Zwei schwarze Särge

am

Ich hab mir zum Thema israelischer Gefangenenaustausch mal die Kommentare im Standard-Onlineforum angeschaut und präsentiere euch hier einmal die Rosinen (im guten wie im schlechten Sinne):

 

Wenn man die Verbrechen der Hisbollah schönen möchte, geht man manchmal schon ein wenig weit, gell Herr Schaefer? Dieser hat nämlich zu Kantars Mord an einer 4jährigen folgendes geschrieben (da fehlen einem doch echt die Worte):

 

„Ist nur die Aussage auf Seiten der Israleis um die Blamage zu übertünchen, dass sie nichtin der Lage waren ein Schlauchboot mit dem Radar aufzuspüren und ihre Atomwissenschaftler zu schützen.

Ein Kind kam bei der Aktion Kuntars nie ums Leben.

Ist eine Lüge zur Übertünchung der Blamage.

Mfg“

 

 

Miriam7 hat dazu ein wahres Wort gesprochen:

 

unappetitlicher als die Siegerposen der Hisbollah . . .
geht’s doch noch, wenn ich mir hier im Forum die Postings mancher Menschen anschaue.Da werden die Opfer Samir Kuntar’s noch verhöhnt, indem man die Tat ganz einfach abstreitet oder es wird die abstruse Behauptung in den Raum gestellt, die israelischen Soldaten wurden durch israelische Bomen getötet; da wird Olmert (dem man vieles vorwerfen kann, aber da ermitteln israelische Gerichte) mit Kuntar verglichen; da wird Sharon mit Kuntar verglichen und ihm eine Verurteilung wegen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, ohne zu erwähnen, daß die Massaker von christlichen libanesischen Milizen gemacht wurden.

Und das von Menschen, die in diesem Konflikt nicht Partei sind. Ja. es geht immer noch unappetitlicher!

 

tiuri beklagt sich, dass die Medien immer nur zu den Israelis halten:

was ich interessant finde…
… ist wie einseitig immer die berichterstattung ist, wenn es um israel geht. von den israelischen soldaten erfahren wir die namen, lernen wir eventuell die familie kennen, wird erzählt wir nette menschen sie waren, etc. von den palästinensischen mördern lernen wir genau ihre taten kennen, wie sie welche personen ermordet haben.doch wär so eine berichterstattung auch andersrum möglich. könnten wir die 200 toten araber(Innen?) auch noch mit dem namen kennenlernen. wie sie ermordet wurden? wer es getan hat? von diesen erfahren wir nur, dass sie arabische „kämpfer“ waren. waren sie das wirklich? wollten sie kämpfen? oder wurden sie von den umständen dazu gedrängt?

Mich würden die Umstände interessieren, die jemanden „zwingen“ mit einem Bombengürtel ins nächste EInkaufszentrum zu gehen, lieber tiuri.

 

hamstertier hat ihm aber gleich erklärt, was Sache ist:

„lesen sie den artikel, da steht es drin. die 200 toten araber starben bei angriffen auf israelis, sind also gefallene soldaten. die toten israeli wurden entführt und ermordet. die freigelassenen, (jetzt als helden gefeierten) sind mörder (einer hat ein kleines mädchen erschlagen, nachdem er sie erst hat zusehen lassen, wie er ihren vater, einen zivilisten, übrigens, erschossen hat). “

 

Sehr weitsichtig (Achtung, Ironie) ist auch Mr. Hydes Ansicht, wie die Leute, die Israel verteidigen, gestrickt sind: “

Wenn sich die Israelis politisch vernünftiger geben,
brauchen’s weniger an der Grenze herumsitzen, und schon gar nicht über die Grenze gehen.Und ich hätte nicht feststellen können, dass die Existenz von Schlächtern eine exklusive Eigenschaft islamischer Gruppierungen ist.

Der Rest Deines Posts ist nach dem Motto:

Israel ist unschuldig, wer Anderes behauptet ist
[ ] Weltverschwörer
[ ] Antisemit
[ ] Unwissend.
(bitte alle Drei ankreuzen).

Und wenn Du Dich in einem Forum bewegst, darfst Du Dich nicht über die dort üblichen Abkürzungen ärgern.
:–)
cu
Bitte, gern geschehen.

Ich wusste schon immer, dass Dr. Jekyll der gescheitere Typ von euch beiden ist (ok, der war schlecht. Verklagt mich).

 

 

Ein paar Worte von mir dazu: Es mag sein, dass man Israel nach diesem Austausch als moralischen SIeger sehen kann, weil sie es den Hinterbliebenen ermöglichen, ihre Söhne, Ehemänner, etc zu beerdigen. Ob der Preis dafür zu hoch ist, fragt ihr jetzt? Ich weiß es nicht.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Tpa sagt:

    Das ekelhafte Gebahren der Hisbollah beim „Gefangenaustausch“, der zum Propaganda-Leichenaustausch wurde, beweist wieder einmal, dass kein Frieden in Nahost möglich ist, solange diese Terrororganisation existiert. Israel kann alles machen was es will, der Terror will keinen Frieden, da dieser die Existenzgrundlage einiger Irrer bildet, die sonst keinen Platz in der Gesellschaft fänden. Israel kann auch machen was es will, in Europa gibt es noch immer einige Irre, denen die Irren der Hisbollah näher sind als das um seinen Bestand kämpfende Israel.

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