Archiv für September 2010

Scientology bei der Arbeit

Ich habe mir erlaubt, ein kleines Video über den Stand von Scientology in der Station Schottentor in Wien zu machen. Als ich diesen Stand gesehen habe, sind mir folgende Dinge aufgefallen:

1. Auf dem Stand stand nirgendwo drauf, dass es sich hierbei um Scientology handelt. Dafür prangte dort in großen Lettern das Wort „Dianetics“. Nur weiß eben nicht jeder, dass das der Titel der von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard geschriebenen „Scientologenbibel“ ist. Wirklich sehr mutig, wenn man nicht einmal zu seinem eigenen Namen stehen kann, oder?

2. Was man auf dem Video sehr gut sehen kann, ist der so genannte „E-Meter“, die bei den auch Auditing genannten Sresstests eingesetzt werden. Der funktioniert in etwa so: Der Getestete bekommt zwei mit dem Gerät verkabelte „Metalldosen“ in die Hand gedrückt. Der Auditor stellt der Testperson dann Fragen und kann angeblich anhand der Art und Weise, wie der Zeiger ausschlägt erkennen, welche Art von Problemen ich habe. Dass das für einen dafür trainierten Menschen die perfekte Möglichkeit ist, labile Personen zu manipulieren, liegt auf der Hand.

Ich habe dieses Video nicht gemacht, weil ich die Leute damit, dass ich sie filme, verärgern wollte sondern deshalb, weil Scientology eine in meinen Augen gefährliche Bewegung ist, vor der man die Leute warnen sollte. Also, wenn ihr diese Stände irgendwo seht, dann macht einen großen Bogen um sie!

Blogparade „About Blogger“

Dies ist mein Beitrag zu dieser Blogparade.

Also, dann beantworten wir mal die Fragen:

1. Warum bist Du Blogger geworden?

In erster Linie bin ich Blogger geworden, weil ich gerne schreibe. Das Schreiben dieses Blogs hat für mich eine besondere Bedeutung, weil ich so meinen ganzen Sermon und alles worauf ich gerade Lust habe, in die Welt „hinausschreiben“ kann und das macht mir einfach enorm viel Spaß.

2. Was beudetet es Dir ein Blogger zu sein?

Siehe meine Antwort auf Frage 1. Außerdem bedeutet es für mich auch, mich mit anderen Bloggern zu vernetzen, deren Artikel zu lesen und mit ihnen darüber zu diskutieren.

3. Was möchtest Du anderen mit deinem Blog mitteilen?

Gute Frage. Eigentlich variiert das ständig von Beitrag zu Beitrag. Ganz generell geht es mir nur darum, meine Meinung zu Themen aus Politik, Gesellschaft, privaten Erlebnissen, Musik, Büchern und allem, was mir so einfällt, mit anderen Menschen zu teilen und darüber zu diskutieren.

4.Welche Blogsoftware nutzt Du und warum genau diese?

Ich nutze WordPress. Früher war ich mal bei Blogger, aber WordPress ist wesentlich nutzerfreundlicher.

5. Wie wird die Bloggerwelt deiner Meinung nach in 5 Jahren aussehen?

Diese Frage ist die mit Abstand am schwersten zu beantwortende von allen. Ganz ehrlich, ich kann nicht einmal sagen, wie die Bloggerwelt in ENEM Jahr aussehen wird, da die Entwicklung derselben immer schneller voranschreitet.

Via Writesupply

Neuer Header, neues Theme, Facebook, Twitter

Es war mal wieder Zeit, meinen Blog ein wenig zu erneuern. Es gibt einen neuen Header, ein neues Theme und wenn ihr auf die Artikel klickt, könnt ihr diese mit zwei neuen Buttons bei Facebook und Twitter „sharen“.

Gefällts euch?

Erkenntnisse um 4 Uhr früh

Merke: Zwei Flaschen Dr. Pepper Cola und ein Liter Schwarztee am Abend helfen nicht gerade beim Einschlafen.

Warum mir manche Leute auf die Nüsse gehen….

Da ich ja gerade so schön über meine Studienkollegen hergezogen habe, dachte ich mir, ich könnte das – wenn ich schon so gut in Form bin – auch gleich mit dem Rest der Welt machen.

Es gibt wirklich manche Menschen, die schaffen es quasi von Minute 1 unseres Kennenlernens an, mir gewaltig auf die Nüsse zu gehen. Unhöfliche Leute zum Beispiel und solche, die glauben, sie wären kleine Halbgötter, nur weil sie zufällig eine Uniform tragen bei ihrer Arbeit. Ein Prachtexemplar dieser Spezies Mensch durfte ich vor ein paar Jahren einmal kennenlernen. Ich habe damals zwischen Weihnachten und Silvester als Verkäufer an einem Stand für Feuerwerkskörper gearbeitet. Und wie das bei solchen Verkaufsgegenständen nun einmal ist: Vieles davon ist nicht für Kinder. Manches aber schon. Problematisch wird die Sache, wenn diverse Exekutivbeamte nicht dazu in der Lage sind, auch nur einen deutschen Satz unfallfrei zu lesen. Es war schon ziemlich am Ende von einem meiner Verkaufstage und ich hatte vor einiger Zeit so genannte Babyraketen (das sind so kleine „Miniraketen“ für Kinder, die ein wenig Funken sprühen, aber ansonsten völlig harmlos sind) an ein paar Kinder verkauft. Das war – da diese für Kinder freigegeben waren – völlig legal. Eine Stunde später kommt so ein arroganter Wichser hochmotivierter Angehöriger unserer Exekutive mit den Babyraketen in der Hand zu mir und brüllt mich aus vollem Hals an, dass ich die Bude jetzt zusperren könne und ich sowieso einen Knall habe, so etwas an Kinder zu verkaufen, obwohl das ja verboten wäre. Wir haben uns dann mal den Text auf der Verpackung etwas genauer angesehen. Auf dieser stand „Abgabe an Personen unter 18 Jahren…..erlaubt“. Der Herr hatte ganz einfach in seinem gerechten Zorn vergessen, das letzte Wort zu lesen (ok, auf einigen der Raketen war ein Druckfehler drauf, der besagte, dass diese Raketen nur für Erwachsene wären, aber auf der Außenverpackung, die er erstmal entfernen musste, um zu den Raketen zu kommen stand die richtige Aufschrift). Natürlich tat unser lieber Polizist dann so, als wäre trotzdem ich der Alleinschuldige (obwohl ich ihm die anderen – korrekt beschrifteten - Raketen gezeigt habe) und zog grußlos und fluchend von dannen. Dies tat er natürlich erst, als der Laden wirklich zu war (was ohnehin egal gewesen ist, war sowieso schon Ladenschluss). Irgendwie finde ich es beängstigend, dass jemand, der bei der kleinsten Kleinigkeit sofort ausrastet und grundlos Leute anbrüllt während seiner Arbeitszeit mit einer Dienstwaffe herumläuft….

Was ich auch immer wieder ganz besonders liebreizend finde, sind Leute, die meinen, mich auf gewisse Widersprüche zwischen meinem Studium (Religionspädagogik) und meiner Persönlichkeitsstruktur aufmerksam machen zu müssen. Das läuft dann in etwa so ab:

Person X: „Welche Musik hörst du denn gerne?“

Ich: „Naja, Rammstein, Lordi, King Diamond….“

Person X: „Waaaas? Du hörst Heavy Metal???“ Aber du bist doch angehender Religionslehrer!!! Da geht das doch nicht!! Ja, wie kann denn das sein??“

Ehrlich, Leute. Solche Gespräche nerven mich total. Wieso ist das so ein großes Ding für manche? Ja, ich liebe Heavy Metal Musik. Was zum Geier ist daran so schlimm, dass ich gleichzeitig Religionslehrer werden will? Nicht jeder Heavy Metal Fan ist gleichzeitig ein babyopfernder Satanist, wisst ihr?

Dabei ist das erst die zweite Etappe in solchen Gesprächen. Die erste sieht normalerweise so aus:

Person X: „Was machst du so?“

Ich: „Ich studiere Deutsch und Religion auf Lehramt.“

Person X: „Was?? Du willst LEHRER werden?? Na sowas und dann auch noch RELIGIONSLEHRER. Also ICH würde mir das bei den heutigen Kindern ja nicht mehr antun!“

Ich (denke): „Lieber X, dass du nicht zum Lehrer taugst, ist eh jedem klar, der dich auch nur fünf Sekunden anschaut, denn die ‘heutigen Kinder’ würden mit dir Schlitten fahren, bis du in eine geschlossene Anstalt eingewiesen werden musst, du Arsch!“

Wenn wir dann bei der 2. Etappe des Gesprächs angelangt sind, stelle ich mir nur noch vor, wie ich die betreffende Person aus der Kloschüssel trinken lasse und ihr dabei fünf- bis sechsmal den Klodeckel gegen den Hinterkopf donnere. Und wenn ich noch viele von diesen „Rechtfertigungsgesprächen“ führen muss, dann garantiere ich nicht dafür, dass ich meine Wunschvorstellungen nicht doch irgendwann einmal in die Tat umsetze, denn ich hasse nichts mehr, als mich dafür rechtfertigen zu müssen, dass ich mich zum Lehrer berufen fühle.

Inspiriert zu diesem Beitrag wurde ich von einem Artikel der HeldinImChaos, einem meiner absoluten Lieblingsblogs.

Lehramtsstudenten in Aktion

Mal ehrlich. Wenn ich als Lehramtsstudent manchmal in den Vorlesungen und Seminaren sitze, dabei miene lieben Studienkollegen beobachte, dann frage ich mich ernsthaft, ob es nicht besser wäre, sowas wie ein psychologisches Gutachten als Aufnahmekriterium an der Uni für zukünftige Lehrer einzuführen.

Letztes Semester hatte ich mal wieder so einen Patienten in einem meiner Seminare. Ein Magister, der (schätzungsweise) 35 bis 40 Jahre alt war, von seinem Erststudium (Orgelmusik, haben mir ein paar Kollegen erzählt) nicht wirklich leben konnte und nun eben den Lehrberuf ergreifen wollte (immer wieder schön, wenn das Lehrersein als zweite oder dritte Wahl betrachtet wird, obwohl das natürlich passieren kann, ich weiß). Jedenfalls war das einer der Typen, der bei jedem Menschen, mit dem er länger als fünf Minuten redet, immer die gleichen Emotionen auslöst: Entweder will man so schnell es geht die Flucht ergreifen, oder – wenn alle Fluchtwege versperrt sind – sich blindlings um sich schlagend den Weg freiboxen. Bei mir hatte der Typ Glück. Entweder hat er nicht mit mir geredet, oder mir – bei den wenigen Gelegenheiten, bei denen er mich angesprochen hat –  klugerweise nicht die Ausgangstür blockiert. Allerdings war ich nicht der einzige, der dem werten Kollegen am liebsten das Licht ausgeblasen hätte. Sein Lieblingsopfer war nämlich der Seminarleiter, den er ständig verbessert hat. Ist doch klar, dass man mit einem abgeschlossenen Orgelmusikstudium bei einem Seminar, dessen Hauptthemen Unterrichtsplanung und Pädagogik sind, große Reden schwingen kann, oder? Ach, ihr seht das anders? Ich komischerweise auch.

Die Krönung war aber das Referat dieses Herrn. Kurze Erklärung: Wir bekamen alle etwas längere Texte, die wir in fünf Minuten zusammenfassen sollten. Was macht unser Patient? Liesst 20 Minuten einfach den Originaltext vor und wundert sich hinterher, dass er keinen tosenden Applaus für seine „Eigenleistung“ bekommt. Das Ergebnis war dann, dass er mit dem Leiter in Streit geriet, was die Qualität „seines“ Referates anging und wutschnaubend das Seminar verließ, nachdem er – sich wohl von den anderen sowas wie Schützenhilfe erwartend – genau diese eher nicht bekommen hatte. Schließlich ist Sturheit und das Nichteinsehen eigener Fehler und Unzulänglichkeiten genau das, was einen guten Lehrer ausmacht, oder? Der Typ wird bestimmt ein Aushängeschild unserer Zunft.

Ganz besonders lustig sind diejenigen unter den Studenten, die so abgehoben daherkommen, dass das Adjektiv “weltfremd“ gar nicht anfängt den Zustand zu beschreiben, in welchem sie sich befinden. Diese glauben höchstwahrscheinlich, dass sie selbst auch nur bei einer unbefleckten Empfängnis gezeugt worden sein können (Stichwort: Heiliger als Jesus). Da fragt man sich mit der Zeit schon einmal ob die eventuell von einem anderen Planeten kommen, wenn man hört, dass Gott nur durch getaufte Menschen wirken kann (das wird Moses aber freuen) und Harry Potter prinzipiell des Teufels ist. Wie solche Leute jemals eine funktionierende Verbindung zu ihren Schülern aufbauen sollen, ist mir schleierhaft.

Versteht mich nicht falsch: 80 bis 90% aller Lehramtsstudierenden haben sich diesen Weg erst nach reiflicher Überlegung ausgesucht und werden in der Zukunft sicher zu sehr guten Lehrenden. Ich finde es aber dennoch alarmierend, dass 10 bis 20% aller Kandidaten schon beim ersten Hinsehen als für den Lehrberuf untauglich durchfallen.

Neue Artikel von mir auf Suite101.de: „Die Verrücktesten Internet Celebrities“, „Sticht oder Nicht – Ein Spiel für den perfekten Spieleabend“ und „Alan Wake – Ein Horrorautor lernt das Fürchten“

Internet Celebrities

Sticht oder Nicht

Alan Wake

EAV – Neue Helden braucht das Land

Einfach großartig!

Neue Artikel von mir auf Suite101.de: „Die besten und schnellsten Rezepte für Weihnachtspunsch“ und „Lehrziele und Lernziele – Eine sinnvolle Unterscheidung?“

Mal wieder zwei Artikel von mir:

Weihnachtspunsch

Lehrziele und Lernziele

Viel Spaß beim Lesen! (Ja ich weiß, dass ich diesen Blog hier derzeit ein wenig vernachlässige und nur für Arbeitsnachweise gebrauche. Das wird sich in absehbarer Zeit aber wieder bessern). Wenn ihr links auf Suite101.de klickt, kommt ihr übrigens zu meinem Profil und damit zu meinen Artikeln.

Neue Artikel von mir auf suite101.de: „Santa’s Slay – Der etwas andere Weihnachtsfilm“ und „Buchkritik: „Grand Guignol – The French Theatre of Horror“

Grand Guignol

Santa’s Slay

Viel Spaß beim Lesen!

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