yes sir
Harry: There’s no need to call me sir, Professor
Ich hätte doch zu gerne gesehen, wie Alan Rickman als Snape nach dem Satz reagiert hätte.
Der Unterricht fällt im Film ebenfalls größtenteils flach, so spielt das Buch des Halbblutprinzen eine etwas wichtigere Rolle. Im Film wird das titelgebende Mysterium ja in einem Halbsatz geklärt – auch ne Sache, die mir weniger gut gefallen hat.
Fazit: Leider hat sich KEINE der Änderungen wirklich positiv auf den Film ausgewirkt. Im optimalsten Fall verlor man tolle Schauwerte (Endkampf). Im schlimmsten Fall hat man sich einige unnötige & immens große Continuitiyprobleme eingehandelt (fehlende Erinnerungen). Dafür hätte man ja andere Szenen weglassen können (warum fällt mir jetzt der Angrif auf den Fuchsbau ein?) Der Film ist nicht übel, aber er ist der schlechteste der Serie bis jetzt.
Couldn’t find IR501 Device!
Veröffentlicht 22. Juli 2009 Sonstiges Hinterlasse einen KommentarTags:IR501 Device
Seit meine Eltern ihren Computer haben (also seit den Anfangstagen von Windows XP) kommt pünktlich zum Start diese Fehlermeldung. Die Leistung des Computers wird zwar nicht beeinträchtigt, aber was die Ursache dafür ist, würde mich dennoch interessieren (bin mit meinem Latein am Ende).
Es ist heiß….
Veröffentlicht 17. Juli 2009 Persönliches 8 KommentareTags:Eltern, Pool, Ternitz, Urlaub
Ich sitze hier gerade vor dem Computer meiner Eltern in Ternitz (muss bis 4. August auf ihr Haus aufpassen). Die Hitze bringt nicht nur mich um, auch der Kater und die beiden Hunde bewegen sich nur, wenn es absolut notwendig ist. Bis gestern hate ich noch Besuch von Poes_Rabe, was mich sehr gefreut hat (alleine in nem Haus am Arsch der Welt ist eben recht langweilig). Und heute kommt dann endlich meine Freundin bis Montag (die leider erst ab der letzten Juliwoche Urlaub hat). Tja, Gott sei Dank haben meine Eltern nen Pool….


