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Deutschland, Australien, Holland und die USA boykottieren die Anti-Rassismus-Konferenz der UNO. Und das ist gut so, denn so zeigen sie, dass sie zu den wenigen gehören, die noch nicht offenbar den Verstand verloren haben. Denn was bitte soll man von einer Anti-Rassismus-Konferenz halten, bei der ausgerechnet der iranische Präsident Ahmadinedschad einer der Redner sein wird? Der gießt natürlich noch gleich weiter Öl ins Feuer und bezeichnet das „zionistische Regime“ als „Fahnenträger des Rassismus“.

 

Ich wünsche den USA, Deutschland, Australien und den Niederlanden, dass sie ihr wieder gefundenes Rückgrat nicht gleich wieder verlieren und bei ihrer Entscheidung bleiben, dieser heuchlerischen Veranstaltung fernzubleiben!

Kaum setzt Israel sich gegen den Raketenbeschuss aus Palästina zur Wehr, schon wird die UNO, die nicht viel mehr als eine Appeasement Filiale der Hamas zu sein scheint, aktiv. Versteht mich nicht falsch: Kritik an ISrael muss schon erleubt sein und es ist völlig verkehrt, wenn man jede negative Äußerung über dieses Land sofort mit der Antisemitismuskeule totschlägt. Es stört mich aber massiv, dass so etwas wie die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen immer nur einseitig von Israel, nie aber von der Hamas verlangt werden. Es würde mich wirklich interessieren, was passieren würde, wenn man von anderen Staaten etwas ähnliches verlangen und eine Zweistaatenlösung anstreben würde. Die ETA in Spanien würde so einen Vorschlag bestimmt mit Freuden unterstützen, genauso wie es die IRA vor 30 Jahren in Nordirland getan hätte, gelle? Nur hätte man da wohl eher den Teufel getan und so einen Blödsinn dahergeredet. Warum ist auch klar, schließlich ist Israel ja so weit weg im Vergelich zu Großbritannien und Spanien. Von daher kann einem das Schicksal der Menschen dort egal sein, so lange man mit Forderungen an Israel wie eben jener nach einem Waffenstillstand politisches Kleingeld einsammeln kann (Achtung, Ironie!). Ein Waffenstillstand wäre für Israel gerade jetzt FATAL, da ein solches Vorgehen den Israelis von der Hamas mit Sicherheit als Schwäche ausgelegt werden würde. Die Folgen einer solchen Interpretation durch die Hamas will ich mir gar nicht erst ausmalen…

Rika hat in meinem vorigen Artikel einen Link zu ihrer Weihnachtsnachlese gepostet. Ich finde den Artikel so gut, dass ich meine, dass er sich eine gesonderte Erwähnung verdient hat. Außerdem habe ich Rikas Blog in meine Blogroll aufgenommen (und hoffe somit auf gegenseitiges Verlinken). ;)

Man lese einmal folgenden Beitrag auf Lizas Welt über die ewig gleich ablaufenden Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas: Same old song. Die dort von J.G. Thayer beschriebenen 23 Punkte, nach denen der „Friedensprozess“ anscheinend immer wieder abläuft, treffen den Nagel so präzise auf den Kopf, dass einem das Lesen schon beinahe Schmerzen bereitet. Thayers Vorschlag, diesen ewig gleichen Zyklus damit zu durchbrechen, in Zukunft erst von den Palästinensern eine Geste des guten Willens einzufordern, bevor man mit ernsthaften Verhandlungen beginnt, möchte ich noch um folgendes ergänzen: Israel soll bitte in Zukunft einen gepflegten Haufen auf die Meinungen dieser so genannten „Israelfreunde“ scheißen, deren Lösung des Nahostkonfliktes im Wesentlichen darin besteht, dass die Israeliten doch bitteschön brav die Hände in den Schoß legen sollen, während ihnen die Raketen der Hamas um die Ohren fliegen (Ja ich rede mit dir, Fritz Edlinger! Dem Brief werde ich mich mal in einem eigenen Beitrag widmen. Und ja ich bin mir bewusst, dass die verlinkte Website bestenfalls als Internetmüll gelten kann und distanziere mich von sämtlichen dort präsentierten Inhalten).

Besonders lustig fand ich den skandinavischen Arzt, der heute in den Nachrichten war und der die Israelis mal eben als Kindermörder bezeichnete (natürlich lag ne Kinderleiche vor ihm auf der Bahre), der es aber anscheinend nicht weiter erwähnenswert findet, dass die Hamas ihre Raketen teilweise direkt neben den Schulen stationiert, damit man im Falle eines Gegenschlages auch ja genügend tote Kinder schreiend in die Fernsehkameras halten kann? Wie dämlich muss man sein, um sich von einer terroristischen Verbrecherbande wie der Hamas zum Propagandawürstel machen zu lassen? Und vor allem: Wie verkommen muss man eigentlich sein, um Schuklinder als lebende Schutzschilder für seine Waffen zu verwenden?

Noch was an alle, die sagen, dass Israel in diesem Konflikt der Aggressor ist: Laut orf.at wurden seit 2001 10.300 Raketen von palästinensischer Seite in Richtung Israel abgefeuert. Das einzige „Glück“, dass die Israelis dabei hatten, ist die mangelnde Schussgenauigkeit ihrer Gegner. Wie passt dass in euer Bild von der friedlichen Hamas, ihr Möchtegern-Nahostexperten?

Ich hab mir zum Thema israelischer Gefangenenaustausch mal die Kommentare im Standard-Onlineforum angeschaut und präsentiere euch hier einmal die Rosinen (im guten wie im schlechten Sinne):

 

Wenn man die Verbrechen der Hisbollah schönen möchte, geht man manchmal schon ein wenig weit, gell Herr Schaefer? Dieser hat nämlich zu Kantars Mord an einer 4jährigen folgendes geschrieben (da fehlen einem doch echt die Worte):

 

„Ist nur die Aussage auf Seiten der Israleis um die Blamage zu übertünchen, dass sie nichtin der Lage waren ein Schlauchboot mit dem Radar aufzuspüren und ihre Atomwissenschaftler zu schützen.

Ein Kind kam bei der Aktion Kuntars nie ums Leben.

Ist eine Lüge zur Übertünchung der Blamage.

Mfg“

 

 

Miriam7 hat dazu ein wahres Wort gesprochen:

 

unappetitlicher als die Siegerposen der Hisbollah . . .
geht’s doch noch, wenn ich mir hier im Forum die Postings mancher Menschen anschaue.Da werden die Opfer Samir Kuntar’s noch verhöhnt, indem man die Tat ganz einfach abstreitet oder es wird die abstruse Behauptung in den Raum gestellt, die israelischen Soldaten wurden durch israelische Bomen getötet; da wird Olmert (dem man vieles vorwerfen kann, aber da ermitteln israelische Gerichte) mit Kuntar verglichen; da wird Sharon mit Kuntar verglichen und ihm eine Verurteilung wegen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, ohne zu erwähnen, daß die Massaker von christlichen libanesischen Milizen gemacht wurden.

Und das von Menschen, die in diesem Konflikt nicht Partei sind. Ja. es geht immer noch unappetitlicher!

 

tiuri beklagt sich, dass die Medien immer nur zu den Israelis halten:

was ich interessant finde…
… ist wie einseitig immer die berichterstattung ist, wenn es um israel geht. von den israelischen soldaten erfahren wir die namen, lernen wir eventuell die familie kennen, wird erzählt wir nette menschen sie waren, etc. von den palästinensischen mördern lernen wir genau ihre taten kennen, wie sie welche personen ermordet haben.doch wär so eine berichterstattung auch andersrum möglich. könnten wir die 200 toten araber(Innen?) auch noch mit dem namen kennenlernen. wie sie ermordet wurden? wer es getan hat? von diesen erfahren wir nur, dass sie arabische „kämpfer“ waren. waren sie das wirklich? wollten sie kämpfen? oder wurden sie von den umständen dazu gedrängt?

Mich würden die Umstände interessieren, die jemanden „zwingen“ mit einem Bombengürtel ins nächste EInkaufszentrum zu gehen, lieber tiuri.

 

hamstertier hat ihm aber gleich erklärt, was Sache ist:

„lesen sie den artikel, da steht es drin. die 200 toten araber starben bei angriffen auf israelis, sind also gefallene soldaten. die toten israeli wurden entführt und ermordet. die freigelassenen, (jetzt als helden gefeierten) sind mörder (einer hat ein kleines mädchen erschlagen, nachdem er sie erst hat zusehen lassen, wie er ihren vater, einen zivilisten, übrigens, erschossen hat). „

 

Sehr weitsichtig (Achtung, Ironie) ist auch Mr. Hydes Ansicht, wie die Leute, die Israel verteidigen, gestrickt sind: „

Wenn sich die Israelis politisch vernünftiger geben,
brauchen’s weniger an der Grenze herumsitzen, und schon gar nicht über die Grenze gehen.Und ich hätte nicht feststellen können, dass die Existenz von Schlächtern eine exklusive Eigenschaft islamischer Gruppierungen ist.

Der Rest Deines Posts ist nach dem Motto:

Israel ist unschuldig, wer Anderes behauptet ist
[ ] Weltverschwörer
[ ] Antisemit
[ ] Unwissend.
(bitte alle Drei ankreuzen).

Und wenn Du Dich in einem Forum bewegst, darfst Du Dich nicht über die dort üblichen Abkürzungen ärgern.
:–)
cu
Bitte, gern geschehen.

Ich wusste schon immer, dass Dr. Jekyll der gescheitere Typ von euch beiden ist (ok, der war schlecht. Verklagt mich).

 

 

Ein paar Worte von mir dazu: Es mag sein, dass man Israel nach diesem Austausch als moralischen SIeger sehen kann, weil sie es den Hinterbliebenen ermöglichen, ihre Söhne, Ehemänner, etc zu beerdigen. Ob der Preis dafür zu hoch ist, fragt ihr jetzt? Ich weiß es nicht.

Bitte lesen!

Ein sehr treffender Artikel über Norman Finkelstein, dem Liebling eines jeden gestandenen „Israelkritikers“:

Ein Arsch zu Gast bei Freunden.

Lizas Welt bietet eine Zusammenfassung der Geschehnisse und der wirklichen Aussage des Geheimdienstberichtes.

<>“Es gibt keinen linken Antisemitismus!“ Diesen Satz hört man in verschiedenen Situationen immern und immer wieder. Nur wird er durch das ständige wiederholen nicht wahrer. Denn direkt nach diesem Satz lassen die linken Antisemiten oft die schlimmsten Vorurteile folgen. Da wird dann – zum Beispiel im Falle von Fritz Edlinger, dem Generalsekretär der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB) – von „sattsam bekannten zionistischen Publizisten“ reden, sowie auf die „absolut bornierte und kritikfeindliche Haltung der offiziellen Vertreter des Wiener Judentums“ schimpfen. In der sozialdemokratischen Monatszeitschrift „Zukunft“ greift er namentlich den Publizisten Thomas Schmidinger, Ruth Contreras (Vorsitzende von „Scholars for Peace in the Middle East Austria“) und eben den Journalisten Karl Pfeifer, an. Diesen gehe es laut Edlinger lediglich um eine Diffamierung des Islam. Dass er daüfr keinen Beleg liefern kann, versteht sich von selbst, sind doch alle Anschuldigungen aus der Luft gegriffen. Aber wehe, man kommt ihm mit dem Wort „Antisemitismus“, denn das ist für Edlinger lediglich ein Totschlagargument, mit dem man alle Kritik ersticken soll!

<>Bezeichnend ist auch, dass er als „Nicht-Muslim“ nicht über das Tun der Muslime urteilen will. Nur hat er diese Hemmungen nicht, wenn es um das Judentum geht. da wird von Israel prinzipiell als „Staat der Juden“ geredet, der teilweise laut Edlinger von einer faschistischen Ideologie (!) geprägt ist.

<>Herr Edlinger ist ein Paradebeispiel für einen antisemitischen „Linken“ und wie diese auf diesem Auge in ihren eigenen Reihen blind sind. Natürlich gibt es linke Antisemiten. Unter dem Deckmantel der „Kritik an Isreal“ werden da die widerlichsten antisemitischen Vorurteile verbreitet, um für die GÖAB Lobbyismus der besonders ekelerregenden Art zu betreiben. Dass dies verachtenswert und natürlich antisemitisch zum Quadrat ist, braucht man an dieser Stelle gar nicht extra zu betonen.

Ich möchte dem Herrn Edlinger an dieser Stelle raten, nicht nur über das Tun der Muslime zu schweigen, sondern auch in Bezug auf Vertreter anderer Religionen dies in Zukunft zu praktizieren.

Edlingers Artikel in „Zukunft“

Mehr dazu auch in Lizas Welt.

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