Die Mumbai-Verschwörung

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Jetzt ist es also klar, wer die wahren Schuldigen am terroristischen Massenmord in Mumbai waren. „Die islamistischen Terroristen natürlich!“ werdet ihr jetzt denken. Aber nein, weit gefehlt, Leute! Das waren nämlich keine Terroristen, sondern tapfere Freiheitskämpfer, die in Mumbai einen heldenhaften Tod gestorben sind im Kampf gegen ihre Unterdrücker. Schuld sind die Juden. Und natürlich die USA.

Von welcher Art von Wahnsinn werden diese Figuren, die immer wieder bei solchen Anschlägen Täter und Opfer absichtlich miteinander vertauschen, eigentlich geritten? Ich weiß nicht, was mich bei solchen Aussagen wütender macht: Die Glorifizierung der Terroristen oder die dahintersteckende Respektlosigkeit gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen. Pfui Teufel kann ich da nur sagen!

 

Mein Dank geht an den Lindwurm.

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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Was es diesen Verschwörungstheoretikern aber auch immer wieder einfach macht ist der Umstand, dass es wirklich immer wieder widersprüchliche Aussagen gibt. In einem Punkt dürfen wir uns nichts vormachen; Wir erfahren garantiert NIE die ganze Wahrheit über solche Vorfälle! Jede Regierung, jedes Militär und jeder Geheimdienst filtert und verändert die an die Presseagenturen weiter gegebenen Darstellungen nach ihren eigenen Bedürfnissen.

    Einige Dinge sollten einen wirklich skeptisch werden lassen. Die Gesamtzahl von nur zehn Attentätern klingt wirklich alles andere als plausibel. Dann dieser exakt EINE überlebende Terrorist, der jetzt freundlicherweise so redselig wird… Auch die Meldung über die mit Drogen aufgeputschten Kämpfer, welche somit in der Lage waren, es mehr als zwei Tage lang mit den indischen Spezialeinheiten aufzunehmen, klingt durchaus ein wenig so, als wenn sie nachgeschoben wurde, um die geringe Anzahl Terroristen glaubwürdger erscheinen zu lassen.

    Ehrlich: Diese Verschwörungstheorien sind nur deswegen so abstrus, weil sie, kritisch betrachtet, noch weit weniger Sinn ergeben als die offizielle Version. Die offizielle Version aber passt hinten und vorne einfach nicht zusammen. Diese vorher vollständig unbekannte islamistische Organisation, die plötzlich mit unglaublicher Effizienz und Zielstrebigkeit, sowie exzellenter Vorbereitung zuschlägt… Wenn wir mal mental einen Schritt zurück machen und uns vorstellen, alle diese Ereignisse hätten wir in einem Action-Thriller gelesen – würden wir dann sagen „ja, das ist realistisch“ oder nicht eher „das ergibt doch nicht wirklich Sinn“?

    Ich halte es für Quatsch, dass hinter Ereignissen wie diesen oder dem elften September „in Wirklichkeit“ Amerikaner, Briten und Israelis stecken, oder was immer die Apologeten des islaistischen Terrors da für Vermutungen aufstellen. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir nicht die Wahrheit erfahren, dass da viel unter Verschluss gehaltten, umgedeutet und teilweise auch erlogen wird, um der Weltöffentlichkeit ein möglichst deutliches Bild in schwarz/weiß zu vermitteln. Und ja, ich halte es für denkbar, dass manche Geheimdientskreise Informationen über bevorstehende Anschläge zurückgehalten oder ignoriert haben, weil sie es vorzogen, im Anschluss danach mit einer besseren Rechtfertigung gegen die Urheber (und wer immer dafür verantwortlich gemacht werden kann) vorzugehen! So haben Politiker und Geheimdienste seit Anbeginn der Geschichte gehandelt, und ich weiß wirklich nicht, wieso wir uns der Illusion hingeben wollen, dass unsere westlichen Geheimdienste nicht so handeln würden, nur weil sie westlich sind.

    So wie ein General oft Soldaten in den sicheren Tod schicken muss, um die Gesamtschlacht zu gewinnen, so denken auch Geheimdienste in ähnlichen Kategorien: Manchmal ist es besser, einen spektakulären Terroranschlag geschehen zu lassen, um dann von der Weltöffentlichkeit ein besseres Mandat für eigene Aktionen zu erhalten.

  2. manhunter sagt:

    „Ich bin ja keiner dieser Verschwörungstheoretiker, aber…“

  3. Udo sagt:

    @Andi: Solche widersprüchliche Aussagen gibt es doch immer wieder. Wenn man drei Augenzeugen zu ein und demselben Autounfall befragt, erhält man mit etwas Pech auch drei verschiedene Aussagen, die sich oft genug widersprechen.

  4. Dass Augenzeugenberichte so eine Sache sind, habe ich ja in einem anderen Kommentar auch schon erwähnt. Mir geht es allerdings um die Ungereimtheiten in der offiziellen Version.

    Hast Du zuletzt zufällig die Artikel über die verloren gegangene Atombombe am Nordpol gelesen? Fernab von jeder Verschwörungstheorie gab es damals EINE offizielle Version und gibt es jetzt, ein paar Jahrzehnte später, eine ANDERE offizielle Version.

    Mit ein paar Jahrzehnten Verzögerung kommt immer mal wieder ans Licht, wie offizielle Versionen verschweigen, verschleiern und verdrehen. Ich bin nicht so naiv anzunehmen, dass die heutige Informationspolitik ehrlicher wäre.

    Vielleicht gibt es im Jahr 2025 ja auch in irgendeinem Medium eine Artikelreihe mit den wahren Ereignissen dieses Jahres, komplett mit Aussagen von Regierungsvertretern, die einräumen, dass man damals aus diesem und jenem Grund an der Berichterstattung herummanipuliert hat.

  5. Udo sagt:

    Die Sache hab ich nicht im Detail verfolgt, was genau war denn da?

  6. Den Artikel habe ich noch einmal gefunden:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,589958,00.html

  7. Harald sagt:

    Icg denke nicht, dass irgendeine Version stimmt. Weder hier noch dort. Und Terroristen sind Arschlöcher. Basta.

    Aber es gibt einfach die Praxis in den letzten Jahrhunderten, Angriffe zu fördern oder zu faken und dann dem Gegner unterzuschieben.

    Denn Ziel der Kriegsführung ist ja nicht jemanden zu töten, sondern die Glaubwürdigkeit der Medien auf sich zu ziehen, um dann alles durchzusetzten was man möchte.

    Hitler hat einen Angriff Polens inszeniert. Für den Koreakreg reichte eine Schlagzeile in der NY-Times, Kuba sollte mit eine False Flag Operation gestürzt werden. Nur Kennedy hatte das unterbunden, sonst wären unschuldige Menschen in Florida gestorben. Also man braucht gar nicht in den aktuellen Aufgeregheiten rumstöbern.

    Sehr zu empfehlen sind die Texte und Videos von Daniele Ganser. http://www.danieleganser.ch/

    Ein bisschen mehr Ehrlichkeit und Offenheit seitens der Dienste wäre angemessen. Würde auch deren Arbeit sozialverträglicher machen 😉

  8. Udo sagt:

    @Andi: DAS ist allerdings echt die Härte. Dass unsere Berichterstattung gefiltert wird, ist mir klar, allerdings kommt – wie dieser Fall auch beweist – die Wahrheit immer wieder ans Licht.

    @Harald: Ich glaube aber, dass Wahrheit aber doch eher bei der offiziellen Berichterstattung liegt.

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