Die Debatte um die Fristenlösung in Österreich ist mal wieder voll entbrannt. Der Grund dafür ist, dass Kardinal Schönborn schmollt, weil es im Rathaus eine Juniläumsfeier für pro:woman (Aufgrund seiner Adresse auch als Ambulatorium am Fleischmarkt bekannt). Schließlich dürfe man so etwas – laut Schönborn – doch nicht feiern und über haupt wäre es mal wieder an der Zeit, die Fristenlösung zu diskutieren (sprich: abzuschaffen). Natürlich ist sein einziges Anliegen das Leben der Kinder. Sagt er zumindest. Denn in Wahrheit geht es hier um eine ganz andere Frage, nämlich die, dass es anscheinend immer noch sehr viele Herren gibt, die es gar nicht gerne sehen, dass die Frauen über ihren Körper selbst bestimmen dürfen. Selbstverständlich sagen diese Leute das nicht offen. Und so stellen sie sich mit Transparenten wie „Wir beten für euch“ oder auch den Evergreen „Abtreibung ist Mord!“ vor die Ambulatorien und führen sich generell so auf, als wäre ihr Heiligenschein ein bis zwei Nummer zu eng und würde die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen. Es ist doch ohnehin der Gipfel der Ironie, dass jemand, der wegen des Zölibates keine Kinder haben darf, glaubt den Frauen sagen zu können, was sie mit ihren Sprößlingen machen sollen. Ich will an dieser Stelle gar keine Worte mehr verlieren und stattdessen lieber mit einem alten Lied schließen (an das mich dieser Blogeintrag hier erinnert hat):

 

Die oide Engelmacherin:

 

 

P.S.: Wenn ihr mal Lust habt, euch einen Haufen armer Irrer anzusehen, dann fahrt doch mal zum Fleischmarkt und stellt euch einen Tag lang vor das Ambulatorium. Die Chance, dass ihr ein paar Fundis mit Transparenten zu Gesicht bekommt, ist wohl als relativ hoch einzuschätzen.

 

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