A-Blogger….ich lach mich tot….


Habe gerade einen sehr lesenswerten Artikel bei Ami gelesen, der eine Antwort auf eine E-Mail, die sie erhalten hat, darstellt. Dabei ging es darum, ob gewisse Blogs überflüssig sind oder nicht (hier waren speziell Familienblogs gemeint). Der Mailschreiber hat sich wohl darüber beklagt, dass diese – von ihm/ihr so genannten – „Windelblogs“ ja nur den arrivierten A-Bloggern (wie ich diesen Ausdruck HASSE!) ihre wohlverdiente Leserschaft streitig machen und diese dadurch von den vordersten Plätzen der Statistik verdrängen.

An der Stelle mal ein Einwurf: Was genau ist eigentlich ein A-Blogger? Lexikon2.blog.de definiert den Begriff so:

A-Blogger: (synoym: Alpha-Blogger, A-Lister) Blogger, die mehr als tausend Besucher pro Tag zählen und für ihre Leser Orientierungsfunktion haben.

Die Blogosphäre ist mitnichten der hierarchiefreie Raum, von dem die Pioniere des Web 2.0 geträumt haben. Längst haben sich neue Strukturen der Meinungsmacher herausgebildet: Ein A-Blogger, so die geläufige, von Alt-Bloggern geprägte, aber nicht unumstrittene Bezeichnung, ist demnach ein Blog, der mehr als tausend Besucher pro Tag zählt und für seine Leser und viele andere Blogger Orientierungsfunktion hat. A-Blogger stehen demnach über den B-Bloggern und C-Bloggern. Allerdings entspricht diese Dreiteilung nicht der ursprünglichen Graswurzel-Idee des Bloggens, wonach jede Stimme gleichermaßen Gewicht hat, nur die Stringenz der Argumente zählt und Standpunkte diskursiv erarbeitet werden. Die meisten Betreiber von besucherstarken Blogs führen die Bezeichnung A-Blogger für sich selbst jedoch nicht im Munde – oder nur in ironischem Kontext. “ 

 

Wenn dies die einzigen Kriterien sind, dann haben Blogs wie der von Ami die Grenze zum A-Bloggertum schon längst vaporisiert. 😉 Und was noch daraus hervorgeht: Ein „echter“ A-Blogger reitet nicht darauf herum, einer zu sein. Wenn jemand dies dennoch tut, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass er oder sie bestimmt nicht zu dieser eingebildeten Elite gehört und dass er einen Weblog wohl eher als Schwanzlängenvergleich mithilfe einer Klickstatistik sieht.

Mir sind Blogs wie der von Ami (den ich täglich lese) um einiges lieber, als das pseudoelitäre Geschreibsel von so manch anderem. Den Eintrag sollte wirklich jeder, der sich selbst mit Blogs beschäftigt, zumindest einmal gelesen haben. Daher mein bescheidener Appell an AMI: Bitte ewig so weitermachen! 😉

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. rotegraefin sagt:

    Warum sollte Ami etwas ewig tun?

    So lange sie es gerne tut ist es okay aber der Anspruch von anderen auf Ewigkeit hat bei mir etwas Erdrückendes.

  2. Udo sagt:

    Ach, so war das auch nicht gemeint. 😉

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