Die Wahlen in Wien sind vorbei.
Dazu gibts einen neuen Artikel von mir auf Suite101.de
Der Kampf eines Studenten gegen die Tücken des Alltags
Die Wahlen in Wien sind vorbei.
Dazu gibts einen neuen Artikel von mir auf Suite101.de
…steht diesmal auf Suite101.de
Viel Spaß beim Lesen!
Engelbert Dollfuß wird ab jetzt im österreichischen Kanzleramt nicht mehr gefeiert werden, was Teilen der ÖVP gewaltig gegen den Strich geht. So schreibt der schwarze Sozifresser Loub etwa “seinem Linksruck wenig staatsmännische Größe und viel parteipolitischen Egoismus hervorgekehrt.” Außerdem wirft er ihm einen Kniefall vor dem Standard vor.
Eigentlich könnte uns dieses Gerede ja egal sein. ES zeigt aber mal wieder, wie man in Österreich mit Vergangneheit umgeht und wie wenig davon wirklich aufgearbeitet ist. Dollfuß war ein Faschist, der Österreich nach Mussolinis Vorbild aufbauen wollte. Der Mann hat hier eine Diktatur eingeführt, sämtliche Parteien verboten und einen Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen. Und nur weil er zufällig auch die Nazis (von denen er sich gar nicht so stark unterschieden hat) nicht mochte und von ihnen ins Jenseits befördert wurde, ist jetzt all das vergessen und er nur noch ein Held und quasi das erste österreichische Opfer des Nationalsozialismus (da kommt auch gleich noch der allseits beliebte Mythos ins SPiel, dass bei uns alle nur arme Opfer waren. Versteht mich nicht falsch, viele waren damals wirklich Opfer und die damalige Volksabstimmung wäre wahrscheinlich nicht so eindeutig ausgefallen, wenn uns Hitler nicht massiv mit der deutschen Kriegsmaschinerie gedroht hätte, aber dass die Nazis von weiten Teilen der Bevölkerung mit offenen Armen empfangen wurden, kann man nicht ernsthaft abstreiten [auch wenn viele der Leute damals vielleicht wirklich vieles nicht gewusst haben])? Dass ich nicht lache.
Eigentlich könnte man Werner Faymann zu diesem Schritt beinahe gratulieren. Bei der Absage dieser Gedenkmesse handelt es sich doch zumindest um einen symbolischen Schritt, der meiner Meinung nach in die richtige Richtung geht. Das einzige Problem, das ich damit habe, ist aber die Tasache, dass hier mal wieder Vergangenheitsbewältigung zu Profilierungs- und Wahlkampfzwecken verwendet wird, schließlich lassen sich mit so einer Aktion immer noch genug alte Sozis mobilisieren, welche die – genauso wie die ÖVP-Fans ihrer Generation sie - Sozifresser der ÖVP am liebsten auf den sprichwörtlichen Mond schießen möchten. So gesehen passt Loubs Überschrift “Ein tiefer Graben” dann doch ziemlich gut, denn schwarze oder rote Wähler welche die damaligen Ereignisse noch miterlebt haben, stehen sich wesentlich unversöhnlicher gegenüber als die heutige Generation.
Via: Zur Politik
Liebe SPÖ!
Wenn Verluste in 3 Bundesländern kein Bundestrend sind, was dann? Langsam wird es Zeit, aufzuwachen!
Er weiß es selbst noch nicht. Diese Antwort erhält man derzeit, wenn man ÖVP-Chef Pröll fragt, wer denn nach dem nach Brüssel abgewanderten Johannes Hahn neuer österreichischer Wissenschaftsminister werden soll. Schon klar, dass Hahn nach Brüssel geht, wissen wir ja auch erst seit gestern, nicht wahr? Über dieses Desinteresse an der österreichischen Bildungspolitik kann man doch nur den Kopf schütteln. Das Problem hierbei ist nämlich, dass weder Wissenschafts- noch Unterrichtsministerium alleine handeln dürfen (es muss jeder Beschluss mit dem Gegenüber abgestimmt werden) und so hat man wohl eine bequeme Methode gefunden, ein rotes Ministerium zu lähmen. Von der (von der Unterrichtsministerin gewünschten) Vergrößerung des Schulversuchs “Neue Mittelschule” von 10 auf 20% der Klassen (wogegen die ÖVP ja durchaus ganz gute Argumente hätte, z.B. dass man erstmal die bereits vorhandenen Schulklassen evaluieren sollte) bis hin zum dringendst zu reformierenden LehrerInnendienstrecht – die gesamte Bildungspolitik ist zum Stillstand gekommen. UNd warum? Weil die ÖVP entweder zu lahmarschig ist, um eine neue Ministerin/einen neuen Minister zu ernennen, oder weil sie so ganz bequem alles blockieren kann, was ihr nicht gefällt. Wenn es das Wort “Bärendienst” noch nicht gäbe, man müsste es nun glatt erfinden.
Schaut euch das mal an. Auch wenn mich mit dem Herrn Bucher politisch rein gar nichts verbindet, die Aussage, dass man ihm einen Ministerposten in einer schwarzblauen Regierung angeboten hat, glaube ich ihm sofort.
Ein wenig hoffe ich sogar, dass es dazu kommt. Denn mit ein wenig Glück gibt es dann evtl Neuwahlen und die könnten sich im Optimalfall zu einem veritablen Denkzettel für diese Verbrecherbande entwickeln.
Das hat die SPÖ nun also davon. Da kriecht man dem Dichand und der Krone in den Allerwertesten und was kommt dabei raus? Der wendet sich einfach ab und will die Prölls als dynamisches Duo an Österreichs Spitze.
Die SPÖ tut mir nun nicht im geringsten Leid. Sie ist auf dieses Spiel eingestiegen und bekommt nun die Rechnung dafür präsentiert, dass sie den alten Dichand nicht vor die sprichwörtliche Wand hat laufen lassen. That’s life!
Und die Moral von Geschichte: Wenn sich an jemanden schlimmer anbiedert als eine Prostituierte an einen potentiellen Freier, kann man nur verlieren…
Ich zähle hier mal die guten Punkte an der neuen großen Koaltion auf:
1. Das Justizministerium ist wieder in den Händen einer parteiunabhängigen Ministerin (da hat Josef Pröll meiner Meinung nach Weitsicht bewiesen).
2. Bartenstein, Plassnik und Molterer sind endlich draußen.
3. …mal nachdenken….ein dritter Punkt fällt mir ganr nicht mehr ein.
Die SPÖ ist genauso umgefallen wie unter Gusenbauer, die SChlüsselressorts sind nach wie vor in schwarzer Hand und die Verhandlungen haben meiner Meinung gezeigt, dass die negative Streikultur der letzten Regierung zwar nicht so offensichtlich, sehr wohl aber unter der Hand weitergeführt werden wird.
Die SPÖ muss schon sehr verzweifelt sein, wenn sie auf Aktionen wie den Gusi-Hunderter für alle zurückgreifen muss. Mittlerweile wirkt die ganze Partei wie ein Ertrinkender, der hilflos um sich schlagend versucht, seinem Schicksal zu entrinnen und dennoch dem Untergang geweiht ist. Man kann nur hoffen, dass dieses Spektakel nach der nächsten wahl vorbei ist. Mittlerweile bin ich sogar schon so weit, dass ich für vier Jahre einen schwarzen Kanzler aushalten würde, wenn das eine Verbesserung bringen könnte.