Eva Herman – Nazi oder nicht?


Frau Herman hat also mal wieder gesagt, dass nicht alles in der Nazizeit schlecht war und erwähnt mal wieder, dass Mütter damals ausgezeichnet wurden und der Bau der Autobahn unter Hiter eine gute Sache war. Nach diesen Aussagen wurde sie von Johannes B. Kerner aus dem Studio geschmissen.

Frau Herman ist bestimmt kein Nazi, aber sie ist ein Musterbeispiel für selektive Wahrnehmung. Die Mütter wurden ausgezeichnet, ja. Es wurden aber nur die ausgezeichnet, die die meisten Kinder geworfen haben. Ob sie GUTE Mütter waren, war den Nazis egal. Hauptsache es wird genügend Menschenmaterial produziert von den zweibeinigen Gebärmaschinen.
Und was den Bau der Autobahnen angeht, sollte Frau Herman doch mal bei den damaligen Zwangsarbeitern nachfragen, ob die auch was positives aus der Zeit mitnehmen konnten.

Noch etwas zu Kerners Reaktion: Auch wenn der Rauswurf auf den ersten Blick fragwürdig erscheint, hatte Kerner nur zwei Möglichkeiten: Entweder Frau Herman geht oder alle anderen. Dass er sich im Interesse der Sendung gegen Eva Herman entschied, liegt für mich auf der Hand.

Zum Abschluss für alle der angesprochene Ausschnitt aus der Johannes B. Kerner Show:

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16 Kommentare Gib deinen ab

  1. lindwurm sagt:

    Ich bin mir nichtmal sicher, ob die Hermann nicht doch Sympathien für die NS-Zeit hat.

  2. udos sagt:

    Das glaube ich nicht. In meinen Augen ist sie einfach nur dumm.

  3. Tom Schaffer sagt:

    genau, ausgezeichnet wurden nur gebährmaschinen.

    nicht ganz vergessen sollte man auch, dass millionen mütter mitsamt ihren männern und kindern einfach umgebracht wurden. auch diese „familienpolitik“ sollte man bei den nazis nicht so einfach unter den tisch fallen lassen.

  4. udos sagt:

    Mich hat ihr Sager jedenfalls frappant an ein Zitat von der „ordentlichen Beschäftigungspolitik im 3. Reich“ von einem gewissen Herrn H. erinnert.

  5. bobby sagt:

    Schauprozess nannte man das früher, Armutszeugnis für die Medienlandschaft der brd. Egal wie man zu den Aussagen stehen mag.

  6. udos sagt:

    Das stimmt zum Teil schon. Mein Verständnis für Kerner hat bei nochmaligem Überlegen auch ein wenig nachgelassen, siehe mein letzter Eintrag.

  7. Initiative sagt:

    http://www.evaherman.net/

    http://evahermanfanclub.foren-city.de

  8. hanswurst sagt:

    Ich finde sie hat recht mit der Autobahn.

    Es zählt ja nicht wofür sie benutzt wurde, Hilter hat sie gebaut, okay er hat sie szg. „missbraucht“, aber trotzdem war es ein Stück gutes dabei.

  9. xiaomage sagt:

    checkt das den echt keiner? was habt ihr Deutschen für ein Bildungssystem?

    Hier ihre Aussage einmal klar aufgeschlüsselt.
    a. es waren Werte VOR der Nazi Zeit dar
    b. Die Nazis haben diese Werte für Propagandazwecke etc. missbraucht
    c. Die 68er hat diese Werte rein den Nazionalsozialismus zugerechnet (obwohl diese getrennt lange vor den Nazis bestanden sind und durch diese FÄLSCHLICH instrumentalisiert wurden) und bekämpft – deswegen haben wir ein Problem.

    @Autobahn – Das hat sie gesagt um darauf Aufmerksam zu machen das diverse Schlagwörter automatisch mit den Nazis verbunden werden und daher gefährlich sind (Siehe Schmidt Naziometer). Nur kam sie dann nicht mehr dazu, dass genauer erklären – da gleich der nächste empörte Angriff kam.

  10. uiuiui … ich weiß, mein Kommentar kommt etwas spät, aber ich frage mich , wie ist es möglich die Menschen auf extremste weise der eigenen Meinung zu berauben …

  11. udos sagt:

    Was meinst du mit „seiner Meinung berauben“?

  12. wenn ein „raub“ eine Straftat ist, dann ist es ebenfalls eine Straftat, jemanden seiner Meinung zu berauben, indem man diese Meinung den elitären Interessen der Hochfinanz anpasst. Wie Frau Hermann diese Interessen zu spüren bekommen hat ist ja bekannt.

    MFG

  13. udos sagt:

    Naja, ich glaube kaum, dass die Hochfinanz da so viel damit zu tun hatte…

  14. Ghost sagt:

    Der Fall Herrmann zeigt wieder mal die ganze künstlich hochgepuschte Aufregung um nichts und wieder nichts, und die Marionetten in den Medien, die in vorauseilendem Gehorsam jeden sofort mundtot macht, der versucht, in das ganze Thema auch mal etwas Bewegung zu bringen, und die Generation unserer Großeltern nicht – nur- in schlechtem Licht darzustellen. Jeder weiss, was in der zeit für Verbrechen passiert sind, darüber braucht man nicht diskutieren. Und warum die Autobahnen gebaut wurden, oder die Mütter ausgezeichnet wurden, auch. Trotzdem werden die Arbeiter damals, die sonst verhungert wären und so wenigstens eine dünne Suppe am Tag bekommen haben, dankbar gewesen sein. Und trotzdem nutzen jedes Jahr millionen Menschen die Hinterlassenschaften der braunen Diktatur, OBWOhl der eigentliche Zweck ein ganz anderer war. Und natürlich waren die Mütter wandelnde Gebärmaschinen, genau so, wie es bei den Muslimen heute noch der Fall ist. Tatsache ist aber auch, dass afu eine Mutter mit 5 oder mehr Kindern heute verächtlich herabgeschaut würde, von wegen assozial usw. Aber mei, wenn man sich von der 68er Generation das Hirn hat waschen lassen, hat man natürlich keinen Blick mehr über die Gesamtheit der komplizierten Zusammenhänge.

  15. Nur in Einzelheiten bin ich anderer Meinung und möchte mich für Deine Zeilen bedanken. In diesem Zusammenhang (NS-Zeit) ist die Frage: „WER finanzierte Adolf Hitler?“ zu empfehlen (bei Googl eingeben, vor etwa 10 Tagen stand sie noch drin, bekanntlich wird auch dort rausgeworfen!).
    Die meisten Schreiber hier sind offensichtlich sog. „Wessis“, käuen die gleichen Sätze wieder, die sie in den Verblödungsmedien lasen/ sahen – leider! Aber auch kein Wunder, denn die Umerziehung unsers Volkes läuft seit 1945! Wenn die Eltern schon die Brut der Alt-68er sind, was soll da ein heute 15 bis 25- Jähriger Geschichtliches im Kopf haben…
    Ja, ich weiß, ich werde jetzt als überheblich bezeichnet oder als Nazi – zumindest in Gedanken dieser jungen Besserwisser, die oft noch die Eierschalen hinter den Ohren haben. Ich weiß, wovon ich schreibe, signierte ich doch seit 1996 meine inzwischen vergriffene Biographie: „Ich war auch dabei“ erst vor Mielkes Tür (Haus 1 des ehem. MfS in Lichtenberg, dann vor dem Deutschen Historischen Museum und der Humboldt-Uni und seit 1999 an der Gedenkstätte für die Opfer der Schandmauer im Bereich des Spreebogens (hinter dem Reichstag). Was ich dort erlebte, kann ich aus Zeitmangel leider nicht schildern, setze aber manchmal einen kompletten Monat meines Tagebuchs in mein Forum…

    Mit freundlichen Grüßen,
    Gustav Rust, mehr als 9 Jahre Polit-Haft (mit Unterbrechungen) in der Mauer-Republik, 1975 legale Ausreise durch den „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichstraße.

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