Eine Tasse Kinderblut gefällig?

am

Ich fasse es nicht….gerade mal wieder bei Spirit of Entebbe gelesen und das dabei entdeckt. Zu den Machern von „Blut für die Bundeskanzlerin“ fällt mir nur ein Zitat aus „Alle Menschen san ma zwider“ von Kurt Sowinetz ein: „Ich wünsch euch allen nen Haufen Krätzn, an Zeck im Ohr und den Quiqui!“ (Quiqui ist wienerisch heißt soviel wie Tod – Anm. meinerseits)

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Was ist denn hier los – hast Du alle Kommentare gelöscht, oder bringe ich da etwas durcheinander?

  2. Meine Dummheit – ich habe Deinen Blogeintrag mit einem anderen mit ähnlichem Titel verwechselt!

    Hier mein Kommentar, den ich versehentlich dort abgesetzt hatte:

    Wow, mit diesem Thema hast Du Dir auf jeden Fall eine große Aufmerksamkeit gesichert, Udo!

    Mir tut es allerdings immer ein wenig weh, wenn ich sehe, wie schnell “Israelkritik” und “Antisemitismus” gleich gesetzt werden (das bezieht sich jetzt nicht auf Deine Kritik an dieser speziellen Aktion mit dem Kinderblut).

    Die oft gestellte Frage: “Was haben die Kinder der Palästinenser eigentlich getan, dass die israelischen Streitkräfte sie jetzt töten?” ist natürlich verlogen: Die Palästinenser im Gaza-Streifen haben sich mit der Hamas eine Regierung gewählt, die für Unversöhnlichkeit und den Krieg mit Israel steht – sie stehen also mehrheitlich hinter diesem Krieg (auch wenn sie natürlich niemals wollten, dass Israelis Palästinenser töten – nur eben umgekehrt!) Wenn die Bevölkerung diesen Krieg mehrheitlich unterstützt, dann ist es wirklich vom Kriegsgegner zu viel verlangt, auf diejenigen Bürger, die möglicherweise gemäßigtere Positionen vertreten, Rücksicht zu nehmen.

    Und was die Kinder angeht: Dass die Israelis nicht gezielt Kinder töten, das ist schon aus PR-Gründen offensichtlich. Wenn natürlich Palästinenser voller Stolz in Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser Hamas-Kämpfer unterbringen und aus deren Nähe Raketen auf Israel abfeuern, dann fordern sie den Tod ihrer Kinder geradezu heraus – sie opfern sie gewissermaßen, um in den Medien besser dazustehen! Dass diese wirklich perfide Taktik auch noch im Westen mit entsetzten Berichten über die Tötung unschuldiger palästinensischer Kinder honoriert wird, das ist schon sehr ärgerlich.

    Nichtsdestotrotz IST die einseitige Schuldzuweisung an die Hamas falsch. Israel hat sich in den letzten Jahrzehnten keineswegs wie ein Friedensengel verhalten: Radikale Zionisten, ultraorthodoxe Juden und Siedler bestimmen die Politik in Israel entscheidend mit. Entscheidungen über Militärschläge werden nicht nur aus humanistischen, sondern auch aus handfesten pragmatischen politischen, teilweise auch aus Wahlkampfgründen gefällt. Nichtjüdische Bürger werden nicht vollständig gleichberechtigt behandelt, und die Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten ist schlicht völkerrechtswidrig. Schließlich ist die Geschichte der Gründung des Staates Israel auch die Geschichte einer Vertreibung der arabischen Bevölkerung dieser Gebiete.

    Die Hamas ist eindeutig im Unrecht, und ich kann mich der Einschätzung, dass es sich bei ihr um eine terroristische Mörderbande handelt, anschließen – aber wenn eine Seite im Unrecht ist, bedeutet dies nicht, dass die andere automatisch im Recht ist! Isrealkritik muss gestattet sein, und insbesondere auch die Frage nach dem Sinn und der Berechtigung dieses Krieges. Ist eine Invasion ein angemessenes Mittel, um auf die Gefahr des Raketenbeschusses und terroristischer Anschläge zu reagieren? Ist es ein sinnvolles Mittel (oder verschlimmert es nicht im Gegenteil den Konflikt bloß)? Wer diese Fragen verneint, ist deswegen noch kein Antisemit.

    Das Existenzrecht Israels sollte heute nicht mehr in Frage gestellt werden dürfen (vor 60 Jahren allerdings gab es dazu gute Gründe). Eine Legitimation unter biblischen Gesichtspunkten allerdings ruft zwangsläufig und gerechtfertigterweise Widerspruch in der muslimischen Welt hervor (und verstärkt leider die religiöse Komponente dieser Auseinandersetzung). So entsetzlich und widerwärtlig der Judenhass der arabischen Welt auch ist: Er kommt nicht aus dem Nichts und ist, wenn auch nicht entschuldbar, so doch erklärlich.

  3. Udo sagt:

    Ich bin ebenfalls nicht dafür, jede Kritik an Israel sofort mit der Antisemitismuskeule totzuschlagen. Das ist eindeutig der falsche Weg. Mir geht nur diese spezielle Art von „Israelkritkern“ auf die Nerven, die hinter ihrer „Kritik“ nur ihren – schlecht kaschierten – Antisemitismus verbirgt und die sich zusehends in den Medien breit macht. Ansonsten kann ich mich deiner Einschätzung nur anschließen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s