Hörspielreview: „Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten“

am

Dauer: ca. 40 Minuten

Buch: H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
Musik und Effekte: Bert Brac
Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Beurmann

Rolle – Sprecher
Reporter Tom Fawley…Frank, Horst
Eireen Fox…Kollecker, Brigitte
Graf Dracula…Kramer, Gottfried
Dr. Stein…Paetsch, Hans
Wirt…Sterzenbach, Benno
Humunculus…von Klipstein, Ernst
Dr. Finistra…Wegener, Johanna
Erzähler…Diess, Karl Walter

Inhalt: Das Reporterduo Tom Fawley und Eireen Fox befindet sich gerade in Transsylvanien. Dort wollen die beiden einen gewissen Dr. Stein interviewen, der laut eigenen Aussagen den ersten Humunculus erschaffen hat. Am Abend zuvor passiert in dem Gasthof, in welchem die beiden für die Nacht abgestiegen sind, ein mysteriöser Mord. Ein Mann stürzt vom Balkon über ihnen zu Tode und als die beiden die im Hof liegende Leiche in Augenschein nehmen, stellen sie fest, dass der tote Mann erstens Kleider trägt, diebestenfalls im vorigen Jahrhundert in Mode waren, und ihm zweitens der Kopf, sowie sein rechter Arm amputiert wurden und nun unauffindbar sind. Noch viel sletsamer erscheint Eireen und Tom aber das Verhalten der Einwohner auf den Mord. Da ist es doch schon fast nebensächlich, dass die Leiche sich in ein Häufchen Asche verwandelt hat, nachdem sie mit den ersten Sonnenstrahlen in Berührung kam. Den Kopf voller Rätsel machen die zwei sich auf, um ihr Interview mit Dr. Stein auf Schloss Mordabrunn (!) über die Bühne zu bringen. Dabei ahnen sie nicht, dass sie damit noch tiefer in die geheimnisvollen Geschehnisse im Lande Draculas hineingezogen werden….

Kommentar: Nach der letztens von mir gereviewten Katastrophe namen „Krieg im All“ wollte ich mal wieder was Spaßiges besprechen. Und was liegt da näher als ein Hörspiel der Gruselserie von Europa? Nichts? Na eben!
Kommen wir zuerst zu den Sprechern, bei denen ich vor allem Horst Frank, Gottfried Kramer, Brigitte KOllecker und Johanna Wegener lobend erwähnen. Horst Frank & Brigitte Kollecker gehören als Reporterduo eh zum Inventar der Gruselserie (sie sind die einzigen wiederkehrenden Charaktere) und spielen das sich gegenseitig anzickende Gespann ziemlich gut. Gottfried Kramer schafft es, die ganze Zeit gekonntes Overacting hören zu lassen und gerade damit eine gewisse Art der Bedrohung zu erzeugen. Und Johanna Wegener klingt als Finistra so dermaßen absurd, ich könnte ihrem „N´Abend!“ wirklich stundenlang zuhören….
Die Soundkulisse geht auch völlig in Ordnung und ich finde – anders als Poes_Rabe bei „Gräfin Dracula“ – dass der neue Soundtrack hervorragend passt.
Mein Trashfanherz schlägt bei dem Hörspiel auch immer wieder höher. So finde ich die Decknamen von Frankenstein und Dracula (Dr. Stein und – haltet euch fest – Graf Cula) wirklich herzallerliebst. Und auch die Auflösung des Mordes (der ja der Grund dafür ist, weshalb Dracula Frankenstein ans Leder will) ist so abstrus, dass sie schon wieder gut ist.

Fazit: Dieser Teil der Gruselserie von Europa ist ein kurzweiliger Spaß mit ein paar lustig-trashigen Elementen und extrem unterhaltsam. Daumen hoch und bloß nicht ernst nehmen!

5 von 5 Punkten

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