Hörspielreview: Eddies garstige Geschichten Teil 1: Dämonen im Fahrstuhl

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Eddies garstige Geschichten 1: Dämonen im Fahrstuhl

Sprecherliste hab ich leider keine (wenn Xenon vielleicht so nett wäre, ich werd sie dann updaten).

Dauer: ca. 30 Minuten

Pentagramm Publishing

 

Inhalt: Bei einer Weihnachtsparty im Büro seiner Firma erlebt Paul Stanley eine unliebsame Überraschung. Jeff, ein ehemaliger Geschäftsführer, hat seine Entlassung noch nicht wirklich verwinden können und taucht unvermittelt auf dem Höhepunkt der Feier auf. Paul und Co möchten den Störenfried lieber heute als morgen los werden. Dabei gibt es nur ein Problem: Jeff hat ein paar dämonische Freunde mitgebracht. Panisch fliehen Paul und seine Kollegen in den nächstbesten Aufzug. Ein Fehler, den sie kurz darauf schon bitter bereuen…

 

Kommentar: Hier ist es also, das erste Review eines Amateurhörspiels von mir. Und ich mus sagen, ich war von der zumindest semiprofessionellen Machart doch positiv überrascht. Zumindest habe ich im Handel schon Hörspiele erstanden, deren Geräuschkulisse um einiges schlechter war als hier bei den „Dämonen im Fahrstuhl“ (Ja ich rede mit dir, Verschollen im Spukhaus!) .  Aber der Reihe nach.

Bei den Sprechern muss man natürlich in Betracht ziehen, dass es sich natürlich nicht um ausgebildete Leute handelt (falls das nicht stimmt, bitte ich um Berichtigung!). Dennoch war ein Unterschied im Vergleich zu so manch anderer Produktion (du brauchst gar nicht so eingeschnappt zu gucken, liebes Sternentor!)  nicht wirklich feststellbar. Auch hier muss man sagen, dass alle Beteiligten einen recht guten Job abliefern (nur die Sprecherin von Rachel wirkte meiner Meinung nach ein wenig zu „angestrengt“, war aber auch noch ok).

Was sich ebenfalls positiv aufs Gesamtergebnis auswirkt ist, dass die Macher ganz offensichtlich mit einer gewissen Freude bei der Sache waren. Natürlich ist die Geschichte nicht darauf ausgelegt, dass die Hörer sich zu Tode gruseln. Dieses Hörspiel will ein kurzweiliger Spaß sein, was ihm vor allem ab dem zweiten Akt auch recht gut gelingt. Sie hat mich (auch aufgrund des Prologes) viel eher an die lustigeren Episoden aus der Fernsehserie „Tales from the Crypt“ erinnert, die ja eine ganz ähnliche eine ganz ähnliche Haltung an den Tag gelegt hat. Das einzige Problem, das ich mit der Geschichte habe ist, dass mir der erste Akt etwas zu lange dauert. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser ein wenig gestrafft worden wäre und man so mehr Platz für Dämonenaction und lustiges Bürohengste killen gemacht hätte (oder man hätte den ersten Akt so belassen und in den zweiten noch ein paar fiese Kills mehr einbauen können, was wohl noch besser gewesen wäre). Das ist aber ehrlich gesagt mein einziger Kritikpunkt.

Die Geräuschkulisse geht wie gesagt vollkommen in Ordnung, es reicht zwar nicht an den Sound von Gabriel Burns heran, aber Studio Maritim und Co können sich jetzt erst recht in Grund und Boden schämen.

 

Fazit: Ein witziges Hörspiel, das sich selbst nicht ernst nimmt und sehr kurzweilig ist. Ich vergebe 3,5 von 5 Punkten.

 

 

Runterladen könnt ihr es euch hier (natürlich gratis).

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. xenon sagt:

    Erstmal ein riesiges Danke für das tolle Review! Hab mich sehr über die positive Bewertung gefreut 😉

    Und jetzt der Reihe nach:

    1: Sprecherliste

    Paul Stanley – Christian Sobioch
    Rachel „Rage“ Patton – Jessica Garzke
    Jeff Brown – Seraphin F. Nox
    Leslie McPort – Ingrid Starlander
    Steve Richards – Torsten Klein
    Jenna Jackson – Viktoria Brodt
    Veronica Butler – Garnet Alps

    sowie in weiteren Rollen: Florian Jysch, John Xenon, Aleksandra Crow und die Pentagramm Publishing Bad X-Mas Singers

    2. Der lange erste Akt

    Sehe ich auch so. EGG1 war mein erstes fertiges Skript, musst dazu auch noch recht schnell produziert werden und irgendwie ist uns das Kürzen in Akt 1 zu kurz gekommen. Da man aber aus Fehlern besonders gut lernt, gehöre ich jetzt immer als ersten zu den Leuten, die meckern, wenn etwas auch nur ansatzweise zu lang sein könnte 🙂

    3. Die Sprecher

    Der Cast setzt sich wirklich nur aus Amateuren zusammen, die – soweit ich es jetzt für EGG1 in Erinnerung habe – keinerlei bis höchsten sehr geringe schauspielerische Erfahrung haben. Es verwundert uns eh die ganze Zeit, dass wir es immer wieder schaffen gute Amateure ans Land zu ziehen, die auch richtig Lust an den Produktionen haben 🙂

    4. Das Sounddesign

    Hier das Danke für das Lob entgegen zu nehmen fällt mir ein wenig schwer, weil es irgendwie zweischneidig ist. Die Soundaufnahmen haben wir – von ein paar wenigen Loops mal abgesehen – mit einem dynamischen Mirkophon aufgenommen, welches auch für die Sprachaufnahmen diente – im Grund also weder technischer, noch großer finanzieller Aufwand. Lediglich Zeit und ein wenig Kreativität war nötig, um den Sound so zu gestalten, dass ich damit mehr oder minder glücklich war.

    In diesem Zusammenhang zu lesen, dass einige kommerzielle Labels diesen „Aufwand“ nicht hinbekommen, stimmt mich immer ziemlich bedenklich, weil ich der Meinung bin, dass man dem Käufer auch etwas bieten muss… Aber insbesondere Maritim ist das manchmal eine Welt für sich…

    Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir „Dämonen im Fahrstuhl“ nahezu ohne Vorkenntnisse produziert und durchgezogen haben.

    So, dass sollte als erste Antwort reichen 🙂

  2. Udo sagt:

    Sag mal, ist der Name Paul Stanley eine Anspielung auf den Frontmann von KISS?

  3. xenon sagt:

    Eigentlich nicht. Das dort eine Anspielung drin sein könnte fiel mir auch erst ne Woche nach den Aufnahmen auf. Ich fand den Namen irgendwie passig und hab ihn deshalb verwendet 🙂

    Aber wenn es eine wäre, wäre es auch sicherlich lustig. Obwohl dann Gene Simmons geeigneter gewesen wäre *hehe*

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