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Viel Spaß beim Lesen!

 

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Romantruhe Audio

Dauer: ca. 46 Minuten

Sprecher:

Andreas von der Meden (Henning)

Heidi Schaffrath (Johanna)

Klaus Nägelen (Portier Klippstein)

Robert Rausch (Mann)

Buch: Romantruhe & Thomas Tippner

Regie: Romantruhe

Inhalt: In der Nähe von Lüneburg hat ein junges Pärchen eine Autopanne. Da ein heftiges Unwetter losbricht, entschließt Henning, der männliche Teil des Paares, dazu in einem unheimlich aussehenden Hotel nach einem Zimmer zu fragen. Er wird aber vom unfreundlich-mürrischen Portier zunächst abgewimmelt (Wir frühstücken mal wieder alle Klischees auf einmal ab, wie?). Johanna hört irgendwen um Hilfe schreien, was Henning gar nicht interessiert (schon mal was von unterlassener Hilfeleistung gehört, mein Freund?)  und schließlich schafft Henning es doch noch, im Hotel ein Zimmer zu ergattern. Zu ihrem (und damit auch unserem) Leidwesen stellen Henning und Johanna sehr schnell fest, dass das Hotel ein schreckliches (oder schrecklich langweiliges) in sich trägt….

 

Kommentar (Spoilerwarnung!): Ach du lieber Himmel, Verschollen im Spukhaus hat im Match um den Titel „Schlechteste Geistergeschichte seit Erfindung des Hörspieles“ echte Konkurrenz bekommen. Wie sagte es Poes Rabe so schön in seinem Kommentar zu Das Sternentor: „Der Ringrichter, der entscheidet, ob dieses oder “Verschollen im Spukhaus” das teppertste Hörspiel aller Zeit ist, ist noch nicht geboren.“ Aus diesem Duell ist soeben ein fulminanter Dreikampf geworden. Die Story selbst ist selbst für eine Gruselgeschichte an den Haaren herbeigezogen (und ich bin immerhin ein Fan von Francis Gruselserie aus den 80ern, d.h. ich bin sogar bereit, kometengroße Logiklöcher hinzunehmen, solange das Hörspiel unterhaltsam und lustig genug ist). Ohj, aprops H.G. Francis: Wenn man sich schon rückgratlos an das Schloss des Grauens anbiedert und die Handlung teilweise abschreibt, dann sollte man das auch ordentlich machen. Vergleichen wir die zwei doch einfach einmal Punkt für Punkt:

1. Ein Pärchen hat eine Autopanne? Check! 

2. Der Portier ist ein Arsch? Check!

3. Die Frau hat die erste Geistererscheinung? Check!

4. Ihr Mann glaubt ihr nicht und ist offenbar nicht imstande länger als 2 Minuten ein ernsthaftes Gespräch zu führen? Check!

5. Der Sprecher des Mannes heißt Andreas von der Meden? Check!

6. Der Portier ändert ohne ersichtlichen Grund seine Meinung und lässt die beiden doch rein? Check!

7. Ein Teil des Paares gerät in eine Falle? Check! (Im Original steigt der Mann auf eine Falltür, in der schlechten Kopie wird sie vom Portier eingesperrt).

8. Der Portier wird von den Helden als hässlicher und komischer Vogel beschrieben? Check!

 

So und jetzt fragt ihr euch sicher folgendes: Wieso ist denn „Spuk im Klippenhaus“ so mies, während „Das Schloss des Grauens“ so kultig ist? Nun dies liegt an einem weiteren Punkt, in dem die beiden Hörspiele sich gewaltig unterscheiden: Im „Schloss des Grauens“ versuchen die Chrarktere, die Hintergründe zu klären, die Ursache für die Erscheinungen zu finden und das Problem zu lösen. Sie wählen mit traumwandlerischer Sicherheit stets die dümmstmögliche aller Möglichkeiten, aber sie TUN wenigstens etwas, zum Teufel! Henning und Johanna stolpern dagegen so unbedarft dämlich durch die Geschichte, dass man ihnen eigentlich alle paar Minuten einen Tritt in ihr verlängertes Rückgrat verpassen will. Die Hinweise fallen ihnen per Zufall in den Schoß (im Original kam man wenigstens auf die Idee, die Schlosschroniken zu bemühen) und eigentlich tun die beiden genau gar nichts, um heil aus der Sache raus zu kommen. Aber glaubt bloß nicht, dass die Geister auch nur eine Spur klüger wären. Ok, das Geistermädchen hat nicht viel zu reden, aber ihr Papa (Ja, hier handelt es sich um eine Familie mit Frau und Kind, die nicht zur Ruhe kommt. Auch der Portier ist übrigens ein Geist) ist schon eine Leuchte vor dem Herrn. Im Inlay steht, dass er deshalb nicht zur Ruhe kommt, weil man ihm immer noch den Meuchelmord an Frau und Tochter zur Last legt. Das ist ja verständlich, aber dann soll er verdammt noch mal was dafür TUN!!! Um nochmal „Das Schloss des Grauens“ zu bemühen“: Dort gibt der Schlossgeist den Charakteren einen Hinweis, indem er ihnen immer wieder bei den Erscheinungen die gleiche Frage stellt: „Wo ist meine Linda?“ Womit ihnen dann klar war, dass es vielleicht recht nützlich sein könnte, herauszufinden, wer denn überhaupt diese Linda sein soll und wo man die Alte evtl. finden könnte. Hier bietet unser Geist den Helden eine nachgespielte Version des Polizeiverhörs, das sich mit „Du warst es!“ – „Nein“ – „Doch“ – „Nein“ zusammenfassen lässt und anschließend gibts nen Dialog mit dem Portier, der ihn offenbar beschuldigt hat, seine Frau in einem See ertränkt zu haben (Warum wieso weshalb? Keine Ahnung, vielleicht wollte er die Zeche prellen?)  und der sich jetzt dafür entschuldigen will (Warum wieso…ach, denkt euch den Rest!) Der Gipfel ist aber, dass unser Henning bis zum Ende nicht kapiert, dass es sich um Gespenster handelt und er versucht mit ihnen zu reden. Das wäre ja schon blöd genug (er sieht die Geister ja so weit ich mich erinnern kann, nicht einmal, er hört nur ihre Stimmen) , aber nein, die Gespenster antworten ihm auch noch mit philosophischem Geschwurbel, womit unser Held sofort überfordert ist. Irgendwann sind die Erscheinungen dann vorbei (Was weiß ich, wieso) und alles hat ein Ende.

Die Anspielungen auf „Schloss des Grauens“ sind auch sehr gekonnt reingeknüppelt…äh….eingebaut worden. Antwort von Henning auf die Ansage des Portiers dass er sich ein Zimmer aufzeichnen kann: „Wo waren sie denn als letztes Portier? Im Schloss des Grauens, mit Miesmuscheln und Dummköpfen?“ Dass der Portier hier nach dem Sprecher des Portiers im „Schloss des Grauens“ benannt wurde, ist da fast schon dezent…

Das führt mich gleich zu den SprecherInnen. Heidi Schaffrath werden vor allem Fans von Star Trek kennen, da sie in der deutschen Fassung Deanna Troi ihre Stimme lieh. Bei Andreas von der Meden habe ich persönlich das Problem, sofort David Hasselhoff vor meinem geistigen Auge zu sehen. Leider passt dies auch zu der Rolle hier, was das Hörspiel beinahe noch schlimmer macht. Ich finde es aber faszinierend, dass er sich noch immer ganz genau so anhört, wie zu „Schloss des Grauens“-Zeiten Anfang der 80er (manch anderer Stimme merkt man das Alter ja durchaus an). Schaffrath und von der Meden machen ihre Sache durchaus gut, nur leiden sie stark unter den grenzdebilen Rollen, die sie verkörpern müssen. Klaus Nägelen macht den Eindruck, dass er ja so gerne wie sein Pate für diese Rolle, Ernst von Klippstein, wirken würde. Er hat dabei nur ein Problem: Während man Klippstein den Spaß an seiner Rolle jederzeit anmerkt, vermittelt Nägelen den Eindruck, dass er nicht einmal einen Stapel Bretter spielen könnte, weil er dafür noch zu hölzern wäre. Robert Rausch kann ich nicht beurteilen, weil er sehr wenig zu sagen hat und seine Stimme wohl auch mit technischen Hilfsmitteln stark entfremdet wurde.

Noch ein Wort zum Skript von Thomas Tipnner und Romantruhe: Herr Tippner möge sich doch bitte in die Romantruhe einschließen und sich nach Afrika verschiffen lassen. Vielleicht lernt er unterwegs was ein ordentlicher Spannungsaufbau ist und wie man Dialoge schreibt, bei denen man sich nicht sofortige Taubheit wünscht. Alle gesprochenen Sätze ließen mich im Verlauf des Hörspieles verträumt an den Bohrer im Keller denken. Vielleicht kann man den Herren dann auch noch erklären, dass den Charakteren ein Motiv für ihre Handlungen ganz gut zu Gesicht stehen würde. Verflucht, wenn es wenigstens sowas blödes wie „Der Portier war in die Frau verknallt, sie wollte ihn nicht, deshalb hat er sie und das Kind umgebracht und es dann gleich seinem Nebenbuhler angehängt“ gewesen wäre. Aber nein, Papa schreit am See seine Tochter an, es kommt zu einem Badeunfall, Family ersäuft und der Portier, der die ganze Zeit im Hotel war, hat nichts besseres zu tun, als „Er wars!“ zu schreien. Und nachdem der sich dann bei dem fälschlich verdächtigten Mann entschuldigt hat, hat der nichts besseres zu tun, als sich folgendes zu denken: „Na, jetzt halten mich eh schon alle für einen Mörder…da kann ich den Portier auch gleich abstechen!“ Und setzt das auch noch in die Tat um. Ich weiß ja nicht, wies euch geht, aber ich hätte den Kerl an den Haaren zur Polizei geschleift, damit er dort erstmal seine Falschaussage revidieren kann, BEVOR ich ihn abmurkse!

Einziges Positiva: Die Geräuschkulisse wurde passabel umgesetzt.

 

Fazit: Wenn ich schon bei einem Hörspiel von Franciskowsky so dermaßen dreist abschreibe und meine Version dann so scheiße ist, dass sie den Vergleich mit dem Original keine Sekunde lang aushält, dann würde ich mir einen anderen Broterwerb suchen. Bei der Post suchen sie ja immer wieder Leute….

 

0 von 5 Punkten

 

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Ich habe mir, nachdem ich (gemeinsam mit Poes Rabe) den neuen Harry Potter Film gesehen habe, gedacht, dass ein direkter Vergleich zwischen Buch und Film gerade bei Teil 6 hochinteressant wäre. Und zwar deshalb, weil der Film von allen bisher erschienen Teilen die Vorlage mitunter am stärksten verändert hat. Ob dies meiner Meinung nach gut oder schlecht war, könnt ihr hier lesen:

 

Zunächst fällt einem auf, dass die ersten sechzig Seiten des Buches im Film mit keinem Wort erwähnt werden. Ja, die Dursleys fehlen mal wieder komplett, was wirklich schade ist. Denn diesmal wurden sie im Buch nicht nur für ein paar Lacher gebraucht, die Szene ist eine ziemlich gute Charakterisierung aller anwesenden Figuren, also auch von Dumbledore und Harry Potter. Dumbledore fasst in dem Gespräch im Prinzip zusammen, dass er sogar dankbar dafür ist, dass die Dursleys Harry eben NICHT wie von ihm ihm erhofft wie ihren eigenen Sohn behadnelt haben, weil dieser dann eventuell den gleichen Schaden wie Dudley davongetragen hätte. Die Szene mit den Dursleys ist zwar für den Fortgang der Handlung nicht so wichtig, sehenswert wäre sie aber allemal gewesen.

Etwas problematischer wird es bei der nächsten weggelassenen Sache. Wobei weggelassen das falsche Wort ist. Man siht die Entführung schon ganz kurz, aber dass es sich dabei um Ollivander, den Zauberstabmacher, handelt, muss man sich eben zusammenreimen (und ja, man erfährt in Teil 7, wieso er entführt worden ist).

Wieso Bill Weasley und Fleur Delacour fehlen, würde mich auch interessieren. Wird jedenfalls interessant zu sehen, wie sie erklären wollen, dass die zwei in Teil 7 heiraten. Umd nein, die Hochzeit kann man nicht weglassen, weil wir dort erstens eine Figur kennenlernen, die später noch relevant wird (Lunas Vater) und weil zweitens die Todesser mitten im Bankett angreifen.

Der Einzelunterricht bei Dumbledore wurde ebenfalls viel zu stark gekürzt. Im Film sieht man genau zwei Erinnerungen (drei, wenn man die gefälschte und die echte Erinnerung von Slughorn gesondert zählt): Zunächst die, in der Dumbledore dem 11jährigen Tom Riddle zum ersten Mal begegnet. Nummer zwei ist Slughorns Erinnerung, in welcher der schon etwas ältere Tom Riddle Professor Slughorn fragt, was genau denn ein Horkrux wäre. An diesen speziellen Szenen gibt es nichts auszusetzen, die sind sehr gut umgesetzt worden. Es fehlen aber drei zentrale Erinnerungen, von denen zwei zumindest indirekt mit den Horkruxen zu tun haben.  Die erste betrifft Voldemorts Onkel Morfin. Riddle war bei seinen Nachforschungen (in einem Waisenhaus aufgewachsen, wollte er natürlich wissen, wer seine Eltern waren). Als einer der wenigen Anhaltspunkte diente ihm der Mädchenname seiner Mutter (sein Vater war ja ein nichtmagischer Muggel), Vorlost, nach dem er in den Chroniken von Hogwarts suchte. Er fand darin seinen Onkel, der him erzählte, dass seine Mutter mit einem Muggel durchgebrannt sei, der sie schwanger im Stich gelassen hätte (die Mutter selbst ist bei der Geburt gestorben). Außerdem hätte sie ein kostbares Amulett, das einst einem der Gründer von Hogwarts (Slytherin) gehörte. MIt der Aufforderung, ihm zu sagen, wo es sich befinden würde, stürzte der leicht verwirrte Morfin sich auf Riddle und plötzlich wird die Erinnerung dunkel. Dumbledore erzählt Harry dann, dass Morfin etwas später des Mordes an Tom Riddle sen. und dessen Eltern übeführt wurde, den er sehr bereitwillig und stolz gestanden hatte. Das einzige, was Morfin bereuen würde, wäre, dass er sich nicht mehr daran erinnern könne, wo zum Teufel denn der Ring seines Vaters wäre. Dumbledore vermutet aber stark, dass es nicht Morfin, sondern Voldemort selbst gewesen sei, der mit der Auslöschung des Muggelteiles seiner Familie gleichzeitig Rache an seinem Vater üben wollte, weil der ihn verlassen hatte. Beim Ring könnte es sich um einen weiteren Horkrux handeln. Morfin starb nach einigen Jahren in Askaban.  

Die zweite fehlende Erinnerung betrifft bereits Voldemorts Zeit nach Hogwarts. Er arbeitete einige Zeit für den Zaubererladen Borgin & Burkes und wurde eines Tages zu einer alten Hexe geschickt um dort etwas abzuholen. Da die alte Schachtel aber äußerst redselig war, zeigte sie ihm noch einige Stücke aus ihrer Privatsammlung (in die sie den jungen Riddle wohl auch am liebsten selbst gleich integriert hätte). Dazu gehört ein Becher, der Helga Hufflepuff offenbar selbst gehört hatte und dann noch ein Prunkstück, welches sie selbst bei Borgin & Burkes vor etlichen Jahren erworben hatte. Der Ladenbesitzer hatte es, laut seinen Erzählungen, einer verlumpten Hexe, die es wohl gestohlen hatte und nicht wusste, was es wirklich war. Es handelt sich dabei – diejenigen von euch, die das Buch nicht gelesen haben, haben es sicher schon erraten – um Slytherins Amulett. Zwei Tage später ist die Alte tot und ihre Hauselfe behauptet steif und fest, dass sie wohl aus Versehen Gift statt Zucker in den Kaffee getan hätte. (Wers wirklich war, könnt ihr euch wohl vorstellen). Und komischerweise fehlten laut den Erben genau die Gegenstände der Sammlung, welche die alte Frau Tom Riddle gezeigt hatte.

Die dritte Erinnerung betrifft die Horkruxe nicht direkt (indirekt schon, aber DEN Spoiler erspare ich euch dann doch, falls ihr nur die Filme gesehen habt). Hier nennt sich Riddle bereits Voldemort und er hat auch schon seinen Groupieverein, die Todesser gegründet. Dennoch war noch nicht auf offenen Krieg aus, im Gegenteil, er wollte sich bei Dumbledore bewerben, nachdem er gehört hatte, dass der Posten des „Verteidigung gegen die dunklen Künste“-Lehrers vakant sei. Das Gespräch ist duchaus nicht uninteressant, außerdem erklärt Dumbledore danach Harry, dass es wohl weniger die Anstellung war, die Voldemort interessiert haben dürfte, sondern vielmehr die Tatsache, dass es in Hogwarts selbst für die LehrerInnen noch eine Unmenge an altem Wissen zu entdecken geben könnte. Den Posten hat Voldemort natürlich nicht erhalten. Und von diesem Tag an hielt sich kein Lehrer, der dieses Fach unterrichtete, länger als ein Schuljahr.

Ganz ehrlich, mich stört es sehr, dass diese Szenen fehlen. Noch viel mehr stört mich aber der veränderte Showdown. Im Buch ist es so, dass Draco die Todesser heimlich ins Schloss holt. Bis zu der Szene, in welcher der erste Auror eliminiert wird, stimmen Buch und Film überein. NUr finde ich es lustig, dass im FIlm sämtliche anderen Auroren sich offenbar im Wachkoma befinden und rein gar nichts von dem merken, was um sie herum passiert. Im Buch ist es jedenfalls so, dass es umgehend zu einem heftigen Kampf zwischen den anderen Auroren (zu denen übrigens auch Tonks gehört – wäre auch ne Idee gewesen, ihr ein wenig Screentime zu geben) und den Todessern, in dessen Verlauf sich natürlich auch sämtliche Lehrer- und SchülerInnen einmischen und in der Schule kein Staubkorn auf dem anderen bleibt. So ist es auch so, dass die anderen Todesser anfangs gar nicht Dumbledores Büro sind, nachdem Snape und Draco Malfoy sich irgendwie durch die Gänge zu ihm geschummelt hatten. Beim Mord selbst gibt es dann zwar wieder Augenzeugen, aber die Szene ist dennoch anders. So versteckt Harry sich unter seinen tarnumhang und bemerkt erst viel zu spät, dass Dumbledore ihn zusätzlich mit einem Lähmungszauber belegt hat, damit er nicht eingreifen kann. In einem Interview hat jemand, David Yates glaube ich war es, gesagt, dass man den Showdown deshalb weggelassen hat, weil er dem Endkampf in Buch Nr. 7 zu stark ähneln würde. Das ist absoluter Schwachsinn. Die Kämpfe in beiden Büchern finden zwar am selben Ort statt (Hogwarts), sie lesen sich aber völlig unterschiedlich. Am Geld kann es aber auch nicht gelegen habe, denn schließlich hat man mit dem Angriff der Todesser auf den Fuchsbau extra eine große Actionszene reingeschrieben, die nicht im Buch steht. Einfach eine ganz blöde Idee finde ich.

Dann gibts noch ein paar Kleinigkeiten, die mich ein wenig stören. Dass Tonks & Lupin zusammen sind, muss man sich zusammenreimen. Außerdem war sie es auch, die Harry aus seiner misslichen Lage im Zug befreit hat. Dann gibts da noch eine göttliche Szene mit Snape, für dich einen Mord begangen hätte, wenn sie dadurch in den Film gekommen wäre. Snape, der jetzt Verteidigung unterrichtet, will der Klasse beibringen, wie man nonverbale Zauber ausführt und erwischt Harry beim Schummeln. Im Original liest sich der anschließende Dialog so:

Snape: Do you remember me telling you we are practising non-verbal spells, Potter?
Harry: Yes.
Snape: Yes
sir
Harry: There’s no need to call me sir, Professor

Ich hätte doch zu gerne gesehen, wie Alan Rickman als Snape nach dem Satz reagiert hätte. :D

Der Unterricht fällt im Film ebenfalls größtenteils flach, so spielt das Buch des Halbblutprinzen eine etwas wichtigere Rolle. Im Film wird das titelgebende Mysterium ja in einem Halbsatz geklärt – auch ne Sache, die mir weniger gut gefallen hat.

 

Fazit: Leider hat sich KEINE der Änderungen wirklich positiv auf den Film ausgewirkt. Im optimalsten Fall verlor man tolle Schauwerte (Endkampf). Im schlimmsten Fall hat man sich einige unnötige & immens große Continuitiyprobleme eingehandelt (fehlende Erinnerungen). Dafür hätte man ja andere Szenen weglassen können (warum fällt mir jetzt der Angrif auf den Fuchsbau ein?) Der Film ist nicht übel, aber er ist der schlechteste der Serie bis jetzt.

Lasko  ist ein Mönch des christlichen Orden „Pugnus Dei“ (Faust Gottes). Seine Herkunft ist ein Geheimnis, aufgezogen und zum Ringträger ausgebildet (Mein Schatz! Oh pardon, falscher Film…) wurde er von seinem Meister Magnus (Karl Merkatz – ja genau der!). Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Lasko gegen das Böse, unter anderem in Gestalt der Verbrecherloge Ares (Ob es Absicht war, dass die größten Feinde unserer christlichen Helden den Namen des griechischen Kriegsgottes tragen?) Wird es Lasko gelingen, die Bösewichte zu besiegen? (Ratet mal…)

Was kommt raus, wenn man „Alarm für Cobra 11″ mit einem Haufen alter Shaolin Kung Fu Filme mischt und das Ganze mit einer Prise „Shoot Em Up!“ würzt? Richtig, das Ergebnis heißt „Lasko – Die Faust Gottes“. Tja, was soll ich sagen? Als ernsthafte TV-Unterhaltung ist Lasko absolut unbrauchbar, aber mir als Trashfan lacht bei jeder Folge das Herz. Die Handlung in ausnahmslos jeder Folge widerspricht sich fast schon im Minutentakt, die Charaktere könnten genauso gut aus einem Baukasten für Drehbuchlegastheniker stammen und die „coolen“ Sprüche tun einem manchmal schon körperlich weh. Unterhaltsam ist die ganze Chose als Trashfernsehen aber allemal. Die Handlung ist eh nur dazu da, die verschiedenen Actionsequenzen einigermaßen logisch (naja) miteinander zu verbinden und es geht eigentlich die ganze Zeit irgendwo was in die Luft, bzw. es ist beinahe immer irgendein Martial Arts Kampf im Gange und man kommt eigentlich gar nicht wirklich zum Überlegen, weil man ständig damit beschäftigt ist, die grandios choreographierte Action zu bewundern. Denn die ist wirklich extrem gut gelungen, alle Achtung! Hier ist es sicher von Vorteil, dass man mit Mathis Landwehr einen Schauspieler für die Rolle des Kriegermönches Lasko engagiert hat, der bereits seit seiner Kindheit Kampfsport betreibt und so in den Actionszenen nicht wie die zum Kind gekommene Jungfrau wirkt. Dass ich vorhin von einer Prise Shoot Em Up geredet habe, erklärt sich übrigens daraus, dass – ganz so wie bei dem Film mit Clive Owen – jeder Stunt, der nicht mindestens 2 bis 3 Gesetzen der Physik widerspricht, schon ungut auffallen würde. ;-) In diesem Actionreel kann man ein paar sehr schöne Beispiele dafür sehen (mein Liebling ist ja die Szene, in der Lasko aus dem Stand von ner Brücke 10 Meter nach vorne direkt in die geöffnete Tür eines fliegenden Helikopters springt).

Die Schauspieler machen ihre Sache recht gut, nur Karl Merkatz tut mir leid, denn er muss als Magnus pausenlos Allgemeinweisheiten von sich geben, für die sich selbst Meister Miyagi fremdschämen würde. Dabei würde es mich ohnehin interessieren, wie die Karl Merkatz dazu gebracht haben, hier mit zu spielen. Entweder leidet der Mann schon an Senilität und weiß nicht mehr, was er da gerade tut, oder sie haben ihn so mit Geld zugeschüttet, dass er in seiner Wohnung jetzt einen Schnorchel zum Atmen braucht, weil er sonst an den Geldscheinen ersticken würde (Ich hoffe für ihn, dass es sich um letzteres handelt).

 

Fazit: Ich fühle mich bei Lasko ganz gut unterhalten und kann die Serie jedem Trash- und Actionfan nur ans Herz legen!

Auf badmovies.de gibts ein neues Review von mir: Wonderland

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Dauer: ca. 63 Minuten

VÖ: 13.5.2008

 

Inhalt: Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, hören wir eine männliche Stimme, die uns verkündet, dass das nachfolgende Tondokument der Redaktion unaufgefordert zugestellt wurde. Man habe keine Ahnung, woher es komme, glaube aber, dass es sich eventuell um ein Tondokument aus den Archiven der Polizei handeln könnte. Außerdem sei man sich nicht sicher, ob darauf überhaupt eine Straftat zu hören ist (könnte ja trotz allem ein Fake sein). Während die Rechtsabteilung weiterhin fieberhaft nach der Herkunft der Aufnahme fahndet, habe man sich jedenfalls dazu entschlossen, sie zu bearbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach einem Countdown startet die Aufnahme….

Man hört als erstes die Stimme eines Mannes, der sich  den ZuhörerInnen als Walter Behrent vorstellt. Offenbar ist er aus irgendeinem Grund nervös, er beginnt seine Vorstellung mehrmals von neuem. Er erzählt dabei von seiner längst bankrotten Firma, die er schließen musste & dem Unfall, der ihn erblinden ließ. So erfahren wir erst im dritten Anlauf, wieso er diese Aufnahme überhaupt macht: Vor ein paar Jahren wurde seine Tochter entführt und die Lösegeldübergabe ging damals irgendwie schief. Jedenfalls ist sein damals achtjähriges Kind seither verschwunden und es gab für ihn keine Hoffnung, sie jemals wieder zu sehen. Bis vor einer Woche ein Vertreter für Putzmittel bei ihm an der Tür läutete. Walter glaubt, in dessen Stimme die des Entführers erkannt zu haben, der ihm damals via Telefon die Lösegeldforderung überbrachte. Da die Polizei ihm keinen Glaube schenkt, verspricht Walter dem Vertreter einen Vertragsabschluss, um ihn so ein zweites Mal in sein Haus zu locken. Walter hat in jedem Zimmer seines Hauses Mikrofone angebracht, um dass seiner Meinung nach sicher kommende Geständnis aufzuzeichnen. Außerdem hat er sämtliche Räume komplett abgedunkelt, um dafür zu sorgen, dass der Verdächtige – so wie er ja auch – die Hand nicht vor Augen sieht. Nachdem er ihn (auch mithilfe des Überraschungseffektes) überwältigen konnte, schleppt Walter den Mann in den Keller, wo er sich mit ihm einsperren will, um das Geständnis notfalls gewaltsam aus ihm herauszuholen. Womit er aber nicht gerechnet hat, ist die vehemente Gegenwehr seines Gegenübers. Und so entwickelt sich zwischen dem in der Falle sitzenden Vertreter und Walter ein Psychospiel, das sich gewaschen hat….

 

Kommentar: Lübbe Audio versucht sich mit der „Mitschnitt“-Reihe an einer neuen Art von Hörspiel. Ich muss gestehen, dass ich quasi sofort einen Faible für das Gimmick der angeblich echten „Tondokumente aus den Archiven der Polizei“ entwickelt habe. Das liegt vor allem an der wirklich guten Präsentation. Allein schon der Kerl am Anfang schafft es, die ZuhörerInnen innerhalb von einer halben Minute in die richtige Stimmung zu versetzen. Auch bei der Aufnahme selbst hat man darauf geachtet, sie nicht zu perfekt klingen zu lassen, um den Eindruck der Authentizität zu fördern. So hört sich alles leicht verrauscht und irgendwie blechern an. Eine Sprecherliste gibt es wohl aus ähnlichen Gründen nicht (soll ja schließlich alles „echt“ wirken) , wobei ich die beiden Unbekannte sehr loben muss, denn bis auf ein paar etwas hölzern klingende Stellen bringen sie ihre Rollen sehr intensiv rüber. Vor allem der Sprecher von Walter schafft es, seine Figur als jemanden darzustellen, der so etwas normalerweise nicht tun würde, der aber quasi von inneren Zwängen (seine Tochter) dazu getrieben wird.

Aufgrund der Art der Präsentation gibt es natürlich keinen Erzähler, keine Musik und auch sonst keine spektakulären Soundeffekte. Es gibt nicht einmal einen Abspann, im Gegenteil, man wird genau auf dem Höhepunkt regelrecht aus der Geschichte rausgekegelt (weil halt genau in dem Moment die Aufnahme zu Ende ist). Und das tut dem Hörspiel nur gut.

Ein kleiner Minuspunkt (verbunden mit einer Spoilerwarnung, also nicht weiterlesen und gleich zur Punktevergabe schauen, wenn ihr euch die Spannung nicht verderben wollt): Wenn am Ende (höchstwahrscheinlich) alle tot sind, woher haben die dann das Band? Ok, es kann natürlich sein, dass es ihnen jemand anders zugestellt hat und das eigentliche Aufnahmegerät nicht in unmittelbarer Nähe der beiden Protagonisten war (sonst wäre es sicher unbrauchbar gewesen). Dann hätte es halt „wirklich“ die Polizei gefunden und es jemand aus dem Archiv geklaut. BTW, ich hoffe, dass man evtl im Lauf der Zeit ein paar Hinweise bekommt, WER denn hier eigentlich die ganzen Aufnahmen verschickt….

 

Fazit: Eine schöne und innovative Idee für eine neue Hösrpielreihe! (In den nächsten Tagen kommen auch noch Teil 1 und Teil 3 dran, aber „Rache“ ist momentan mein „Mitschnitt“-Liebling).

4,5 von 5 Punkten.

 

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