Blogparade: Filme, die euch in Erinnerung geblieben sind


Ich starte mal wieder ne Blogparade und da ich ein großer Kino- und Filmfan bin, wollte ich euch einmal fragen, welche der Filme, die ihr in eurem Leben gesehen habt, euch (entweder in positiver oder in negativer) in Erinnerung geblieben sind. Wieviele Filme ihr nennt bleibt ganz euch überlassen (es kann einer sein oder auch hundert). Im Folgenden möchte ich euch die Filme vorstellen, die mich geprägt haben.

 

1. Ladyhawke (dt. Titel: Der Tag des Falken)

USA 1985

Regie: Richard Donner

Mit: Rutger Hauer, Michelle Pfeiffer, Alfred Molina, Matthew Broderick, Leo McKern, Ken Hutchison, John Wood, u.a.

 

Inhalt: Captain Navarre wird seit zwei Jahren von den Männern des Bischofs von Aquila gejagt. Er musste damals mit seiner Geliebte Isabeau fliehen, weil der Bischof diese Frau gerne für sich gehabt hätte und in seinem Wahn von ihr regelrecht besessen war. Der Bischof von Aquila blegte die Liebenden damals mit einem Fluch, der dafür sorgt, dass Isabeau sich am Tag in einen Falken und Navarre sich bei Nacht in einen Wolf verwandelt, um so dafür zu sorgen, dass die beiden niemals zusammen sind. Als aber mit dem jungenPhillipe Gaston ein einfacher Dieb als allerersten Gefangenen überhaupt die Flucht aus den Kerkern von Aquila gelingt, glaubt Navarre, dass der Zeitpunkt seiner Rache nun gekommen sei…

 

Kommentar: Der Film meiner Kindheit. Ladyhawke habe ich, seit ich 6 Jahre alt bin, geschätzte 10000mal gesehen und der Film wird für mich mit jedem Ansehen besser. Die Geschichte ist einfach wunderbar erzählt und die Besetzung ist schlichtweg perfekt. Mich stört nicht einmal der Discomittelaltersoundtrack, obwohl der schon einer der (wenigen) Schwachpunkte des Filmes ist. Den Trailer könnt ihr euch hier anschauen (und hey, die Szene in der Rutger Hauer und Ken Hutchison sich hoch zu Ross ein Duell im Dom liefern ist auch heute noch cool!)

 

2. Young Sherlock Holmes (Dt. Titel: Das Geheimnis des verborgenen Tempels)

USA 1985

Regie: Barry Levinson

Mit: Nicholas Rowe, Alan Cox, Sophie Ward, Anthony Higgins, u.a.

 

Inhalt: Was wäre wohl passiert, wenn sich Holmes & Watson schon als Internatsschüler getroffen hätten? Ganz einfach: Die zwei hätten ihren ersten Fall gelöst! Als es in ihrer Umgebung zu einer Reihe von rätselhaften Todesfällen kommt, stoßen Holmes & Watson auf einen ägyptischen Geheimkult, der es offenbar gezielt auf einige britische Geschäftsleute abgesehen. Als sie herausfinden, dass diese Sekte auch etwas mit dem Verschwinden von vier jungen Frauen zu tun haben könnte und man ihnen bei der Polizei keinen Glauben schenkt, wollen sie die Sache selbst in die Hand nehmen…

 

Kommentar: Der zweite Film meiner Kindheit. Damals habe ich vor allem zwei Arten von Büchern gelesen. Das waren zum Einen Jugendabenteuerromane (und hier vor allem die „Fünf Freunde“-Reihe von Enid Blyton) und zum Anderen Jugendinternatsliteratur (ich habe die „Burg Schreckenstein“ Bücher von Hassencamp regelrecht verschlungen). Tja, was soll ich sagen: Young Sherlock Holmes war damals für mich die perfekte Symbiose aus meinen beiden Lieblingsgenres. Heute gefällt mir an dem Film aber auch noch, dass er sich der indirekte Vorlage von Doyle gegenüber als durchaus respektvoll erweist. Natürlich ist in dem Film nicht alles logisch (eine Pyramide mitten in London und keiner bemerkt was? Aber klar doch), aber er ist in jeder Sekunde unterhaltsam und kurzweilig. Einen Trailer zu dem Film habe ich leider nicht gefunden, aber in dieser Szene hier sieht man immerhin ein Frühwerk von Pixar). Übrigens: Der damalige Drehbuchautor, Chris Columbus, hat auch beim ersten Harry Potter-Film Regie geführt, einer Verfilmung von einem Buch, welches Young Sherlock Holmes in einigen Punkten durchaus ähnlich ist. Ich gehöre nicht zu denjenigen, J. K. Rowling vorwerfen, sie hätte von diesem Film abgeschrieben, aber da sie selbst mal gesagt hat, sie hätte diesen Film gesehen, ist für mich klar, dass es kein Zufall war, dass Columbus für den Regiesessel ausgewählt wurde.

3. Freaks

USA 1932

 

Regie: Tod Browning

 

Mit: Harry & Daisy Earles, Olga Baclanova, Henry Victor, Wallace Ford, Leila Hyams, u.a.

 

Inhalt: In einem Zirkus, in dem die größte Attraktion die dazugheörige „Freakshow“ ist, liebt die wunderschöne Trapezkünstlerin Cleopatra den als „stärksten Mann der Welt“ auftretenden Herkules. Aber auch der Liliputaner Hans, selber einer der Sideshow-Performer der eigentlich mit einer anderen Frau verlobt ist, hat ein Auge auf sie geworfen. Anfangs von Cleo nur belächelt, beginnt diese bald, Hans auszunutzen. Als Cleopatra schließlich eher zufällig erfährt, dass Hans ein beachtliches Vermögen geerbt hat, heckt sie mit ihrem Geliebten Herkules den Plan aus, Hans erst zu heiraten und anschließend langsam zu vergiften. Aber sie habe nicht mit Hans‘ Freunden, den anderen Freakshow-Performern gerechnet…

Kommentar: Für Tod Browning, der heute vor allem für seinen Dracula-Film mit Bela Lugosi bekannt ist, war „Freaks – Missgestaltete“ ein echtes Anliegen. Selbst ein früherer Freakshow-Performer, setzte Tod Browning nicht auf Schminke und Effekte, nein, er trommelte aus allen möglichen Jahrmärkten, etc…“echte Freaks“ zusammen, die alle freiwillig an seinem Projekt teilnahmen. Browning ist mit diesem Film ein echtes Kunststück gelungen. Er zeigt uns seine Akteure in einer Art und Weise, bei der wir sie zwar ausführlich sehen, die aber gleichzeitig nicht exploitativ ist und sie in ihrer Menschenwürde respektiert. Und so versteht man dann auch die doppelte Bedeutung des Titels, wenn man erkennt, dass die wahren Freaks nicht nach außen, sondern nach innen missgebildet sind (eine Ansicht, die 1932 ja leider noch lange nicht salonfähig war). Ich habe vor Jahren übrigens mal ein sehr ausführliches Review für badmovies.de über diesen Film geschrieben.

Die Hochzeitsszene kann man sich hier anschauen.

 

4. Plan 9 from Outer Space

USA 1959

Regie: Ed Wood

 

Mit: Gregory Walcott, Tor Johnson, Bela Lugosi, Vampira, Tom Keene, u.a.

 

Inhalt: Außerirdische sind auf einem kalifornischen Friedhof gelandet und wollen die Erde mit Hilfe von Plan 9 erobern. Plan 9 sieht so aus, dass sie die Toten reanimieren und mit ihrer Hilfe die Hauptstädte der Welt einnehmen wollen. Doch ein heldenhafter Pilot, der in der Nähe des Friedhofs lebt, stellt sich ihnen in den Weg…

 

Kommentar: Plan 9 ist der Film, der mich zum Trashfan gemacht hat, als ich ihn vor gut 15 Jahren zufällig in der Sendung „Kunststücke“ des ORF gesehen habe. Kaum zu glauben, dass der offiziell schlechteste Film aller Zeiten einen Unterhaltungswert hat, der vielen ähnlichen Filmen fehlt. Dabei ist Plan 9 vor allem aufgrund seiner unfreiwilligen Komik ein Brüller, die, gepaart mit dem bemerkenswerten Enthusiasmus von Ed Wood, quasi spielend dafür sorgt, dass man vor Lachen auf dem Boden liegt. Immerhin kann der Trailer einen kleinen Teil des schieren Wahnsinns vermitteln, der einem hier entgegenschlägt. Erwähnt sei hier noch das großartige Biopic „Ed Wood“ von Tim Burton, in dem Johnny Depp die Hauptrolle spielt. Der Film endet damit, dass Ed Wood zur Premiere von Plan 9 geht. Da drängt sich doch geradezu ein Doublefeature auf, würde ich sagen.😉

 

So, das waren meine Filme. Bitte schickt mir die Links zu euren Beiträgen per Trackback hierher, oder setzt einen Link bei den Kommentaren zu diesem Artikel bis zum 4. September. Die Auswertung gibts dann spätestens 14 Tage nach dem Ende der Blogparade. Ich freue mich auf eure Beiträge!

12 Kommentare Add yours

  1. Senfi sagt:

    Hier sind meine beiden Filme

    2 Folgen aus dem Polizeiruf von 1991.

  2. kasumi sagt:

    hier meine teilnahme: http://die-chaosmacherin.blogspot.com/2009/08/blogparade-filme-die-euch-in-erinnerung.html =)

  3. kasumi sagt:

    hallo, ich hab dir den link doch schon als kommentar gemacht? Bei Blogger gibt es keine trackbacks.

  4. Udo sagt:

    Ach ja, stimmt. Sorry!

  5. Tobias sagt:

    Ich nehme ebenfalls dran teil🙂
    http://www.tobiaskoelligan.de/blogging/blogparade-filme-die-euch-in-erinnerung-geblieben-sind/

    1. Poes_Rabe sagt:

      Ich hoffe, ich darf als Nicht-Blogger trotzdem mitmachen:

      Die Verurteilten
      Einer der besten Filme aller Zeiten. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

      Der Pate I-III
      Der erste Film, der mir klar machte, dass ein Film auch dann zum Zerreisen spannend sein kann, wenn nicht alle 2 Minuten etwas in die Luft fliegt…

      Alien I-III
      Jeder Teil für sich ein Event. Fragt mich bitte nicht, welcher der Beste ist. Ich weiß es nicht.
      (Übrigens: ES GIBT KEINEN VIERTEN TEIL!!! Nur, damit’s gesagt ist…)

      Matrix
      Ich hatte das Glück, dass ich den Film im Kino gesehen hab, kurz, nachdem er herausgekommen war. Ich hatte nicht den blassesten Schimmer, worum es in dem Film geht, und mein Begleiter, der ihn kannte, hat kein Sterbenswörtchen gesagt.
      Was glaubt Ihr, wie’s mich nach ca. 30 Minuten (metaphorisch) aus dem Kinosessel gehoben hat…

      Operation Walküre
      Es ist unglaublich: Obwohl Du weißt, wie der Film endet, sitzt Du nägelknabbernd vor lauter Spannung im Kinosessel. Ein fantastischer Film!!!
      Ehrlich, ich musste (und muss) mir während des Films immer wieder ins Gedächtnis rufen: „Sie verlieren!!! Sie verlieren!!! Sie verlieren!!!“

      The Dark Knight
      Da gibt’s nicht viel dazu zu sagen: Das ist einer der wenigen Filme, da stimmt einfach ALLES!!!

      Pulp Fiction
      Der Film, der mich zum Tarantinojünger machte (dass mir inzwischen Reservoir Dogs besser gefällt, wusste ich damals ja noch nicht.)
      Und das Schöne: Ich kann in dem Film bald mitspielen, aber beim Versuch, die Story zu erzählen, scheitere ich jedes mal wieder.

      Die üblichen Verdächtigen
      Für den Fall, dass es immer noch zwei oder drei dekadente Seelen gibt, die die Auflösung nicht kennen: Sie hat mich nicht gesteigert überrascht, aber ich hatte doch einen anderen Verdacht.
      Vor allem aber mag ich, wie sich die Auflösung auf die 90 Minuten davor auswirkt.

      Das Leben des Brian
      Ich zitier’ hier einfach mal Douglas Adams: „Monty Python haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Komik ein Medium ist, in dem hochintelligente Menschen Dinge sagen, die man einfach nicht anders sagen kann.“

      The Sixth Sense
      Jeder, der behauptet, bei den Spukszenen dieses Films nicht im Kinosessel um einen halben Meter geschrumpft zu sein, lügt genauso wie jeder, der behauptet, den finalen Plottwist von Anfang an gewusst zu haben. Punkt.

      Leben und Sterben lassen
      Einfache Erklärung: Ich bin bis heute schwerer 007-Fan (man munkelt, ich wäre bei „James Bond Scene It!?“ immer schon im Ziel, während die anderen noch am Start stehen. Ob es deshalb keiner mit mir spielen will…?), und Live And Let Die war einfach der erste Bond, den ich gesehen hab. (Übrigens im zarten Alter von 12, obwohl LaLD der einzige Bond ab 16 ist.)

      Sleepy Hollow
      Auch wenn mich viele Burton-Mitjünger jetzt vielleicht hassen, aber ich halte Sleepy Hollow für so ziemlich seinen Besten. Ein Horrorfilm, der schließlich eigentlich zum Krimi wird. Genial!!!

      Plan 9 From Outer Space
      Hier geht’s mir wie unserem Blogger: Durch diesen Film wurde ich zum Trashfan.
      (Übrigens auch durch eine Kunststücke-Ausstrahlung. Ich sag’ mal, die Chance, dass es dieselbe war, ist doch recht hoch…

  6. Poes_Rabe sagt:

    Moment, ZWEI schieb‘ ich noch hinterher:

    V wie Vendetta
    Eine der besten Comicverfilumgen ever. And ever. And ever.

    Sieben
    Hätte mich beim ersten mal sicher noch mehr beeidruckt, wenn nicht so ein SACK das Ende vorher verraten hätte!!!
    Wenigstens lief ich David Fincher dann bei „Fight Club“ ins Messer. *g*

  7. LemonHead sagt:

    Habe mich ebenfalls beteiligt – schönes Thema!

    http://www.lemons-world.de/blog/?p=883

  8. Pingback: Chaosmacherin

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