Zur Wahnsinnstat in Amstetten


Eine Chronologie gibt es hier.

Mir fehlen echt die Worte. Nicht (nur) wegen der Tat, sondern vor allem wegen der Beiträge einiger Geistesriesen im Forum des Standards. Mein persönlicher Favorit dieser Post von Zahlrübe, der auf die Aussage, dass man gegen solche Taten im Prinzip nichts tun kann, folgendes geantwortet hat (und der immerhin von den meisten anderen Usern für nicht zurechnungsfähig erklärt wurde):

 

Doch:
Zum Beispiel nicht gleich einen Vater zum Rabenvater abstempeln, der sich erlaubt, durchaus mit erhobener Stimme den eigenen Nachwuchs aufzufordern, daheim bekanntzugeben, wohin und in welcher Gesellschaft gegangen wird oder auf bestimmte zweifelhafte Gesellschaft gegebenenfalls zu verzichten. Aber ein Vater, der ehrlich laut sagt, was er denkt, und zwar aus Sorge, DASS seine Kinder eben NICHT irgendwelchen gefährlichen Verrückten in die Hände fallen, ist leicht zum Unmensch gestempelt.Hingegen der Herr hier war wohl immer der „Gute“, hat nach außen hin wohl nie laut „gepoltert“,tat alles, was er tat leise, sehr leise, und hat vor allem immer alle freundlich gegrüsst. “ 

Herr Zahlrübe ich gratuliere ihnen recht herzlich. SIe haben soeben eine fulminante Bewerbung für den Titel „Volltrottel des Monats“ abgegeben und es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollten sie diese nicht erhalten.

 

 

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. theolounge sagt:

    http://theolounge.wordpress.com/2008/04/28/gibt-es-die-holle/

  2. Poes_Rabe sagt:

    Der Vogel von wordpress ist aber auch nicht ganz bei sich, oder?

    Ich meine, angesichts dieses Falles mit der Gottesfrage zu kommen und zum „Beten für die Opfer und wenn Sie tough sind auch für den Täter“ aufzurufen…

  3. udos sagt:

    Ich habs gerade gelesen. Naja, jedem seine Meinung, auch wenn ich das hier nicht ganz verstehen kann…

  4. theolounge sagt:

    Ich meinte nicht, man solle beten, damit es im gut gehe. Sondern vielleicht, dass er die Schwere der Tat erkennen kann, dass er sich – vielleicht ein ganz klein bischen aufs hohe Alter hin – ändern kann, dass er begreifen kann, was er verbrochen hat. Daher auch die Links zu Sartres Theaterstück gleich eingangs des Artikels. Und daher auch theologische Deutungsmuster: die Theodizeeproblematik (woher kommt das Leid auf der Welt ?), die Frage, ob das Böse existiert, die Frage, was man unter Hölle versteht.
    Also es geht nicht darum, das gut zu heißen.
    Und aus christlicher Sicht hat eben dieser Gedanke auch eine gewisse Relevanz – der zu dieser Anregung von mir geführt hat:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Feindesliebe#Christentum

  5. udos sagt:

    Ob so ein Mensch jemals die Fähigkeit besitzen wird, einzusehen was er da verbrochen hat, wage ich zu bezweifeln. Über die Theodizeefrage können wir aber gerne diskutieren wenn sie wollen. Bei Interesse poste ich meine Meinung dazu morgen oder übermorgen.

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