Ergebnis der Blogparade „Was muss sich in der Kirche ändern?“


Meine Blogparade „Was muss sich in der Kirche ändern?“ ist vor kurzem zu Ende gegangen. Hiermit präsentiere ich die Beiträge der teilnehmenden BloggerInnen:

 

Sebastian schreibt in seinem Beitrag, dass die Menschen sich heute vor allem deswegen nicht mehr vermehrt an die Kirche wenden, weil die Kirche immer dann Anlaufstelle für die Leute ist, wenn es ihnen schlecht geht. Da die diversen Existenzängste von früher heute nicht mehr so evident sind (bevor jemand z.B. verhungern muss, greift der Staat helfend ein) und wenn es jemandem wirklich schlecht geht, neigt dieser jemand eher dazu zu fragen, wieso es eigentlich ihn/sie treffe (d.h. die Menschen fühlen sich von Gott dann verlassen). Sebastian meint auch, dass die Kirche nie ganz verschwinden wird, es geht ja immer wieder Menschen schlecht. Und den Gottesdienst sollte man wirklich etwas später ansetzen!😉

Timo sieht das Problem vor allem darin, dass die Kirche selbst immer älter wird. Man sieht bei den Gottesdiensten und diversen anderen Veranstaltungen immer weinger Jugendliche. Einzige Ausnahme sind diejenigen, die wegen ihres Konfirmandenunterrichtes in die Kirche gehen MÜSSEN und die sieht man danach meistens nie wieder (eine Erfahrung, die ich nur bestätigen kann). Man muss versuchen, die Jugendlichen wieder mehr zu begeistern, um sie zu einer aktiven Teilnahme zu bewegen.

 

Thomas verortet das Hauptproblem an einer anderen Stelle. Er sagt, dass vor allem die extremen Formen der liberalen und der konservativen Kreise an der Situation schuld sind, da diese längst ihren eigenen Glaubenskrieg ausfechten und durch den ihnen eigenen Tunnelblick bereits jeglichen Sinn für Sachlichkeit verloren haben. Beide Gruppierungen bekämpfen (wenn ich Thomas richtig verstanden habe – ansonsten bitte ich um Korrektur!) die jeweils andere ohne zu erkennen, dass diese ihr jeweiliges Spiegelbild ist…

 Alper Iseri meint, dass viele Standpunkte der Kirche heute einfach nicht mehr zeitgemäß seien. Er spricht dabei ihr Verhalten gegenüber Verhütungsmethoden und das sehr zögerliche Verhalten des Vatikans, was den den sexuellen Missbrauch von Kindern betrifft. Die Kirche müsse schleunigst moderner und offener werden, denn sonst ist der massenhafte Rückzug junger Menschen aus ihr nicht mehr aufzuhalten.

 

MaharaniGeetaSingh vom Westaflex Weblog spricht auch einige Probleme an: So ist für ihn der Kirchenbeitrag ein absolutes Reizthema und auch, dass die Dogmen der Kirche vor allem aus Zureichtweisungen und dergleich bestehen, sagt ihm nicht zu. Es werden aber auch positive Aspekte (die Bergpredigt) erwähnt.

 

Ich muss sagen, wenn mich jetzt jemand fragen würde welcher Beitrag denn nun der beste sei, dann könnte ich nur antworten: „Ich weiß es nicht. Ich finde die schlichtweg alle gut.“ Und das wäre die reine Wahrheit. Leute, ihr habt wirklich sehr viele Dinge angesprochen, die sich in der Kirche ändern müssen. Einige Beiträge sind sicher auch kontrovers. So halte ich es für problematisch, dem Christentum die Taten des Nationalsozialismus und des Kommunismus so pauschal anzulasten, wie man es angeblich mit dem Islam und dem Terrorismus macht, Maharani!

 

 

Abschließend will ich noch den Beitrag von EinFragender aus der Kommentarsektion zitieren:

 

„Was sich an der Kirche ändern soll? Die Menschen in der Kirche sollen sich ändern. Man soll endlich aufhören Politik zu machen, man soll endlich aufhören sich Gedanken darüber machen was andere denken und endlich anfangen nur Jesus nachzufolgen. So wie es die ersten Christen getan haben.

Die Menschen in der katholischen Kirche die nur Jesus nachfolgen, haben auch kein Problem mit all der Hetze gegen Christen und mit all den Flügelkämpfen.

… und noch ein paar harte Sätz zum Schluß: Alle anderen – alle die Jesus nicht nachfolgen wollen – sollen sich überlegen wo anders hinzugehen. Damit will ich niemanden herausekeln, sondern nur zum nachdenken bringen. Denn jeder der meint es geht in der Kirche um was anderes als Jesus – liegt falsch.“

 

Übrigens: Meine andere Blogparade läuft noch bis zum 4. März!

2 Kommentare Add yours

  1. Poes_Rabe sagt:

    Dem möchte ich nur ein Zitat aus dem großartigen Film „Dogma“ hinzufügen:

    „Ihr Menschen feiert Euren Glauben nicht: Ihr betrauert Ihn. Ihr solltet lernen, Gott als Erlösung zu sehen, und nicht als Bürde.“

  2. fred24 sagt:

    Ich finde den Aspekt, dass es den Menschen heute „zu gut geht“ sehr interessant, dieser Meinung bin auch. Interessant wäre aber auch die Frage, ob nicht die heutigen Medien wie das Internet (zum Beispiel bloggen) die Funktion der Kirche teilweise übernehmen können und somit einen Ablösungsprozess der Jungen von der Kirche begünstigen? (Was ich persönlich überhaupt nicht negativ finde).
    Das moderne Denken, Reflektieren, Verhalten und Ausdrücken findet bei mir einen viel besseren Anklang durch moderne Medien, als durch das Kirchenbank drücken.

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