Der Schweizer “Blick’” bewirbt sich um den Pokal für den dümmsten Artikel über Internet & Urheberrecht

Würde es einen solchen Preis geben, Frank A. Meyer hätte ihn praktisch schon in der Tasche. Ich will hier gar nicht auf die völlige Unprofessionalität dieses von Meyer verbrochenen Artikels eingehen, jegliche Diksussion mit einer Formulierung wie “Basta!” abzuwürgen (blöder Kolumnenname, ganz ehrlich!) oder einen Blogger anzugreifen und eventuell ohne dessen Zustimmung seinen vollen Namen zu nennen, schließlich ist der schweizerische “Blick” auch nichts anderes als die deutsche “Bild” oder die österreichische Zeitung “Österreich” und wir wissen ja alle, wessen Geistes Kind diese bebilderten Buchstabensammlungen sind.

Natürlich brauchen wir ein neues Urheberrecht. Und zwar eines, das endlich die Internetuser nicht gleich zu VerbrecherInnen abstempelt, wenn sie sich mal ein Lied aus dem Internet runterladen möchten. Damit meine ich ausdrücklich NICHT diejenigen, die Raubkopien usw. auf Börsen/im Internet/wo auch immer verkaufen, die sind schon selber schuld an ihrer Misere, wenn sie erwischt werden. Aber diejenigen, die mal einem Freund ein paar Lieder kopieren, oder sie nur zum “Eigengebrauch” aus dem Netz holen, zu kriminalisieren, ist schlichtweg eine maßlose Übertreibung, ganz abgesehen davon, dass es genug Studien gibt, die belegen, dass Downloads der Musikindustrie eben NICHT schaden, im Gegenteil, sie scheinen sie sogar zu fördern. Dabei betrifft es nicht einmal “nur” Downloads, auch Videos auf z.B. Youtube sind davon betroffen. So kann man, wenn man endlich das richtige Video gefunden und angeklickt hat, oft folgenden Satz lesen: “This Video is not available in your country due to Copyright violations” – WIESO BITE?? Inwiefern ist es denn Diebstahl und nicht nur Werbung für das Werk, sich ein Video nur anzuschauen, verdammt nochmal? Oder sind diese Videos so beschissen schlecht, dass man sie dem Rest der Welt gar nicht zeigen will (und wenn dem so ist, was machen die dann auf Youtube)?

Es wird Zeit, dass ewiggestriges Denken wie das von Frank Meyer in Bezug auf das Urheberrecht eingestellt wird und die Musikindustrie sich endlich den Gegebenheiten anpasst.

 

Mehr dazu auch hier.

3 Antworten zu „Der Schweizer “Blick’” bewirbt sich um den Pokal für den dümmsten Artikel über Internet & Urheberrecht“


  1. 1 lindwurm 19. August 2009 um 4:26 nachmittags

    Recht hast

  2. 2 Herr Teddy 20. August 2009 um 8:02 vormittags

    Das Internet für die Finanzkrise verantwortlich zu machen zeugt m.E. schon für Dummheit oder zumindest Senilität oder Relitätsferne. Eigentlich ist dieser Artikel von Meyer schon wieder so dumm, das man ihn gar nicht mehr kommentieren kann. Aber wahrscheinlich wollte er nur auf diesen Zug “Diskusssion um die Internetzensur etc” aufspringen, anders kann ich mir das nicht erklären.


  1. 1 Dümmster Text eines Journalisten über das Internet « xxl-killababe berlin wordblog Trackback zu 24. August 2009 um 1:13 nachmittags

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