Mal was Erstaunliches

am

Ich bin heute über den Blog erstaunlich.at gestolpert. Warum? Naja, eigentlich deshalb, weil die auf einen Beitrag von mir verlinken und mich (neben einigen anderen) auch gleich mit vollen Namen nennen. Das Thema, um welches es geht, ist natürlich mein Beitrag zur Kandidatur von Barbara Rosenkranz. Verwundert hat mich dabei gar nicht so sehr, dass der Chefredakteur der Seite, ein Herr Erich Reder, offenbar nicht einmal imstnade ist, mein dreizeiliges Impressum vollständig zu lesen (so beklagt er, dass ich mich über die politische Richtung meines Blogs ausschweigen würde, dabei steht unter meinem Namen, also in Zeile 2 der Satz „Ausrichtung des Blogs: Liberal“), sondern vielmehr, wieviel er in der Rosenkranz-Biographie in seinem Artikel weglassen und umschreiben musste, um das braune Gedankengut dieser Frau zu verschweigen. Ganz besonders lustig ist auch, dass der Herr Reder den „Kellernazi-Prozess“ vollständig ausklammert und dann so viele Drehungen in seinem Artikel vollführt, bis er endlich zu dem Schluss kommen kann, dass die pösen pösen Leute, welche die Frau Rosenkranz nun kritisieren nur Sippenhaftung wollen, denn sie sei ja gar kein böser Nazi, so wie ihr Mann, ihre Parteifreunde und ihr gesamtes Umfeld, quasi eine rote Rose, die auf einem braunen Misthaufen gedeiht. Schauen wir uns doch mal an, was Wikipedia zum Prozess um den Kellernazi-Sager und Frau Rosenkranz‘ Verhältnis zum Nationalsozialismus zu berichten weiß (und bevor mir jemand mit „Ist ja nur Wikipedia!“ kommt: Die Zusammenfassung ist zu 100% richtig und durch einige Quellen belegt):

„Der Buchautor und Journalist Hans-Henning Scharsah bezeichnete Barbara Rosenkranz im Magazin News 1995 als Beispiel für einen „Kellernazi“. Der Autor und das Magazin wurden von ihr wegen Verleumdung verklagt und in Österreich zu Geldstrafen verurteilt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) sah dieses Urteil aber als Verletzung des Rechtes auf freie Meinung, da es nur ein Werturteil von Hans-Henning Scharsach gewesen sei und Rosenkranz’ Einstellung zum Thema Nationalsozialismus durchaus als zwiespältig angesehen werden könne; u. a. wurde angemerkt, dass sie in der Vergangenheit öffentlich das Verbotsgesetz kritisierte und sich nie von den Ansichten ihres Ehemannes distanzierte, der als Rechtsextremist gilt. Er war 1990 Spitzenkandidat der Liste Nein zur Ausländerflut, die von den Behörden wegen NS-Wiederbetätigung nicht zur Wahl zugelassen wurde. Weiters war er in der später wegen Wiederbetätigung verbotenen NDP aktiv und ist auch Herausgeber der rechtsextremen Zeitschrift Fakten. Sowohl Scharsach als auch News erhielten Schadenersatz. 2007 erwiderte Rosenkranz, dass sie aus Gründen der Selbstständigkeit und der Persönlichkeit einer Frau in der Politik Wert darauf lege, nach ihren eigenen politischen Aussagen und Handlungen beurteilt zu werden.

Bei der Abstimmung über die Lex Kampl, eine Änderung der österreichischen Bundesverfassung im Juni 2005, um den Vorsitz von Siegfried Kampl (FPÖ bzw. BZÖ) nach dessen umstrittenen Aussagen zum Nationalsozialismus in Bundesrat zu verhindern, verließ sie vor der Abstimmung den Nationalrat.

Das Verbotsgesetz wird von Rosenkranz zum Teil abgelehnt, weil es der „freien Meinungsäußerung“ widerspreche und daher verfassungswidrig sei. Gefragt, ob sie selbst Zweifel an der Existenz von Gaskammern in den Konzentrationslagern in der Zeit des Nationalsozialismus habe, antwortete sie im ORF-Radio, sie habe das Wissen eines Österreichers, „der zwischen 1964 und 1976 in österreichischen Schulen war – das ist also mein Wissen von der Geschichte, und daran habe ich überhaupt keine Änderung vorzunehmen“.

Anlässlich der Bekanntgabe ihrer Kandidatur zur Wahl des Bundespräsidenten erklärte sie in einem Interview mit Ingrid Thurnher in der Nachrichtensendung ZIB 2 auf die Frage, ob sie sich in dem rechtsextremen Umfeld wohl fühle, in dem sie sich bewege und wie sie zu ihrem Mann stehe, dass sie Freiheitliche sei, aus einem bürgerlichen Haushalt komme und sich in der Mitte sehe. Die Kreise, in denen sie sich bewege, seien nicht rechtsextrem. Außerdem legte sie Wert darauf, dass ihr Ehemann ein unbescholtener Bürger sei und nicht „in einem falschen Licht“ dargestellt werden solle. Zum Verbotsgesetz sagte Rosenkranz in diesem Interview, dass sie und ihre Partei das Verbotsgesetz nicht abschaffen wollten, aber im Einklang mit anderen (wie z. B. dem Chefredakteur der Presse Michael Fleischhacker) befänden, „dass jener Teil des Verbotsgesetzes, der sich mit der Meinungsäußerung befasst, ein sehr unklares Tatbild“ habe, unbestimmt sei und damit „zum politischen Missbrauch Anlass“ gebe. Man müsse sich entscheiden, so Rosenkranz, wenn man für Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung sei, dann werde es nicht anders gehen, als dass man auch absurde, skurrile und verwerfliche Meinungen zulassen.“

Wir sehen also: Frau Rosenkranz wird nicht kritisiert, weil manche Menschen Sippenhaftung wollen. Die steht schon wegen der Scheiße, die sie selber von sich gegeben hat, am Pranger. Herr Reder: Wenn sie so etwas weglassen, dann kann ich mir das nur damit erklären, dass sie das entweder aus völliger Inkompetenz oder mit voller Absicht getan haben. Ich tippe einmal stark darauf, dass ihr Blog gar nicht so politisch unabhängig ist, wie sie es den Leserinnen und Lesern weismachen wollen und dass sie mit diesem Artikel durchaus eine bestimmte Agenda verfolgen, kann das sein?

16 Kommentare Add yours

  1. lindwurm sagt:

    Ein paar Hintergrundinfos zu diesem Kerlchen: http://lindwurm.wordpress.com/2010/03/05/zeig-mir-deine-wahlhelfer/
    😉

    1. Udo sagt:

      LOL, ein Zuhälter, der sich als Fairnesswächter aufspielt……😀

  2. Udo sagt:

    Ein anderer Blogger hat mir übrigens gerade per Mail folgenden Link über den Herrn geschickt: > http://warteschlange.twoday.net/stories/5891808

    Auch sehr interessant: http://oesterreichwatch.twoday.net/stories/herr-reder-schickt-eine-seltsame-abmahnung-2312010/

  3. RokkerMur sagt:

    @Udo
    Ein Peepshowbetreiber der sich als Moralist aufspielt – noch dazu auch aus Wien Favoriten.
    Kenne ihn aber nur virtuell, kennengelernt habe ich ihn durch einen irren Vater der seine Tochter auf den Pranger warf:
    http://akh-derkriminalfall.info

    Ansonsten ist alles locker aus Wien, Frau Rosenkranz ist binnen Stunden zur Anti-Nazi mutiert😉

    1. Jobkiller sagt:

      Lass Dir nix gefallen von dem bladen Fischer aus aus Wien 10 der ein PIEP betreibt.

    2. Wurzelsepp sagt:

      Nicht Peepshow ein moderner Bumsschuppen wo vielleicht der Herr Lugner seine Kazies abschleppt.

  4. RokkerMur sagt:

    Noch was.
    Herr Reder versuchte mittels ÖVP Anwalt S. das kleinste Blog wegzubekommen.
    Der ÖVP Anwalt S. will für einen nichtbestellten Brief 250 Euro.
    http://twitpic.com/1772q6

    Reder alias Stauni glaubt was er liest und nur was er selber schreibt.
    Gehörte normalerweise ins Trollforum das Ganze😉

  5. Das Problem bei Rokker Mur ist, dass er mehr Staub aufwirbelt, als er selbst zu schlucken bereit ist.

  6. RokkerMur sagt:

    Herr Stauni.

    Bei den Beduinen gibt es für Unerwünschte Gäste einen Platz:
    „Sie essen bei den Hunden !“

    Da ich auch Hunde mag kann ich sie nicht dahin verweisen.

    Aber quatsch mich nicht an, sonst glaubt noch wer wir kennen uns.

    1. Wurzelsepp sagt:

      RokkerMur nicht aufregen Hunde wenn Sie lästig werden bekommen einen Tritt !

  7. Udo sagt:

    @Stauni & Rokker: Könnt ihr das auch auf einer sachlichen Ebene ausdiskutieren?

  8. Erich Reder sagt:

    Info für Leser des Blog „Der alltägliche Wahnsinn“ über den Karriereknick des Herrn Wolfgang Kirchleitner alias Rokker Mur.
    http://www.erstaunlich.at/index.php?option=com_content&view=article&id=846:wo-ist-rokker-mur&catid=1:erstaunliches
    Wie gesagt, man sollte nicht mehr Staub aufwirbeln, als man selbst zu schlucken bereit
    ist.
    MfG
    Erich Reder

    1. Udo sagt:

      Sowas können Sie sich schenken, Herr Reder.

    2. Jobkiller sagt:

      Immer kleine Stichelein und wenn einer dann jemand zurückschlägt nach hilfe schreinen. Ein klasischer Erich Reder halt.

  9. hans schumeier sagt:

    wer bezahlt diesen wolfgang kirchleitner ,er arbetet fuer mehr den 20 jahren nicht ,auf wessen kosten lebt er.
    was will diise mesch von anstendigen menschen. woher hat er das so viel geld und zeit.

  10. hans schumeier sagt:

    diese rokkermur ist wie eine gestepo agent ,hat geld und kann machen und beschiemphen menschen wie er will niemand kan ihn was antuen eben nicht die gerichte.
    er lebt anscheinend auf kosten eine herz kranke frueh pensionierte frau
    ha ha redet von gewiessen ,was er sowieso nicht hat und braucht

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