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Lest mal diesen Artikel.

 

Eine – wie ich finde – sehr wichtige Geschichte, bei der es extrem schade ist, dass der Standard sie im Kulturteil versteckt und nicht weiter vorne gebracht hat.

War ja klar, dass unser dritter Nationalratspräsident den Präsidenten der Israelitische Kultusgemeinde einen „Ziehvater des Linksterrorismus“ nennen darf, ohne deshalb aus dem Parlament zu fliegen, oder? Nein? Ihr habt euch Konsequenzen erwartet? Ihr kennt euch nicht gut aus in Österreich, oder? Denn hier ist der Antisemitismus schon so tieft verankert, dass ein Fehlen desselben sehr viel eher auffallen würde.

Außerdem: Wen wunderts, dass so eine Aussage von einem Parteimitglied der FPÖ kommt? Mich jedenfalls nicht.

Es wird auf jeden Fall Zeit, dass die Leute sich endlich dazu aufrappeln, den Antisemiten die Stirn zu bieten. „The line must be drawn here!“ sagte schon Picard in Star Trek: First Contact.

Ich habe heute zwei Zitate aufgeschnappt, die mir extrem gut gefallen haben:

 

Grissemann über Dörfler und seinen Negerwitz: „Nicht dass sie jetzt auch noch Auftrittsverbot in Kärnten bekommen, weil sie die Volksseelen unserer Neger verletzt haben!“ Ein Schelm, wer dabei an die Aufregung hierüber denkt.

 

Dann ahbe ich noch folgendes Woody-Allen-Zitat auf Lizas Welt entdeckt:

Man kann aber auch einfach Woody Allen zitieren, der auf die Mitteilung eines Intellektuellen, einen Essay gegen den Antisemitismus geschrieben zu haben, antwortete: „So? Wie schön! Ich bevorzuge Baseballschläger.“ Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen…

Oh Gott, was ist denn das hier für ein Gruselkabinett:

Am besten gefällt mir dazu der Kommentar eines Youtube-Nutzers:

“ Die beste nationalbefreite Zone für euch erbärmliche Nazischweine ist der Knast.“

<>Ein offener Brief von Christoph Hörstel. Da hat wohl jemand ganz tief im Mülleimer gegraben, um diesen antisemitischen Dreck hervorholen zu können:

“ Und Deutschland, am Nasenring des Holocaust an Juden straff geführt, wird glatt vergessen, dass der Faschismus wieder marschiert – nur sind diesmal Muslime die Opfer.“

Aber klar doch. Der restliche Artikel ist übrigens ähnlich lustig. Ich frage mich schon, warum die Blogosphäre sich über den Politblog nicht ebenso aufregt, wie über (gerechtfertigterweise) PI.

Mehr dazu auch bei NBFS

<>“Es gibt keinen linken Antisemitismus!“ Diesen Satz hört man in verschiedenen Situationen immern und immer wieder. Nur wird er durch das ständige wiederholen nicht wahrer. Denn direkt nach diesem Satz lassen die linken Antisemiten oft die schlimmsten Vorurteile folgen. Da wird dann – zum Beispiel im Falle von Fritz Edlinger, dem Generalsekretär der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB) – von „sattsam bekannten zionistischen Publizisten“ reden, sowie auf die „absolut bornierte und kritikfeindliche Haltung der offiziellen Vertreter des Wiener Judentums“ schimpfen. In der sozialdemokratischen Monatszeitschrift „Zukunft“ greift er namentlich den Publizisten Thomas Schmidinger, Ruth Contreras (Vorsitzende von „Scholars for Peace in the Middle East Austria“) und eben den Journalisten Karl Pfeifer, an. Diesen gehe es laut Edlinger lediglich um eine Diffamierung des Islam. Dass er daüfr keinen Beleg liefern kann, versteht sich von selbst, sind doch alle Anschuldigungen aus der Luft gegriffen. Aber wehe, man kommt ihm mit dem Wort „Antisemitismus“, denn das ist für Edlinger lediglich ein Totschlagargument, mit dem man alle Kritik ersticken soll!

<>Bezeichnend ist auch, dass er als „Nicht-Muslim“ nicht über das Tun der Muslime urteilen will. Nur hat er diese Hemmungen nicht, wenn es um das Judentum geht. da wird von Israel prinzipiell als „Staat der Juden“ geredet, der teilweise laut Edlinger von einer faschistischen Ideologie (!) geprägt ist.

<>Herr Edlinger ist ein Paradebeispiel für einen antisemitischen „Linken“ und wie diese auf diesem Auge in ihren eigenen Reihen blind sind. Natürlich gibt es linke Antisemiten. Unter dem Deckmantel der „Kritik an Isreal“ werden da die widerlichsten antisemitischen Vorurteile verbreitet, um für die GÖAB Lobbyismus der besonders ekelerregenden Art zu betreiben. Dass dies verachtenswert und natürlich antisemitisch zum Quadrat ist, braucht man an dieser Stelle gar nicht extra zu betonen.

Ich möchte dem Herrn Edlinger an dieser Stelle raten, nicht nur über das Tun der Muslime zu schweigen, sondern auch in Bezug auf Vertreter anderer Religionen dies in Zukunft zu praktizieren.

Edlingers Artikel in „Zukunft“

Mehr dazu auch in Lizas Welt.

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