Mein neues Buch ist draußen. Es geht darin – no na ned – um meinen Lieblingsvampirfürsten!
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Der Kampf eines Studenten gegen die Tücken des Alltags
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Ich liebe Rammstein!!!!
(Quelle: YouTube)
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…landet Seyran Ates im Interview mit dem Standard.
Vor allem ihre Antwort auf die Frage, warum denn viele Linke Kritik am Islam reflexartig als „rechts“ diffamieren, bringt die Doppelmoral der Linken gut auf den Punkt:
„Das ist das absolute Totschlagargument und hat inzwischen einen langen Bart. Da sind die Grünen so scheinheilig. Bei den Grünen herrscht eine unglaubliche Pseudo-Angst, die Rechten mit diesem Thema zu bedienen. Anstatt sich mit dem Thema auseinander zu setzen und es den Rechten wegzunehmen, hält man lieber den Mund. Mich irritiert diese Art der Reflexion immer mehr, weil ich dachte wir wüssten inzwischen, wie die Rechten argumentieren. Die Rechten wollen sowieso keine multikulturelle Gesellschaft. Mich erinnert das an die Zeit, als es Frauen gab, die gegen das Frauenwahlrecht waren. Es gibt immer bestimmte konservative Gegenpositionen, die auf alten Positionen verharren. Einige Grüne sind da sehr verbohrt und entwickeln sich nicht weiter. Die gehörten eigentlich in eine der konservativen Parteien.“
Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Das Problem ist doch, dass die Themen Islam und Integration in Österreich wie in Deutschland ausnahmslos von Leuten wie H. C. Strache und/oder den Sprechern der NPD besetzt werden. Und – das muss man ihnen lassen - sie machen das ziemlich gut. Die haben nämlich erkannt, dass jeder der behauptet, es gäbe bei uns kein Integrationsproblem, den Knall schlicht und ergreifend nicht gehört hat und dass Leute, die hier leben wollen auch so etwas wie eine Pflicht zur Integration haben. Mir ist natürlich klar, dass man diese Aussagen der extremen Rechten immer im Kontext sehen muss, weil diese selbstverständlich etwas ganz anderes bezwecken, aber anstatt ihnen dieses Thema wieder wegzunehmen und es sachlich zu bearbeiten, flüchtet die Mehrheit der so genannten Gutmenschen sich entweder in eine komplett hirnrissige Totalopposition („Bei uns in Döbling gibt es ÜBERHAUPT kein Integrationsproblem! Und bitte weisen sie meine polnische Putzfrau nicht aus, die österreichischen sind mir zu teuer!“) oder sie kommen mit einem genauso dämlichen Wischwaschigerede daher, dass man die religiösen Gefühle der Moslems nicht verletzen dürfe und akzeptiert damit stillschweigend, dass immer noch viele Frauen auch mithilfe des berühmten Kopftuches unterdrückt werden. Das mit dem „Verletzen der religiösen Gefühle“ ist übrigens auch ein sehr gutes Beispiel für die Gutmenschendoppelmoral. Oder stellt euch mal vor, es würde ein Buch wie dieses hier umgemünzt auf den Propheten Mohammed erscheinen. Oder: Macht doch mal aus einer Moschee ein Pornokino, wie das mit christlichen Gotteshäusern in der Türkei schon passiert ist. Der Aufschrei wäre wohl Legion, aber da es in diesem Fall ja „nur“ die CHristen betraf: Schweigen im Walde. Und bitte, kommt mir jetzt nicht mit Argumenten wie „Aber der Islam muss noch in das Zeitalter der Aufklärung kommen“, denn erstens funktioniert Geschichte nicht so linear und zweitens habe ich ehrlich gesagt keine Lust, noch 500 Jahre zu warten, bis ein paar islamische Fundamentalisten lernen, was Menschenrechte sind (und um gewissen Missverständnissen vorzubeugen: Ich meine nicht den Islam an sich, sondern nur einen Teil der Leute, die ihn ausüben).
Ok, bevor ich den Faden verliere, nochmal zurück zum eigentlichen Thema. Die Linken müssen endlcih aufhören zu träumen und den Stier bei den Hörnern packen. Man darf Leuten wie H. C. Strache, der derzeit leider der einzige ist, der dieses Thema für sich beansprucht, nicht kampflos das Feld überlassen, indem man sich in eine surrealistische Scheinwelt flüchtet, an die ohnehin kein halbwegs normaler Mensch mehr glauben kann. Man muss endlich aufwachen und einsehen, dass der bisherige Weg der Verharmlosung eindeutig der falsche ist.
Gibt es hier zu sehen (ja ich halte meine LeserInnen für mündig genug, sich sowas anzusehen, ohne gleich zu fundamentalistischen Terroristen zu werden). Was natürlich daran auffällt, ist die völlig neue Optik. Statt waffenstarrender und vermummter Typen, die, wie Martin Blumenau es schreibt, mit dem „Kitzel der Gewalt“ spielen, präsentiert man uns hier ein Jüngelchen, das ganz allgemein wie ein etwas älterer Firmling aussieht, der sich in seinem wohl eher selten getragenen Anzug nicht so ganz wohlfühlen dürfte. Natürlich ist klar, was Al-Kaida mit diesem Propagandaschachzug bezwecken will: Man möchte damit die Kreise ansprechen, die zwar prinzipiell etwas mit den Ansichten von Al-Kaida etwas anfangen können, sich aber von den Hassvideos alter Prägung abgeschreckt fühlten. Dabei geht es erst in zweiter Linie um Rekrutierung. In erster Linie geht es Al-Kaida darum, ein neues Klima zu schaffen, das dieser Organisation die Sympathie gewisser Kreise sichern soll. Dass dieses für Deutschland gemachte Video pünktlich vor der dortigen Bundestagswahl erscheint, gehört da genauso zum Programm, wie die in dem Film indirekt getätigte Aussage, Deutschland wäre „eh nicht so schlimm wie die anderen“.
Ich persönlich würde den Typen ja gerne wünschen, dass er mal zum falschen Zeitpunkt durch die U-Bahn Station Karlsplatz in Wien läuft. Da würden sich bestimmt ein paar obdachlose Punks finden, die ihm mit Freude eine aufs Maul hauen.
Hab mich, als ich die Meldung von seinem Tod gehört habe, sofort daran erinnert, dass ich mir früher als kleiner Stöpsel immer wieder gerne „Aktenzeichen XY ungelöst“ angesehen und mir jedes Mal beinahe in die Hose geacht habe, weil ich danach immer felsenfest davon überzeugt war, dass die gezeigten Verbrecher nun allesamt hinter mir her wären (weil ich ja gleichzeitig unendlich fasziniert davon war, dass die präsentierten Fälle echt waren).
Ruhe in Frieden, Ede!
Und zum In-Nostalgie-Schwelgen die Folge vom 15.7. 1988:
Teil 1:
Teil 2:
Teil 3:
Teil 4:
Teil 5:
Teil 6:
Bleibt noch zu erwähnen, dass „Aktenzeichen XY ungelöst“ eigentlich die erste Reality-Show im deutschsprachigen Fernsehen war, wenn ich mich recht erinnere. Und meiner Meinung nach war sie auch die beste.
Hier gibts es unters anderem die erste Folge.
Ich habe mir heute „9/11 – Was steckt wirklich dahinter?“ im ORF angesehen. Von den ganzen Dokus, die ich bisher im ORF gesehen habe (und das waren schon so einige), war dieser Mist die mit Abstand schwächste Vorstellung. Es ging eigentlich die gesamte Laufzeit über nur darum, auf Teufel komm raus irgendwelche haarsträubenden Verschwörungstheorien unter die Leute zu bringen, die zumeist noch dazu schon längst wiederlegt sind. Der Höhepunkt dieser „Dokumentation“ waren aber die von den Machern herangekarrten Experten. Einen Air Force Captain (hoffe, dass das stimmt) lasse ich mir ja noch einreden, aber spätestens ab dem Moment, in dem der Schriftsteller (ein echter Spezialist also) Dario Fo den ZuschauerInnen etwas über zu extreme Flugwinkel beim Anschlag auf das Pentagon erzählen will, sollte jeder vernunftbegabte Mensch eigentlich erkennen, dass hier offenbar bewusst unseriös gearbeitet wurde. Oder anders formuliert: In einer gut recherchierten Dokumentation hätten sie zumindest einen neutralen Experten Fos Aussagen überprüfen lassen. Nur hatte man an einer ernsthaften Überprüfung der Verschwörungstheorien offenbar gar kein Interesse, es wurden einfach sämtliche kursierenden Gerüchte als harte Fakten präsentiert. Da hätten sie ja gleich mich engagieren können, um vor laufender Kamera einen Vortrag über Stephen Hawkings Theorien zur Quantenmechanik zu halten. Der Effekt wäre ungefähr der gleiche gewesen, nur dass ich nicht alle 5 Sekunden mit aufgerissenen Froschaugen „die Wahrheit“ eingefordert hätte.
Der Spiegel hat übrigens schon 2006 so ziemlich jede jemals geäußerte Theorie zerpflückt. (für den Link geht mein Dank an den Lindwurm). Besonders interessant finde ich dabei die Antwort auf die Frage, warum so viele Menschen den offiziellen Untersuchungsergebnissen misstrauen:
„Abgesehen davon, dass die meisten Theorien im Detail widerlegbar sind, kann man die Verschwörer auch durch einfache Logik bloßstellen: An solch einem gewaltigen Vorhaben müsste eine große Zahl von Piloten, Sprengmeistern, Soldaten, Fluglotsen beteiligt gewesen sein, kurz: So viele Mitwisser müsste es geben, dass irgendeiner davon bis heute mit Sicherheit die Wahrheit ausgepackt hätte.“
Also, liebe Paranoiker: Bevor ihr im Zusammenhang mit dem 11. September wieder irgendwas von einer False Flag Operation daherfaselt, rechnet euch doch bitte mal aus, wieviele MitwisserInnen für so etwas nötig gewesen wären und dann fragt euch bitte, wie wahrscheinlich es wäre, dass sich keiner von denen mal verplappert oder ein schlechtes Gewissen bekommt…
Folgende Durchsage: „Bitte die mittlere Fahrtreppe NICHT betreten!“
Ein paar Leute latschen wie ferngesteuert trotzdem drauf.
Darauf folgende Durchsage: „Oida, ihr seids sowos von derrisch!!!“
Wo er recht hat….