Manfred Zsak als ORF-Experte


Gestern vor einer Woche (ja ich weiß, dass ich spät dran bin) hat Manfred Zsak, seines Zeichens ORF-Fußballexperte (!) und Co-Trainer des Nationalteams (!!), wirklich bewiesen, dass er auch die feine Klinge des Humors beherrscht. Er hat nämlich folgenden Satz vomn sich gegeben: „Unsere Trainerausbildung wird auf der ganzen Welt geachtet!“ Ach deshalb gibt es so viele österreichische Fußballtrainer im Ausland: Nämlich genau 2, Hickersberger trainert irgendwo am A…. der Welt einen Verein namens Al Wahda (was international genau NIX zählt) und Alfred Tatar, der bis April Co-Trainer von Lok Moskau unter Rashid Rachimow war und seit der Entlassung beider auf Jobsuche ist (wobei ich Tatar für keinen schlechten Mann halte).

Wie gut die Trainerausbildung bei uns funktioniert, sieht man übrigens an Manfred Zsak selbst besonders gut, vor allem wenn man die wichtigsten Spiele seiner Ära als U21-Nationaltrainer  ansieht: Die Playoff-WM-Qualifikationsspiele gegen Finnland. Unsere Jungs hatten den Sieg eigentlich schon in der Tasche (Startaufstellung war auch ok vom Herrn Zsak). Bis Manfred Zsak auf die Idee kam, wechseln zu müssen. Was nicht falsch war. Die österreichisch Offensive hatte sich offenbar müde gelaufen, von daher war ein Wechsel eigentlich unumgänglich. Was macht Herr Zsak? Nimmt einen Offensiven raus, bringt einen Verteidiger und stell um auf eine 5er Abwehr, wie man sieht sonst seit den 80er Jahren nicht mehr gesehen hat. Klar, dass die Finnen es sich danach im österreichischen Strafraum gemütlich eingerichtet haben und so noch der Ausgleich fiel, zumal die Offensive danach noch inexistenter war als vorher. Wäre ja nicht so schlimm, wenn der Coach daraus was gelernt hätte. Nur: Er hat es im Rückspiel wieder genauso gemacht. Wieder war Österreich 1:0 vorne, wieder derselbe depperte Tausch und wieder hat man den Ausgleich bekommen. Und im Elfmeterschießen ist man dann draufgekommen, dass man für diesen Fall gar keine Schützenliste vorbereitet hat. Klar, dass dann natürlich mit Madl einer für den 5. Elfmeter eingeteilt wurde, der noch nie in einem Spiel einen Strafstoß getreten hat. Das Ergebnis könnt ihr euch vorstellen. Und wer war an allem Schuld? Natürlich Karel Brückner, der ihm für die A-Mannschaft so viele gute Spieler weggenommen haben soll (dass Brückner ihm extra Leute wie Rubin Okotie, die jetzt leider langzeitverletzte Seele des Austria-Sturms, zählt da wohl nicht, oder?). DAs behauptet er auch heute noch und ihm fällt nicht einmal auf, dass er und Constantini genau das machen machen, obwohl es bei Brückner um WM-Spiele ging und bei ihnen nur um Tests (während die U21 Qualispiele bestreiten muss und diese sogar gewinnt – womit die Ausrede also komplett entkräftet wird). Zsak geht einfach die für einen Trainer extrem wichtige Fähigkeit ab, ein Spiel lesen zu können und er sucht danach auch noch nach dummen Ausreden. Was für ein Armutszeugnis

Solche Trainer gehen also aus einer Ausbildung hervor, die „auf der ganzen Welt geachtet wird.“ Interessant.

Selten so gelacht, Herr Zsak!

Oder haben sie das etwa ernst gemeint?

P.S.: Der Satz fiel, weil er gefragt wurde, ob ein österreichischer Trainer nicht genauso gut wäre, wie Joze Prelogar, der neue Kärnten-Coach. Okay, Prelogar hat zur Zeit seines Engagements nur einen slowenischen Drittligisten trainiert. Er hat Manfred Zsak dennoch etwas voraus: Er hat mit der U17 und der U18 Sloweniens die EM-Quali geschafft. Ein Erfolg wie dieser blieb unserer U21 unter Manfred Zsak erspart. Komisch, nicht?

2 Kommentare Add yours

  1. Guenter A. sagt:

    da gibts auch noch zb alfred riedl im ausland. aber professionell samma ja nicht.

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