Zivildiener und Rottweiler


Ich hab mal wieder den Fehler gemacht und auf erstaunlich.at einen Artikel gelesen (dabei sollte ich doch wissen, dass der Blödsinn dort nicht gut für meinen Blutdruck ist). Besonders gefallen hat mir dabei der Absatz, in welchem der Betreiber schreibt, dass Darabos ein Feind des Bundesheeres ist, weil er Zivildiener war und er (Darabos) – da er selber nie an der Waffe gedient hat – keine Qualifikation habe, Verteidigungsminister zu sein. Muss ich nach dieser Logik dann auch Chefkoch sein, um sagen zu dürfen, dass eine Suppe versalzen ist? Und wieso schafft es der „liebe“ Stauni in seinem ellenlangen Beitrag nicht, seine Reformideen für das Heer auch nur anzureißen? Schließlich hat er ja ganz bestimmt den besten Dienst an der Waffe aller Zeiten geleistet und wäre damit ganz sicher als Verteidigungsminister in etwa so brauchbar, wie der Guttenberg es in Deutschland war (mit dem Unterschied, dass der Stauni es nicht einmal geschafft hat, eine Dissertation für sich auch nur abzuschreiben).

10 Kommentare Add yours

  1. Ascalon sagt:

    „Muss ich nach dieser Logik dann auch Chefkoch sein, um sagen zu dürfen, dass eine Suppe versalzen ist?“

    Nein, aber du solltest schon etwas mehr Erfahrung gesammelt haben als ein Steakhaus zu betreiben um ein Vegan-Chief zu werden.

    Ob das richtig ist sei dahingestellt aber wir wollen einen wirren vergleich ja nicht noch wirrer machen.

    1. Udo sagt:

      Ok, lass es mich anders formulieren: Kann ich mir die Qualifikation nicht auch anderswo besorgen, um in einem solchen Job zu reüssieren?

  2. IHR ZITAT:
    in welchem der Betreiber schreibt, dass Darabos ein Feind des Bundesheeres ist,…
    ZITATENDE:

    PISA lässt grüßen!

    ZITAT AUF ERSTAUNLICH:
    Durch die Verweigerung des Dienstes an der Waffe, ist Darabos
    eine Abneigung gegen das Bundesheer nicht abzusprechen.
    ZITATENDE:

    Sinnerfassendes Lesen ist wohl nicht Ihre Stärke? Denn zwischen Abneigung und Feind besteht wohl ein Unterschied.

    IHR ZITAT:
    Muss ich nach dieser Logik dann auch Chefkoch sein, um sagen zu dürfen, dass eine Suppe versalzen ist?
    ZITATENDE:

    Das zwar nicht, aber um ein Lokal eröffenen zu können oder in einem solchen als Geschäftsführer zu agieren, müssen Sie sehr wohl die notwendige Qualifikation dafür nachweisen, also die Meisterprüfung haben.

    Geht es nach dieser Qualifikation, dürfte Darabos lediglich der Minister des Zivildienstes sein.

    1. Udo sagt:

      Sicher ist die Formulierung „Feind“ überspitzt. Das ändert aber dennoch nichts daran, dass ihre Meinung hier nicht richtig ist.

      Was das Beispiel mit dem Lokal angeht: ICh muss zwar die Meisterprüfung ablegen, aber ich kann dies doch jederzeit tun, oder? Also zu einem selbst gewählten Zeitpunkt. Demnach kann ich mir die nötigen Qualifikationen auch später holen, genauso wie Darabos eben seinen Zivildienst ableisten kann und sich das nötige Wissen für einen Verteidigungsminister auch später holen kann. Verstehen sie mich nicht falsch: ICh bin beileibe kein Fan vom Darabos, finde aber, dass ihre Kritik in diesem Punkt absolut ins Leere geht.

  3. IHR ZITAT:
    ICh muss zwar die Meisterprüfung ablegen, aber ich kann dies doch jederzeit tun, oder? Also zu einem selbst gewählten Zeitpunkt. Demnach kann ich mir die nötigen Qualifikationen auch später holen,…
    ZITATENDE:

    Und genau das ist falsch. Selbst wenn Sie einen Würstelstand eröffnen, benötigen Sie vorher einen Befähigungsnachweis, aus dem Qualifikation zum Führen dieses Betriebes hervorgeht. Wenn Sie meinen Worten keinen Glauben schenken sollten, kann Ihnen jedes Magistrat die gewünschte Auskunft geben.

    Um wieder auf das Bundesheer zurückzukommen. Hier wird ein hochsensibler Bereich (bewaffnete Truppen) von einem Mann geführt, der selbst den Dienst an der Waffe abgelehnt hat und daher keinerlei praktische Erfahrung in diesem Bereich hat.

    Würden Sie eine Busreise antreten wenn Sie wissen, dass der Fahrer noch nie ein Volant in der Hand gehabt hat und auch keinen Führerschein besitzt?

    Darabos würde vielleicht ein guter Sozialminister sein, aber als Verteidigungsminister ist er eine völlige Fehlbesetzung.

  4. lindwurm sagt:

    „Erstaunlich“, wie „Stauni“ sich mal wieder die Welt macht, wi-di-wi-di-wie sie ihm gefällt. Ist der Zahntechniker Strache geeignet, so rein von der beruflichen Vor-Qualifikation her, Bürgermeister von Wien oder gar Bundeskanzler zu werden? Oder auch nur Parteichef? Was befähigt, nach Staunis Logik, den Agrarökonomen Pröll für das Amt des Finanzministers? Welche fachlichen Fähigkeiten (again: nach Stauni-Maßstäben)erlauben es Werner Faymann, Bundeskanzler zu sein? Es mag manche sehr erstaunen, aber Minister müssen nicht zwingend vorgebildete Fachleute sein, denn die haben ganze Legionen von Experten und Zuarbeitern. Ein Politiker, genauer, ein Minister braucht nur eines: Den Intellekt, die Kompetenzen und Bedeutungen seines Ressorts zu verstehen und in der Lage zu sein nach Möglichkeit im Sinne der Bevölkerung zu arbeiten. Wenn wir nur ausgewiesene und entsprechend ausgebildete Fachleute in diese Ämter lassen wollten, können wir auch gleich eine Technokratendiktatur einführen. Im Parlament, wo unsere Gesetze beschlossen werden, sitzen VOLKSVERTRETER. Auch die sind nicht immer Experten für jedes Gesetz, dass sie beschließen. Aber: Müssen sie auch nicht sein, denn sie haben Mitarbeiterstäbe, Experten aus der Sozialpartnerschaft usw., auf deren Ratschläge sie zurückgreifen. That´s democracy. Aber um all das geht es einem „Stauni“ nicht, der will nur gegen einen ihm missliebigen Politiker hetzen, und das auf Niedrigstnieveau.

  5. Udo sagt:

    Ich bin eigentlich davon, ausgegangen, dass der Stauni das mit den Beratern weiß. Aber da hat der Lindwurm wohl recht, wenn er sagt, dass es ihm darum gar nicht geht. Vielleicht will der Stauni ja lieber alle Entscheidungen alleine treffen, wenn er erstmal Kanzler, Präsident und Gottkaiser in einer Person ist? (Also er oder der Strache in seinen Träumen).

  6. Guerrero sagt:

    Zustimmung für Stauni, ein Verteidigungsminister, der zu blöd is‘ um das Stg77 auseinanderzunehmen, sollte NIE Verteidigungsminister sein…

    1. Udo sagt:

      Das hat mit seinen Fähigkeiten als Minister genau gar nichts zu tun.

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