Mit 'Sport' getaggte Einträge

Das österreichische Fußballnationalteam braucht endlich einen RICHTIGEN ÖFB-Präsidenten!!

Lesen und darüber nachdenken.

Ganz ehrlich: Wollen wir österreichische Fußballfans wirklich, dass eine unserer besten Generationen seit langem von ahnungslosen Co-Trainern (Zsak, Peischl) und einem konzeptlosen Cheftrainer (Constantini) verhunzt werden. Von manchen Jugendtrainern, die allen ernstes damit angeben, dass sie ihren Schützlingen nicht mehr als “Spielt Fußball!” als taktische Anweisung mit auf den Weg geben können und bei eigenem Versagen gerne mal die eigenen Spieler dafür verantwortlich machen, will ich da gar nicht erst anfangen, sonst steigt mein Blutdruck noch in den Orbit.

Nur: So planlos, überfordert und inkompetent diese Leute auch sind, sie können nur bedingt etwas für die Situation. Hauptverantwortlich für das strukturelle und personelle Elend sind die Leute in der Chefetage. Das fängt ja schon damit an, dass ÖFB-Präsident Leo Windtner den Chefposten nur nebenberuflich ausübt. Wäre es zuviel verlangt, für einen Fulltime-Job auch jemanden Vollzeit zu engangieren? Wir brauchen an der Spitze des ÖFB jemanden, der am besten von außen kommt (und so nicht in die ganze Freunderlwirtschaft involviert ist) und sich nicht davor scheut, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen und das ganze System von Grund auf zu ändern. Lindtner, dem es offenbar egal ist, wenn jeder in seinem Bereich so herumwurschtelt wie es ihm gerade passt, ist dafür ganz eindeutig der Falsche oder wie kann man es sonst erklären, dass Leute, die in jedem Interview quasi darum betteln von ihrer Not erlöst zu werden, die wichtigsten Posten besetzen?

Kann man vom Tröten eigentlich einen Hirnschaden davontragen?

Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich diesen Artikel auf laut.de gelesen hatte. Ich schreibe hier gleich mal eine Antwort darauf.

Selbst das einheimische Feuilleton doziert kulturchauvinistisch, die Vuvuzela sei ja gar kein traditionelles afrikanisches Musikinstrument, sondern nur ein relativ neumodischer Marketinggag. Der Neger durchschaut das halt nur nicht und feiert mit dem billigem China-Import.

Ist doch immer wieder schön, wenn man sein Gegenüber indirekt als Rassisten diffamieren kann, oder?

Hiesige Fangesänge werden plötzlich als ungeheuer vielfältig glorifiziert, obwohl in den meisten Bundesligastadien doch eine deprimierende Uniformität megaphongetriebener Liedchen vorherrscht und gerade Länderspiele kaum mehr als “Schland-” und “Sieg-” Gegröle hervorbringen.

Dass dieses “Gegröle” immer noch um einiges vielsetiger ist, als ein einheitliches TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖT lässt die Verfasserin/der Verfasser dabei gerne unter den Tisch fallen (schließlich bestehen diese Gesänge meist doch aus mehr als nur EINEM TON).

Doch egal, die “Uweseelers” nerven. Viel lieber sähe (bzw. hörte) manch kulturbeflissener Bildungsbürger sein Hippie-Klischee vom trommelnden Afrikaner bestätigt.

1. Der Witz mit den “Uweseelers” ist in etwa so lustig wie ein Atomkrieg, versteht ihr?

2. Die Behauptung, dass jeder, der gegen diese Arschtrompeten ist, automatisch nur seine Rassismen ausleben, ist genauso pauschalisierend, vorurteilsbehaftet und schlichtweg falsch, wie der von laut.de unterstellte Rassismus. Hier will keiner seine Vorurteile bestätigt sehen. Wir wollen nur keinen Tinnitus davontragen, nur weil wir uns die Spiele unserer Lieblingsmannschaft gerne mit Ton anschauen.

Aber die Vuvuzela ist nicht Hippie sondern Punkrock.

Den Satz musste ich echt dreimal lesen. Haben die gerade auf einer Musikwebsite Bands wie Die Toten Hosen, die Ärzte, die Sex Pistols, Vice Squad, The Ramones, The Clash, Die goldenen Zitronen, etc…mit einer Plastiktröte verglichen?? Bite sagt mir, dass ich das nur geträumt habe.

Das demokratische, weil spotbillige Plastikinstrument erfordert keine Virtuosität, keine Musikschule. Selbst Berufstrompeter vermögen ihm kaum mehr als zwei Tonlagen zu entlocken.

Aha, billig heißt als demokratisch? Klar doch. Wenn ich also ne Frau eine “billige Schlampe” nenne, dann will ich damit wohl sagen, dass sie Demokratin ist, oder was. Dass ein Autor/eine Autorin auf einer (ja, ich wiederhole mich) Musikwebsite ein Instrument gut findet, mit dem nicht einmal Profis etwas anfangen können, gibt dem Wort “Armutszeugnis” übrigens eine völlig neue Bedeutung, also…..

Nur: wer sich auf den WM-Tribünen umsieht, wird erkennen, dass man auch zu repetitivem Tröööt und Möööp tadellos tanzen kann. Wenn man tanzen kann.

…wundert es einen auch nicht mehr, dass er oder sie zu dem Getute auch noch tanzen könnte.

So offenbart sich einmal mehr der hierzulande herrschende Spießbürger-Kanon: “Feiern ist ja ok, aber bitte nichsolaut.” Wenn fremde Kulturen Party machen, wird das grundsätzlich als Lärm empfunden. Egal ob Hip Hop oder Metal oder Vuvuzela – alles Krach.

Hip Hop und Metal……..wisst ihr was lest euch meine Antwort auf den Punkrock-Sager nochmal durch und setzt in Gedanken ein paar Hip Hop Künstler und Metalbands statt den Punkrockern ein. Dann wisst ihr ja, was ich hiervon halte.  

Und so sieht man sich in der misslichen Lage, ausgerechnet dem stets kritikwürdigen FIFA-Chef Sepp Blatter einmal dankbar sein zu müssen. Er hatte bereits im Vorfeld ein Verbot der Vuvuzelas kategorisch ausgeschlossen. Die Welt müsse eben mit den Gepflogenheiten der Gastgeber klar kommen: “Afrika ist laut”. Wir von laut.de wissen das zu schätzen.

Ach ja. Sowas wie “Afrika ist laut” ist also keine Verallgemeinerung und kein Vorurteil? Na ist doch gut zu wissen, dass ihr das Pauschalisieren und Alles-in-eine-Schublade-stecken genauso draufhabt wie die Leute, die ihr angeblich kritisieren wollt. Ein schöneres Eigentor hättet ihr euch gar nicht schießen können.

Zum Abschluss: Mir fehlen echt die Worte. Angereichert mit ein paar altlinken Paradefloskeln und einer unglaublichen Ignoranz was die Argumente der Gegenseite betrifft, beweist laut.de mit jeder Zeile, dass man offenbar keine Ahnung von Musik haben muss, um für eine Musikwebsite zu schreiben. Es ist mir vollkommen schleierhaft, wie man auf so einer Seite ein Instrument, von dem man sogar noch zugibt, dass da kein anständiger Ton rauskommt, mit richtiger Musik auf eine Stufe stellen kann, ohne dafür von den Verantwortlichen mit lebenslangem Schreibverbot belegt zu werden. Da hat ja jeder Schimpanse im Zoo mehr Ahnung von der Materie, verdammt noch einmal!

Natürlich ist nicht jeder, der die Vuvuzelas verabscheut automatisch ein Rassist. Es mag unter den Kritikern durchaus einige geben, die sich als Europäer für überlegen halten, das stimmt. Aber die hier von laut.de beschworene Gleichung “Vuvuzelahasser=Rassistenschwein & Spießbürger” ist genauso bescheuert wie eben jenes Überlegenheitsgefühl.

(Via)

 

Falls ihr dachtet, McEnroe war jähzornig zu seiner Zeit….

….dann schaut euch mal das an:

Während Melzer das Halbfinale in Paris erreicht, prügeln die zwei Proleten sich durch die Provinz. So hat halt jeder einen angestammten Platz, nicht wahr?

Die schönsten Fußballerinterviews Teil 1: Günther Neukirchner

Inspiriert durch Peter Pacults Interview, werde ich hier eine kleine Reihe starten mit den schönsten Aussagen unserer Sporthelden. Den Anfang macht Günther Neukirchner, damals noch Spieler von Sturm Graz. Der hatte nach einer Niederlage gegen den GAK folgendes zu sagen:

Peter Pacult in Action

Man kann über Peter Pacult sagen was man will, aber wenn er sich aufregt, dann richtig (und in dem Fall auch zurecht):

Vielleicht lernt man ja in unserer weltweit geachteten Trainerausbildung, wie man solche Interviews gibt…

Manfred Zsak als ORF-Experte

Gestern vor einer Woche (ja ich weiß, dass ich spät dran bin) hat Manfred Zsak, seines Zeichens ORF-Fußballexperte (!) und Co-Trainer des Nationalteams (!!), wirklich bewiesen, dass er auch die feine Klinge des Humors beherrscht. Er hat nämlich folgenden Satz vomn sich gegeben: “Unsere Trainerausbildung wird auf der ganzen Welt geachtet!” Ach deshalb gibt es so viele österreichische Fußballtrainer im Ausland: Nämlich genau 2, Hickersberger trainert irgendwo am A…. der Welt einen Verein namens Al Wahda (was international genau NIX zählt) und Alfred Tatar, der bis April Co-Trainer von Lok Moskau unter Rashid Rachimow war und seit der Entlassung beider auf Jobsuche ist (wobei ich Tatar für keinen schlechten Mann halte).

Wie gut die Trainerausbildung bei uns funktioniert, sieht man übrigens an Manfred Zsak selbst besonders gut, vor allem wenn man die wichtigsten Spiele seiner Ära als U21-Nationaltrainer  ansieht: Die Playoff-WM-Qualifikationsspiele gegen Finnland. Unsere Jungs hatten den Sieg eigentlich schon in der Tasche (Startaufstellung war auch ok vom Herrn Zsak). Bis Manfred Zsak auf die Idee kam, wechseln zu müssen. Was nicht falsch war. Die österreichisch Offensive hatte sich offenbar müde gelaufen, von daher war ein Wechsel eigentlich unumgänglich. Was macht Herr Zsak? Nimmt einen Offensiven raus, bringt einen Verteidiger und stell um auf eine 5er Abwehr, wie man sieht sonst seit den 80er Jahren nicht mehr gesehen hat. Klar, dass die Finnen es sich danach im österreichischen Strafraum gemütlich eingerichtet haben und so noch der Ausgleich fiel, zumal die Offensive danach noch inexistenter war als vorher. Wäre ja nicht so schlimm, wenn der Coach daraus was gelernt hätte. Nur: Er hat es im Rückspiel wieder genauso gemacht. Wieder war Österreich 1:0 vorne, wieder derselbe depperte Tausch und wieder hat man den Ausgleich bekommen. Und im Elfmeterschießen ist man dann draufgekommen, dass man für diesen Fall gar keine Schützenliste vorbereitet hat. Klar, dass dann natürlich mit Madl einer für den 5. Elfmeter eingeteilt wurde, der noch nie in einem Spiel einen Strafstoß getreten hat. Das Ergebnis könnt ihr euch vorstellen. Und wer war an allem Schuld? Natürlich Karel Brückner, der ihm für die A-Mannschaft so viele gute Spieler weggenommen haben soll (dass Brückner ihm extra Leute wie Rubin Okotie, die jetzt leider langzeitverletzte Seele des Austria-Sturms, zählt da wohl nicht, oder?). DAs behauptet er auch heute noch und ihm fällt nicht einmal auf, dass er und Constantini genau das machen machen, obwohl es bei Brückner um WM-Spiele ging und bei ihnen nur um Tests (während die U21 Qualispiele bestreiten muss und diese sogar gewinnt – womit die Ausrede also komplett entkräftet wird). Zsak geht einfach die für einen Trainer extrem wichtige Fähigkeit ab, ein Spiel lesen zu können und er sucht danach auch noch nach dummen Ausreden. Was für ein Armutszeugnis

Solche Trainer gehen also aus einer Ausbildung hervor, die “auf der ganzen Welt geachtet wird.” Interessant.

Selten so gelacht, Herr Zsak!

Oder haben sie das etwa ernst gemeint?

P.S.: Der Satz fiel, weil er gefragt wurde, ob ein österreichischer Trainer nicht genauso gut wäre, wie Joze Prelogar, der neue Kärnten-Coach. Okay, Prelogar hat zur Zeit seines Engagements nur einen slowenischen Drittligisten trainiert. Er hat Manfred Zsak dennoch etwas voraus: Er hat mit der U17 und der U18 Sloweniens die EM-Quali geschafft. Ein Erfolg wie dieser blieb unserer U21 unter Manfred Zsak erspart. Komisch, nicht?

Fußball in Österreich: Operette oder Trauerspiel?

Ich habe mir ja schon oft überlegt, ob ich etwas zu dem leidigen Thema österreichisches NAtionalteam schreiben soll. Oder überhaupt zum österreichischen Fußball. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich, auch wenn ich Fußballfan bin, keine gesteigerte Lust verspüre, den x-ten Artikel zu den ewig gleichen Problemzonen zu verfassen (auch wenn die Teams sich international gerade ganz passabel verkaufen).

Nur bahnt sich jetzt etwas an, das selbst für österreichische Verhältnisse ein Trauerspiel wäre. Die Liga wählt demnächst einen neuen Vorstand und ein gewisser Herr Hoscher soll der neue Boss werden.  Liebe Leute von der Bundesliga: Habt ihr euch schon mal gedacht, dass es evtl. eine etwas schiefe Optik haben könnte, wenn ausgerechnet der Chef eines Sportwettenanbieters (tipp3) zum Ligavorstand gekürt wird? Und dass es diesbezüglich nicht unbedingt hilfreich ist, wenn dieser Anbieter der Hauptsponsor der Liga ist? Davon, dass der ehemalige Politiker Horscher ein Kabinettmitglied des damaligen Finanzministers und heutigen Rapid-Präsidenten Rudolf Edlinger war, als sich dieser noch in Amt und Würden befand, rede ich ja noch gar nicht. Dass man damit nicht nur aufgrund der schiefen Optik einen gehörigen Imageschaden riskiert, sondern sich tipp3 auch noch auf Gedeih und Verderb ausliefert, ist wirklich fatal. Denn als Sahnehäubchen auf dem Kuchen ist der ORF auch noch an tipp3 beteiligt und es steht demnächst eine Neuverhandlung über die Fernsehgelder ins Haus.

Weitsicht gehört wohl wirklich nicht zu den Stärken der Verantwortlichen im österreichischen Fußball.

Schumacher wieder in der Formel 1

Irgendwie hab ich sowas ähnliches ja schon geahnt, nachdem die Gerüchte um den Ersatzfahrer für den verunglückten Felipe Massa immer wilder wurden. Naja, wenigstens ein interessantes Gesicht in diesem sonst so langweiligen Sport.

Ich will den Cup der Landesmeister zurück!

Gestern habe ich mir im Fernsehen das Finale der UEFA Champions League angesehen. Das Spiel an und für sich war gut, nur Manchester United hat mich doch ein wenig enttäuscht. Dennoch ist die Champions League in den letzten Jahren kontinuierlich langweiliger geworden. Ich habe mir Gedanken gemacht, woran das liegen könnte und bin zu dem Schluss gekommen, dass es vor allem daran liegt, dass es zu keinerlei Überraschungen mehr kommt. Es gewinnen nur noch die Favoriten und es sind immer englische Mannschaften bei der Entscheidung mit dabei. Wenn ich Spiele wie Chelsea gegen ManU sehen will, dann schaue ich mir die Premier League an, nicht den Europacup.

Dabei wäre die Lösung meiner Meinung nach genauso einfach in der Theorie, wie sie in der Praxis schwierig durchzusetzen wäre: Weg mit der Champions League und wieder her mit alten Cup der Landesmeister! Erstens wäre so sichergestellt, dass daran wirklich nur die Meister (und eventuell die Zweitplatzierten der besten Fußballnationen) teilnehmen (auch so ein Grundübel: Wieso heißt etwas Champions League, wenn e fast jeder daran teilnehmen darf?) und zweitens würde es, wenn es wieder für alle Vereinen von Anfang an im KO-System um alles oder nichts geht, sehr viel turbulenter zugehen (welcher österreichische Fußballnostalgiker erinnert sich nicht an das legendäre 7:0 des Wiener Sportklubs gegen Juventus Turin?). Es gab ja damals genug Vereine, die praktisch von einem Ruf als Riesentöter im Cup der Meister gelebt haben, weil sie so auch für die Sponsoren interessanter wurden (Nottingham Forest fällt mir da ein).

So, genug geträumt. Natürlich ist mir klar, dass die großen Vereine nie und nimmer zulassen würden, dass man die Champions League abschafft, denn für sie ist sie viel zu lukrativ und außerdem ist es doch viel schöner, wenn man immer nur gegeneinander spielt und sich nicht mit sowas blödem wie kleinen Vereinen herumärgern muss (insbesondere wenn die auch noch gewinnen wollen). Dennoch hoffe ich, dass dieses ganze Champions League-Gedöns irgendwann den Bach runtergeht.

 

Und wenn wir schon dabei sind: Gebt mir den Cup der Cupsieger zurück!

Fanklubs im Fußball

Auf ballverliebt.eu könnt ihr einen interessanten Artikel über Fanklubs im Fußball lesen, dem ich nur zustimmen kann.

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