Hörspielreview: Gabriel Burns Folge 1: „Der Flüsterer“

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Rolle….Sprecher
Erzähler…Kluckert, Jürgen
Steven Burns…Vollbrecht, Bernd
Larry Newman…Schalla, Björn
Mr. Bakerman…Meincke, Ernst
Sonny Heseltine…von Nordhausen, Engelbert
Constable Bennett…Hinze, Matthias
Constable Landon…Schaale, Gerald
Joyce Kramer…Krahl, Bianca
Da Costa…Wolf, Hans-Jürgen
Daniel…Schälte, Max Oscar
Steven als Kind…Weber-Drücke, David
Dr. Phillips…Ratthey, Barbara
Lucy…Schrötter, Heike
Doc Harding…Schröder, Jochen
Unfallopfer…Rudolph, Marco
Linda Aspin…Wagner, Jasmin
Bernard Cadieux…Bahro, Wolfgang
Mrs. Aspin…Karl, Vera
Popescu…von Nordhausen, Engelbert
Intro…Paetsch, Hans
Dauer: 68.19 Minuten

Inhalt: Steven Burns ist Taxifahrer. Eines Nachts nimmt er eine Frau mit, die beim Aussteigen von einigen Männern bedroht wird. Steven versucht ihr zu helfen, er wird allerdings überwältigt und bewusstlos geschlagen. Als er wieder zu sich kommt, findet er sich in einem Hotelzimmer wieder, die Leiche der Frau liegt neben ihm. Die Falle schnappt endgültig zu, als plötzlich die Polizei vor der Tür steht und ihn verhaftet. Allen Beteuerungen Stevens zum Trotz, hält man ihn für den Mörder der jungen Frau. Da kommt plötzlich ein ihm unbekannter Mann in seine Zelle, der ihm einen Deal anbietet: Er soll für ihn in dem kleinen Nest Eden Creek einen bestimmten Mann ausfindig machen. Steven sagt zu und damit beginnt für ihn der Albtraum erst so richtig. Die kleine Stadt Eden Creek scheint beinahe ausgestorben zu sein, ein Schneesturm schneidet es von der Außenwelt ab und die letzten Überlebenden verlieren nach und nach den Verstand und werden eine Gefahr für andere. Was hat es mit den Einstichen im Nackenbereich der Opfer auf sich? Wer sind die ominösen „grauen Engel“ denen Steven mit der Zeit auf die Spur kommt? Und welches dunkle Geheimnis liegt in Stevens Vergangenheit begraben?

Kommentar: Die Reihe „Steven Burns“ von Volker Sassenberg ist ein sehr ambitioniertes Projekt, dass merkt man bereits ab der ersten Folge. Die erstklassige Produktion setzt, ohne zu übertreiben, im Bereich des Hörspieles neue Maßstäbe. Die Handlung präsentiert sich als ein Mix aus Akte X, Lovecraft und einem Spritzer Twin Peaks. Auch wenn die Handlung im FLüsterer teilweise etwas vorhersehbar ist, wird dem Hörer doch keine Sekunde langweilig. EInzig und allein bei den Sprechern habe ich ein kleines Problem: Die lassen nämlich in den ersten fünf Minuten kollektiv die Overactingsau raus. Ab dem ersten Auftritt von Bakerman normalisiert sich das aber. Lobend erwähnen muss man auch die unheimliche Atmosphäre, man hat das Gefühl, als würde man sich selbst mitten in Eden Creek befinden. Die Geräuschkulisse ist einfach grandios!

Fazit: Ich muss mich bei Poes_Rabe noch einmal dafür bedanken, dass er mir diese Reihe gezeigt hat. DIe ersten fünf Folgen kenne ich schon, Nr. 6 und 7 dürften bald bei mir eintrudeln. 4 von 5 Punkten.

9 Kommentare Gib deinen ab

  1. xenon sagt:

    Gabriel Burns ist wirklich eine verdammt gute Serie. Für mich markierte sie den Wiedereinstieg ins Hörspielleben – was seinerseit nicht einmal Sinclair Edition 2000 schaffte. In sofern bin ich Volker Sassenberg wohl auf ewig verbunden, dass er mich wieder an die Freude des Hörens gewöhnt hat.

    Leider gibt es die Aktion „Folge eins für einen Euro“ nicht mehr, sonst hätte man jedem Zweifler raten können, sich ohne nachzudenken dieses Einstieg zuzulegen.

    Noch eine Bemerkung zum Thema Overacting in der Folge: Ich bin ziemlich schlimmes gewöhnt, was diesen Bereich angeht, weswegen ich die Kritik nicht ganz nachvollziehen kann. Ist aber Geschmackssache 🙂

  2. Udo sagt:

    Ist auch nur in den ersten fünf Minuten auffällig. 😉
    Bei mir war es das Gruselkabinett von Titania Medien (Genauer gesagt Folge Nr. 6: Das verfluchte Haus, die auf dieser Seite an anderer Stelle entsprechend gewürdigt wurde).
    Gabriel Burns ist derzeit einfach die beste fortlaufende Hörspielserie auf dem deutschsprachigen Markt.

  3. xenon sagt:

    Hörst du eigentlich nur professionelle Produktionen, oder gibst du auch hin und wieder Amateurhörspielen eine Chance? Wenn dem so ist, kann ich nur auf meinem Blog verweisen, da gibt es einige Produktionen von uns als kostenlosen Download. Ganz schlecht können wir nicht sind, da wir beim HSP-Award 08 den dritten Preis in der Kategorie „Bestes Newcomer-Label“ bekommen haben.

    Über Kritik freuen wir uns immer – bisher ist der Meinungsrücklauf eher gering, was insofern Schade ist, da wir uns immer weiter verbessern wollen, dies aber nur mit Kritik, die auch bei uns ankommt, schaffen können

  4. Udo sagt:

    Ich würde mir mit Freuden auch Amateurhörspiele anhören 🙂 Allerdings musst du darauf eingestellt sein, dass ich nicht versprechen kann, dass die Kritik positiv ausfällt. Ich werde aber immer fair bleiben. 😉

  5. Udo sagt:

    Als nächstes ist aber ein Klassiker dran, der schon einen legendären Status innehat. Ich sag nur H.G. Wells und Orson Welles. 😉

  6. xenon sagt:

    Positive Kritik bringt doch einem eh nicht viel voran. Wenn es immer heißt: „Hey, ist doch geil, was ihr da macht,“ dann kann man sich nicht verbessern, weil man nichts anders machen würde. Aber gerade das ist unser Ziel, weswegen auch böse Kritik produktiv sein kann (auch wenn sie persönlich ein wenig schmerzen mag, was aber sicherlich normal ist.)

    Und an der Umsetzung des Klassikers gibt es nichts zu rütteln. Ein Meilenstein der Hörspielgeschichte 🙂

  7. Poes_Rabe sagt:

    [quote]Fazit: Ich muss mich bei Poes_Rabe noch einmal dafür bedanken, dass er mir diese Reihe gezeigt hat. [/quote]

    Na da weisst Du ja mal wieder, was Du an mir hast… *g*

    [quote]EInzig und allein bei den Sprechern habe ich ein kleines Problem: Die lassen nämlich in den ersten fünf Minuten kollektiv die Overactingsau raus. Ab dem ersten Auftritt von Bakerman normalisiert sich das aber. [/quote]

    Stimmt… aber hättest Du das auch geschrieben, wenn ich Dich nicht schon davor gewarnt hätte? 😉

  8. Udo sagt:

    Ich glaube schon (sicher sagen kann ich es aber nicht). 😉

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