Die Post bringt allen was Teil 2: Mein Tango mit dem Briefträger

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Habe ich hier wirklich gesagt, ich möchte mich für meinen Ton in Teil 1 entschuldigen? Ja? Ich nehme alles wieder zurück! Dieser (die nun folgende seitenlange Schimpftirade wurde aus Gründen der Jugendgefährdung zensiert – mfg, der Lektor) war heute – wie mich ein Anruf der freundlichen Dame vom Postamt bereits vorgewarnt hatte – persönlich bei mir, um mit mir zu reden. Oder was man halt so „reden“ nennt, denn was folgte, war ein Schreiduell im Stiegenhaus. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich meine Beschwerde an seinem Arbeitsplatz von gestern wirklich in einem sachlichen Ton vorgetragen habe und in keinster Weise irgendwie persönlich geworden bin. Aber wenn bei mir jemand vor der Tür steht, mich nicht einmal grüßt und sofort beginnt, mich anzuschreien, dann kann sich derjenige sicher sein, dass er mit mir sein blaues Wunder erlebt (meine Freundin hat einmal – in einem anderen Zusammenhang –  gesagt, ich sehe so harmlos aus, dass manche Leute anscheinend glaube,n sie können mit mir machen, was sie wollen – da war der Briefträger nicht der erste, der feststellen musste, dass der Schein trügt!). Jedenfalls beginnt er, kaum, dass ich die Tür aufgemacht habe, mir (sinngemäß) Dinge wie „Was bilden sie sich ein, sich zu beschweren!! Wenn ich klingle müssen sie innerhalb von 30 Sekunden gefälligst vor der Tür stehen(das hat er wirklich so gesagt)! Sind sie denn kein Mensch, dass sie nicht gleich etwas sagen können??“  regelrecht entgegezubrüllen und das mit einer Körpersprache, die recht deutlich signalisiert hat, dass er mir seine Post am liebsten über den Schädel hauen würde. Als ich ihm dann sagen wollte, dass das erstens so nicht stimmt, weil er mir beim ersten Mal gleich in den Lift davongerannt ist, dreht sich der einfach um und will wieder verschwinden. Klar, er, der König, hat seinen Teil ja gebrüllt gesagt und ich kann scheißen gehen zusehen wo ich bleibe. Was dann folgte war eben besagtes Schreiduell im Stiegenhaus, bei dem dann auch mein Vater, der zufällig dabei war, mitgemischt und dem Briefträger nochmal ordentlich eingeschenkt hat. Ich bin gegen Ende dieses Schreiduells (und nichts anderes war es, er stand am unteren Ende der Stufen und hat sich nicht einmal raufgetraut, nein, er hat uns noch alles mögliche raufgebrüllt, dieser verfluchte (jaja, wir wissens schon…wieder drei Seiten zensiert. – der Lektor).

Jedenfalls hab ich danach wieder beim Postamt angerufen und mir wurde versichert, dass das ganze, falls mit dem Herrn beim nächsten Gespräch (also mit seinem Vorgesetzten, nicht mit mir) wieder nichts Gescheites rauskommt, an eine höhere Stelle weiter geleitet wird. Außerdem wird sie mich nächste Woche anrufen und mich über den Fortgang der Geschehnisse unterrichten. Ich habe ihr außerdem gesagt, dass ich mit dem Typen nichts mehr zu tun haben will und er mir – falls wieder etwas für mich kommt – einfach die Benachrichtigung in den Briefkasten werfen, denn sowas ist echt unter meinem Niveau (letzteres hab ich allerdings nicht gesagt, sondern nur gedacht).

Hoffe jedenfalls, dass dem Typ mal ordentlich in die Parade gefahren wird.

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. void sagt:

    Mir ging es ähnlich…

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