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Das hat die SPÖ nun also davon. Da kriecht man dem Dichand und der Krone in den Allerwertesten und was kommt dabei raus? Der wendet sich einfach ab und will die Prölls als dynamisches Duo an Österreichs Spitze.
Die SPÖ tut mir nun nicht im geringsten Leid. Sie ist auf dieses Spiel eingestiegen und bekommt nun die Rechnung dafür präsentiert, dass sie den alten Dichand nicht vor die sprichwörtliche Wand hat laufen lassen. That’s life!
Und die Moral von Geschichte: Wenn sich an jemanden schlimmer anbiedert als eine Prostituierte an einen potentiellen Freier, kann man nur verlieren…
Ich zähle hier mal die guten Punkte an der neuen großen Koaltion auf:
1. Das Justizministerium ist wieder in den Händen einer parteiunabhängigen Ministerin (da hat Josef Pröll meiner Meinung nach Weitsicht bewiesen).
2. Bartenstein, Plassnik und Molterer sind endlich draußen.
3. …mal nachdenken….ein dritter Punkt fällt mir ganr nicht mehr ein.
Die SPÖ ist genauso umgefallen wie unter Gusenbauer, die SChlüsselressorts sind nach wie vor in schwarzer Hand und die Verhandlungen haben meiner Meinung gezeigt, dass die negative Streikultur der letzten Regierung zwar nicht so offensichtlich, sehr wohl aber unter der Hand weitergeführt werden wird.
Die SPÖ muss schon sehr verzweifelt sein, wenn sie auf Aktionen wie den Gusi-Hunderter für alle zurückgreifen muss. Mittlerweile wirkt die ganze Partei wie ein Ertrinkender, der hilflos um sich schlagend versucht, seinem Schicksal zu entrinnen und dennoch dem Untergang geweiht ist. Man kann nur hoffen, dass dieses Spektakel nach der nächsten wahl vorbei ist. Mittlerweile bin ich sogar schon so weit, dass ich für vier Jahre einen schwarzen Kanzler aushalten würde, wenn das eine Verbesserung bringen könnte.
Zitat Sozialminister Buchinger: „Mit einer ÖVP, die zu gemeinsam beschlossenen Gesetzen nicht steht, kann man keinen Staat machen.“ Das stimmt. Nur trifft diese Aussagen genauso auf die SPÖ zu.
Was wir Tag für Tag mit der großen Koalition erleben, ist eine Politik der Hemmungen und des Stillstandes. Keine der beiden Parteien ist bereit, auch nur einen Millimeter von ihrer Position abzurücken und einen Spielraum für Verhandlungen zu schaffen. Da SPÖ & ÖVP diesen Fehler nie bei sich selber, sehr wohl aber beim jeweiligen Partner erkennen, werfen deren Vertreter sich in schöner Regelmäßigkeit vor, nicht paktfähig zu sein. Dass sie damit das ganze Land bremsen, sehen sie nicht.
Die beiden Koalitionsparteien müssen endlich begreifen, dass Politik vor allem aus Kompromissen besteht und dass die Bürger durch dieses ewige Hickhack immer politikverdrossener werden. Und dies führt am Ende dazu, dass sich kein Mensch mehr für Wahlen, etc… interessiert.
Quelle: derstandard.at


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