„Free Burma!“ – Macht diese Bloggeraktion Sinn?


Um es kurz und präzise auf den Punkt zu bringen: Nein, solange es um mehr als die eigene psychische Hygiene gehen soll.

Warum ist das so? Ganz einfach deswegen, weil wirklich jeder, der kein Anhänger von diktatorischen Tyranneien ist, mit den Demonstranten sympathisiert. Und das tun – so hoffe ich es zumindest – 99,9% der Leute, die diese Einträge lesen werden. Man rennt mit dieser Art von sinnlosem Aktionismus meiner Meinung nach lediglich offene Türen ein. Verändern wird man damit überhaupt nichts.

Mehr dazu gibt es hier.

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. tkurbjuhn sagt:

    Die Burma-Aktion ist verlogen, denn bis vor wenigen Tagen hat sich niemand für das Land interessiert. Wenn Farbige in Afrika in ungleich größeren Massen zusammengeschossen werden, interessiert das hier keine Sau.Anders ist das bei exotisch gewandeten Mönchen, die dazu noch die neue Schicki-Micki-Religion der Intellektuellen, den Buddhismus vertreten. Ich habe den Eindruck, die Blogger mißbrauchen die freiheitskämpfenden Burmesen, um ihre eigene Bedeutung als politische Aktivisten demonstrieren zu können. Und in eine solche Aktion klinke ich mich gern für eigene Interessen ein.

    Wer sich für Freiheit in Burma einsetzt, sollte auch über das demokratische Niveau in Deutschland nachdenken. Es werden bei uns nationale Aktivisten wegen Volksverhetzung ( §130 STGB) zu zum Teil mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der § 130 STGB ist der Kern der Demokratiegefährdung in Deutschland, da er die für eine Demokratie hoher Qualität nötige Meinungsfreudigkeit hierzulande behindert. Wer Angst hat, bei einem falschen Wort ins Gefängnis zu kommen, verzichtet gleich ganz aufs Reden. Ich würde mich freuen, wenn Blogger sich nicht nur für Freiheitsrechte im fernen Ausland einsetzen, sondern auch bei uns für eine möglichst umfassende Meinungsfreiheit eintreten.

  2. udos sagt:

    Die angebliche Verfolgung der – wie sie sie nennnen – „nationalen Aktivisten“ – (ich nenne solche Leute schlicht Rechtsradikale oder Nazis) sind nun wirklich nicht das beste Beispiel für eine angebliche Demokratiegefährdung in Deutschland. Eher im Gegenteil, DIESE Leute sind die eigentliche Gefahr!

  3. oldman sagt:

    Die Aktion macht schon Sinn. Und wenn er nur darin besteht, bei der Gelegenheit auch die anderen, mehr oder weniger vergessenen Länder, in denen es ähnlich zgeht, wieder ins Bewußtsein zu rufen. Natürlch wird man viele offene Türen einrennen, aber sicher auch en paar bisher verschlossene – und dann hat es sich schon „gelohnt“.

  4. udos sagt:

    Nur werden wir alle nicht viel an der Situation in Burma ändern können, befürchte ich.

  5. Tom Schaffer sagt:

    die aktion macht schon sinn, aber sie wird nichts ändern.

  6. udos sagt:

    dann stellt sich mir allerdings die FRage, ob eine Aktion Sinn macht, von der man schon zuvor weiß, dass sie nichts ändern wird.

  7. Tom Schaffer sagt:

    klar, es sei denn, dass man symbolik keinen sinn beimisst. geschmackssache. ich verurteile niemanden, der nicht mitmachen möchte, weils nichts ändert, aber ich erwarte auch, dass niemand abfällig über jene redet, die mitmachen. letzteres ist mir leider schon einige male untergekommen. weiß ein psychologe warum, ich nicht.

  8. udos sagt:

    Abfällig darüber zu reden lag nicht in meiner Absicht. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass diese Aktion – bis auf die eigene psychische Hygiene – nichts ändern wird. Verurteilen tue ich keinen der Aktivisten.

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