Privatdetektiv zeigt Petzner an

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An dieser Stelle geht erstmal mein Dank an die lieben PolitikerInnen in Kärnten, die dafür sorgen, dass wir regelmäßig über ihre lustigen Gschichtln lachen können. Im neuesten Schwank spielen (mal wieder) Stefan Petzner und Privatdetektiv Dietmar Guggenbichler die Hauptrolle. Dieser hat Petzner nämlich angezeigt. Warum? Nun, die FPÖ hatte Guggenbichler seinerzeit auf Jörg Haider angesetzt, unter anderem, um „intime und private Details“ über Haider ans Tageslicht zu bringen (Fotos natürlich inklusive), damit sie diese im Wahlkampf verwenden können. Dieser lehnte ab und Haider versprach ihm dafür einen Job als Sicherheitsbeauftragter. Nun ist Haider aber – wie wir wissen – nicht mehr am Leben und Petzner will angeblich nichts von diesem Angebot wissen. Ich habe mir diese Meldung mal durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie uns einiges über BZÖ & FPÖ verrät. Da wäre zum Einen die offenbar völlige Unfähigkeit des BZÖ selbst so etwas einfaches wie Jobzusagen schriftlich festzuhalten (falls sich der Herr Petzner wirklich an so etwas nicht erinnern kann).  Und zum Anderen sagt uns diese Sache auch etwas über die völlige Charakterlosigkeit der FPÖ. Denn dass es bei „intimen und privaten Details über Haider für den Wahlkampf“ um etwas anderes ging, als die Frage: „Ist/war Haider schwul?“ können die dafür verantwortlichen Leute ihren Großmüttern erzählen…

Quelle: ORF.at

 

(Und eine Frage sei mir noch erlaubt: Wenn Haider nichts zu verbergen gehabt hätte, wieso hat er den Privatdetektiv mit einem anscheinend sehr gut dotierten Job bestochen?)

7 Kommentare Add yours

  1. kritikus.at sagt:

    Und was bitte schön ist an diesen Vorgängen so neu oder ungewöhnlich? So etwas gibt es doch schon seit ewig – und zwar bei allen Parteien. Gut, bei den Grünen vielleicht nicht, denn das sind ja die Guten…🙂

  2. Udo sagt:

    Also dass die sich gegenseitig Privatdetektive auf den Hals hetzen war mir schon neu.😉

    1. kritikus.at sagt:

      Ich meinte auch eher die Tatsache, mit diversen Versprechungen (Bares, Job etc) Gegner umzudrehen. Ob Parteien bearbeitende Detektive so üblich sind, weiß ich natürlich auch nicht. Wenn sie gut sind, bemerkt sie ja niemand…😉

  3. Udo sagt:

    Das ist mir schon klar, aber mit privaten Details der Kontrahenten seinen Wahlkampf bestreiten zu wollen finde ich einfach charakterlos vonseiten der FP.

  4. Ich sehe es zwar prinzipiell auch so, dass das Privatleben von Politikern eine viel zu große Rolle spielt, aber wenn zum Beispiel ein Politiker vehement Position gegen Homosexualität bezieht und dabei privat selbst diese Neigung auslebt (wie es in den USA immer mal wieder aufgedeckt wurde – bei Haider weiß ich nichts Genaueres), dann ist das meiner Ansicht nach schon absolut ein Widerspruch, von dem die Öffentlichkeit in Kenntnis gesetzt werden sollte!

  5. Udo sagt:

    Ich würde sogar hier so weit gehen zu sagen, dass es seine Privatsache ist. Um ihre Politik be(ver)urteilen zu können, muss ich nicht das Sexleben einer Person bescheid wissen.

    (Beim Haider schien es übrigens ein offenes Geheimnis gewesen zu sein, dass er solche Neigungen hatte, aber das ist alles nur Hörensagen).

  6. Georg sagt:

    Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie der Prozeß ausgeht!

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