Hörspielreview: „Jac Longdong 4: T-Phagus-Viren, die töten“


Die Sprecherliste findet ihr hier.

Laufzeit: ca 64 Minuten

Erscheinungstag: 18.5. 2005, Russel & Brandon Company

Buch, Regie, Musik: Wolfgang Strauss

Inhalt: Prof. Fistula (Ich glaube, ich will gar nicht wissen, wie er zu dem Namen gekommen ist) hat im Auftrag eines gewissen Mr. Monk (Nein, nicht DER Monk) ein hochansteckendes Virus geschaffen. Wenn man sich damit ansteckt, löst der Erreger eine Schrumpfreaktion aus, und macht aus seinen Opfern hochaggressive Kampfzwerge (aber sicher doch). Zu Monks Leidwesen hat Prof. Fistula beschlossen, das Virus an jemand anderen zu verkaufen. Nachdem Fisti Mr. Monk mit der Hilfe des Virus ins nächste Leben befördert hat, macht er sich auf den Weg nach Kanada, um sich dort mit seinen neuen Geldgebern zu treffen. Was Fisti nicht weiß, ist die Tatsache, dass die Sonderabteilung für paranormale Phänomene von der Sache Wind bekommen hat und ein Ermittlerteam in Fistis Zug platziert. Dies besteht aus dem Spezialisten Jac Longdong, dessen Hauptbeschäftigung darin besteht, zu schlafen und von „braungebrannten Dussis mit diggn Tiddn auf einer Südseeinsel auf Haiti“ zu träumen und seinem Partner Richard Hamill, dessen Hauptbeschäftigung eigentlich darin besteht, die Fehler seines Kollegen auszubessern. Nachdem unserem dynamischem Duo schon bald klar wird, dass auch zwei Agenten des britischen Geheimdienstes (welche die Namen Gold & Silver tragen und ungefähr so britisch klingen wie ich) vor Ort sind, die den Virus ebenfalls suchen, wird Longdong und Hamill schnell klar, dass sie für ihren geliebten Faulenzerurlaub nicht so schnell etwas werden wird….

Kommentar: Bei manchen Hörspielen ist einem schon beim Kauf klar, dass man beim Hören keinen großen Klassiker erwarten darf. Bei Jac Longdong habe ich mir gedacht, dass es, selbst wenn es vielleicht nicht lustig sein wird, nicht schlimmer sein kann als Scary Movie Teil Schießmichtot. Oh God, was i wrong. Ich schaue mir Scary Movie lieber dreimal hintereinander auf arabisch mit indischen Untertiteln an, bevor ich mir noch eine einzige Sekunde aus der Jac Longdong Reihe anhöre. Niveaulose Witze, die nur geschmacklos und unlustig sind, bescheuerte Dialoge und eine Handlung, die den Namen gar nicht verdient. Kostprobe gefällig?

Bitte schön:

Fisti: „Natürlich funktioniert der Virus. Hier haben sie Formeln und Tabellen.“

Monk: „Schön und gut. Aber was bedeutet ‚Eine Ejakulation am Tag ist nicht genug. Werde die täglichen Masturbationsvorgänge auf 3 erhöhen‘?“

Fisti: „Nun geben sie schon her. Das war mein Tagebuch. Hier haben sie die richtigen Unterlagen.“

Tja und das war der mit Abstand niveauvollste Witz des Hörspiels (über den Scherz mit der Dame am Schalter und dem gebrauchten Kondom breite ich lieber den Mantel des Schweigens).

Die Sprecher machen ihre Sache nicht so schlecht. Natürlich übertreiben alle maßlos, aber das liegt hier in der Natur der Sache. Wundert mich nur, dass niemand von ihnen den Machern gesagt hat, wie unlustig die ganze Chose ist. Warum das so ist, wird einem allerding bei einem Blick auf die Sprecherliste klar: Die Hauptdarsteller heißen Russel & Brandon, genauso wie die Company, bei der Jac Longdong nun erscheint (davor war der Publisher Maritim. Die verfolgen mich wohl noch mein ganzes Leben lang). Die Geräuschkulisse ist gut umgesetzt, was so ziemlich das einzig Positive an der ganze Sache ist. Da könnte bei einem guten Hörspiel direkt Kinoatmosphäre aufkommen, aber so….

Fazit: Ein unlustiger Witz jagt den nächsten, Punchlines sind ein Fremdwort und die HAndlung ist der letzte Dreck.

0 von 5 Punkten.

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