Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!

am

Das denke ich mir jedes Mal, wenn der Gehring von der Christenpartei den Mund aufmacht.

Am lustigsten ist dabei diese Aussage: „Ich halte meinen Glauben ja von der Politik strikt getrennt“

Und das von jemanden, dessen Partei folgenden Text auf ihrer Homepage stehen hat:

„Zur Gründung unserer Partei ist es gekommen, weil wir überzeugt sind, dass gläubige Christen eine politische Vertretung brauchen und eine solche bisher nicht gehabt haben. Unter gläubigen Christen verstehen wir Gesinnungsfreunde, die das apostolische Glaubensbekenntnis Wort für Wort ernst meinen, die davon überzeugt sind, dass die Heilige Schrift die Worte und Taten unseres Herrn und Gottes Jesus Christus so vermittelt, wie sie sich zugetragen haben, die ihr Leben danach ausrichten wollen und daher diesem so geformten christlichen Menschenbild Anerkennung in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens verschaffen wollen. Mit unserem Parteinamen Christliche Partei Österreichs wollen wir das klar und eindeutig zum Ausdruck bringen und denken dabei auch an die Worte unseres Herrn: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem himmlischen Vater.“

Weil wir dem christlichen Menschenbild Anerkennung verschaffen wollen, bedeutet das, dass wir der gottgegebenen natürlichen Ordnung, die zugleich auch vernünftig ist, zum Durchbruch verhelfen wollen. Wir arbeiten ganz im Vertrauen auf die göttliche Vorsehung, sodass sich die Auswahl der Mitarbeiter wie von selbst ergibt. Selbstverständlich ist aber auch, dass uns die Unterstützung aller gutgesinnten Mitmenschen willkommen ist, andernfalls wäre ein Antreten im Bereich der Politik sinnlos.

Wir bitten alle, die uns durch ihr Gebet, ihr Mitdenken und Mitfühlen, durch praktische Mitarbeit und mit finanziellen Mitteln unterstützen wollen, diese Positionierung zu akzeptieren und uns an den Inhalten und Taten zu messen.“

[ironie]Ja, so sieht die Trennung von Religion und Staat in der Praxis aus[/ironie]

3 Kommentare Add yours

  1. Oliver sagt:

    Passender Titel.😉

    Nein im Ernst. Vielmehr sind das Aussagen und Ansichten, die einen christlichen Gottesstaat fordern.

    Allein die Aussagen zur Fristenlösung, zum Islam, zur Rolle der Frau in der Gesellschaft im Standard-Interview sind ewiggestrig, intolerant und realitätsfern. Von Aussagen wie „Homosexualität = tödlich“ mal ganz abgesehen.

    Bei Interesse: Mein Blogbeitrag vom 25.3.2010 „Bundespräsidentenwahl: ‚Christlicher Gottesstaatbefürworter‘ hat Gehring damit mehr als nur bestätigt.

    http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=11075

    1. Udo sagt:

      Wenn ich mir die diesjährigen Wahlmöglichkeiten so anschaue, dann frage ich mich echt, wieso die Grünen den Van Der Bellen nicht ins Rennen schicken wollten. Ich meine, wann haben die denn sonst eine Chance, bei den Wahlen einen guten zweiten Platz zu belegen?

  2. Oliver sagt:

    Persönliche finde ich es auch falsch, dass die Grünen keinen Kandidaten aufgestellt haben. Ich denke, dass dies reine Kalkulation ist, zumal die Grün-WählerInnen fast zur Gänze hinter Fischer stehen. Insofern wäre ein VdB auf verlorenen Posten gestanden bzw. hätte Fischer viele wichtige Stimmen gekostet.

    Darüberhinaus wird VdB im Herbst bei der Wien-Wahl antreten – es gibt Medienberichte, dass er im 1. Bezirk gegen ÖVP-Stenzel oder im Bezirk Wieden als Bezirksvorsteher-Kandidat antreten könnte.

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