Recht so!

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Deutschland, Australien, Holland und die USA boykottieren die Anti-Rassismus-Konferenz der UNO. Und das ist gut so, denn so zeigen sie, dass sie zu den wenigen gehören, die noch nicht offenbar den Verstand verloren haben. Denn was bitte soll man von einer Anti-Rassismus-Konferenz halten, bei der ausgerechnet der iranische Präsident Ahmadinedschad einer der Redner sein wird? Der gießt natürlich noch gleich weiter Öl ins Feuer und bezeichnet das „zionistische Regime“ als „Fahnenträger des Rassismus“.

 

Ich wünsche den USA, Deutschland, Australien und den Niederlanden, dass sie ihr wieder gefundenes Rückgrat nicht gleich wieder verlieren und bei ihrer Entscheidung bleiben, dieser heuchlerischen Veranstaltung fernzubleiben!

5 Kommentare Add yours

  1. Aber ist Wegbleiben und nichts Sagen wirklich ein besseres Signal als Hingehen und energisch Widersprechen? Ist ein Boykott einem Eklat vorzuziehen, oder ist das nicht einfach nur diplomatische Feigheit?

    Die Verweigerung des Dialogs ist genau das Mittel, welches Diktatoren immer wieder standardmäßig benutzen, und die entsprechenden Retourkutschen sind nun bereits vorprogrammiert. Schweigen kann jeder. Das Richtige sagen kann nur derjenige, der im Recht ist. Mangelnde Auseinandersetzung ist immer im Interesse derjenigen mit dem schwächeren Standpunkt.

    1. Udo sagt:

      Es ist ja nicht so, dass sie gar nichts gesagt hätten. Die deutschen PolitikerInnen haben sehr wohl zum Ausdruck gebracht, dass sie deshalb nicht hingehen, weil sie befürchten, dass Ahmadinedschad diese Bühne dazu benutzen wird, Israel als faschistoiden Staat zu verunglimpfen. Und genau das ist ja passiert.

  2. Aber wieso können sie nicht direkt vor Ort ausdrücklich widersprechen und darauf hinweisen, dass das eigentlich ehrenwerte Anliegen der Konferenz hier instrumentalisiert und ins Gegenteil verkehrt wird? So ist die Botschaft, die den teilnehmenden Dritte-Welt-Ländern vermttelt wird, doch: Die westliche Welt lässt Euch mit Euren Problemen alleine, sobald sie etwas zu hören bekommen, was sie nicht hören wollen. Was bleibt, ist der Eindruck: Ahmadinedschad war da, der Westen nicht. So wird kein Vertrauen geschaffen.

  3. Udo sagt:

    Punkt für dich. Ich bin wahrscheinlich die österreichische Methode zu sehr gewohnt: Sitzen bleiben, Klappe halten und hinterher auch noch sagen, dass die Teilnahme an dieser Konferenz auch noch „das richtige Signal“ (Zitat unseres Außenministers!!) war.

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