Verbaler Amoklauf


Das ist noch die schönste Umschreibung für das, was die Frau Winter, ihres Zeichens Spitzenkandidatin der FPÖ für die Grazer Gemeinderatswahlen, abgeliefert hat. Der Prophet Mohammed ist ihrer Meinung nach also ein Kinderschänder und Feldherr, der den Koran in epileptischen Anfällen geschrieben hat.

Was soll man dazu noch sagen? Dass die Frau damit übelste Volksverhetzung betriebt, sollte klar sein. Aber es kann dennoch nicht verkehrt sein, sich einmal anzusehen, ob das Christentum wirklich um so viel besser ist als der Islam.

Beginnen wir mal mit dem Vorwurf, Mohammed sei ein brutaler Feldherr gewesen. Es mag zwar stimmen, dass der Prophet mehr als einen blutigen Feldzug begann, aber wenn man sich das Buch Josua aus dem AT ansieht, dann stehen die dort beschriebenen Metzelorgien, bei denen auch Frauen und Kinder im Namen Gottes erschlagen wurden, in nichts nach.

War er ein Kinderschänder? Nun, Mohammed war vielleicht mit einer sechsjährigen verheiratet. Dies ist aber keineswegs als historisch gesichert anzusehen. Das Alter von Aischa bint Abi Bakr schwankt je nach Interpretation zwischen 6 Jahren und dem einer bereits bei der Verlobung erwachsenen Jungfrau. Natürlich hat Frau Winter einfach die bösartigst aller Interpretationen gewählt und als historisches Faktum hingestellt. Übrigens: Zur damaligen Zeit waren Kinderhochzeiten in den europäischen Adelshäusern an der Tagesordnung. Man denke nur an Margarethe I, die als zehnjährige mit dem König von Norwegen, Håkon VI. Magnusson, verheiratet wurde. Dieser war bei der Hochzeit bereits 47 Jahre alt.

Die volksverhetzende Darstellung von Frau Winter ist also nicht nur gefährlich, sie ist auch historisch falsifizierbar. Das wundert mich zwar nicht, aber es erschreckend, wie weit manche Leute gehen, nur um ein paar Wählerstimmen vom rechten Rand zu erhalten

Kommen wir nun

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. kamil akdag sagt:

    Es ist sehr traurig, wie einige Lebewesen versuchen zu ueberleben und sich Macht und Stellung schaffen wollen, in dem sie andere Menschen beleidigen. Kein rechtglaubiger Christ, Muslim, Buddist etc. wird es ubers Herz bringen irgend einem Profeten so zu beleidigen. Egal ob er Muhammed, Jesus, Moses, Abraham, Noah, Adam etc. heisst. Sogar Satan ist nicht so tief gesunken. O Satan mach dir keine Sorgen. Es gibt unter den Menschen einige Lebewesen, fuer die ich keine Bezeichnung finden kann, die dein Job tausendmal besser machen als du. Sogar du wuerdest dich dessen schaemen.

    Muhammed hat den Frauen, die in der damligen Geschellschaft wie eine Ware an und verkauft wurden eine soziale Statellung gegeben und gesagt: Der ist der Beste Muslim der seine Frau am besten behandelt. oder Der Paradies liegt unter den Fuessen unsere Muetter. Er war es der verhindert hat, dass kleine Maedchen nicht mehr lebendig begraben wurden. Egal, O Muhammed, was Hetzer gegen dich sagen. Wir Glaubigen lieben dich vom ganzen Herzen, sowie wir alle Propheten auch lieben. Was versteht ein dummer Narr vom Gold. Hauptsache er hat etwas in der Hand wo mit er oder sie spielen kann.

  2. Brigitte Kashofer sagt:

    Als das Buch Josua geschrieben wurde, hat es das Christentum noch nicht gegeben. Das Alte Testament ist das Buch der Juden. Aber Vorsicht! Man setzt sich leicht dem Vorwurf des Antisemitismus aus! Es ist modern geworden, den Christen alle Schandtaten der Welt in die Schuhe zu schieben. Im NT steht nämlich sinngemäß: Wenn dich jemand auf die eine Backe schlägt, halte ihm auch die andere hin. Dazu braucht man nicht allzuviel Mut – nur eine gute Portion Niedertracht.
    Der Papst ist ja auch schuld am Aids-Problem in Afrika, weil er gegen Kondome ist. Da spielt es keine Rolle, dass jemand, der sich an die 10 Gebote hält, auch nicht in Gefahr kommt, mit Aids angesteckt zu werden.

  3. udos sagt:

    Wir haben das AT aber auch in unseren christlichen Wertekanon aufgenommen. Daher kann man sich meiner Meinung nach nicht so leicht davon lossprechen, indem man sagt, das AT sei das „Buch der Juden“. Es gehört nämlich auch genauso zu unserem Glauben.
    Was die Haltung des Papstes zur Kondomfrage betrifft, kann ich nur sagen, dass die gesamte Sexualmoral der Kirche eine Generalüberholung gebrauchen könnte, um es einmal vornehm auszudrücken.

  4. gruenstein sagt:

    Was oder wer ist Ihren Augen jemand, der sich eine 6jährige als 52 jähriger zur Frau nimmt?

    Dass Frau Winter diesen Umstand erwähnt hat, als Volksverhetzung zu bezeichnen, macht sie eigentlich zu einem Sympatisanten dieses Monsters.

    Es stimmt, dass in der Bibel von grausamen Szenen berichtet wird, aber sie werden keine einzige Stelle finden, die zur Gewalt gegen Andersgläubige oder sonst jemanden aufruft.

    Anders aber im Koran, da gibt es mehr als 300 Suren, die zur Gewalt gegen Ungläubige aufrufen, und da sind Sie und ich auch damit gemeint.

    Z.B. Sure 2,191 „Tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt“

    oder Sure 8,39 „Bekämpft sie, bis alle Versuchung aufhört und die Religion Allahs allgemein verbreitet ist“

    oder Sure 9,5 „Tötet die Götzendiener, wo ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf“

    Eine Religion zu kritisieren die demokratische Werte ablehnt, eine Religion, die Frauen als Menschen zweiter Klasse bezeichnet (Ralph Giordano: „Die Geschichte des Islam ist eine einzige Entwürdigung der Frau“) hat aber wirklich nicht mit Volksverhetzung zu tun.

    Eine Religion, die Juden und Christen als Affen und Schweine bezeichnet, hat es doch verdient auf den Prüfstand gestellt zu werden.

    Sure 8,55 „Wahrlich, schlimmer als das Vieh sind bei Allah jene, die ungläubig sind und nicht glauben werden“

    Das finde ich, ist Volksverhetzung.

  5. udos sagt:

    Es ist schon interessant, wie einem manche Leute das Wort im Mund umdrehen. Wo habe ich jemals geschrieben, dass ich mit Kinderschändern symptisiere? Ich habe lediglich gesagt, dass es nicht sicher ist, dass er einer war.

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