Der Mensch ist ja prinzipiell zu allem fähig. Aber so eine Meldung verschlägt mir schon den Atem. Besonders “lustig” finde ich ja dabei, dass es sich bei diesen Durchgeknallten um gläubige Christen handelt, die voll davon überzeugt waren, mit der 33fachen Kindesentführung ein GUTES WERK zu vollbringen. Ich würde ja schallend darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre…

Sprecherliste ist hier zu finden.

Dauer 140 Minuten

VÖ.:29.8.2003 von Studio Maritim (und offenbar auch dem O.SKAR Verlag 2007)

Inhalt: Vor vielen hundert Jahren schuf der Teufel einen Spiegel in den finstersten Tiefen der Hölle. Alles Gute, was in diesen Spiegel blickt, wird sofort in sein negatives Gegenteil verkehrt. Der Versuch, Gott selbst und seinen himmlischen Heerscharen diesen Spiegel vorzuhalten, schlug fehl, und so fiel der Spiegel zurück auf die Erde und blieb für lange Zeit unentdeckt, bis er schließlich doch gefunden wurde. Sofort begann er wieder, sein Unheil zu berbreiten.  Nach einem schrecklichen Mord an seiner Frau macht sich Jason gemeinsam mit dem unsterblichen Nemis, einem toten Mädchen (dreimal dürft ihr raten, wer das ist) und einer vertrottelten Hexe gegen die Macht des Teufels.

Kommentar (Achtung Spoiler): “50 Jahre der Ewigkeit” ist der Versuch von Maritim, im Fantasygenre Fuß zu fassen (btw, später komme ich nochmal zu den Credits). Dabei hat das Hörspiel vor allem ein Problem: Es will zuviel. Man hat offenbar versucht, auf Teufel komm raus alle möglichen Fantasyelemente reinzuprügeln: Den Teufel, König Arthus (der hier Arthur heißt), Hexen & Zauberer (und zwar ganz eindeutig um Harry Potter Feeling aufkommen zu lassen), der Herr der Ringe (die Story ist vom Grundgerüst her sehr ähnlich und Taris ist eindeutig ein Ripoff von Gandalf & Dumbledore) und die Legende um den heiligen Gral sind eindeutig viel zu viel (am Ende wird dann sogar noch Cthulhu erwähnt).

Das ist sehr schade, denn es gibt einige Dinge an diesem Hörspiel, die durchaus positiv sind. So ist die Szene am Anfang, in der Eugene erst in den Spiegel blickt und danach seine Ehefrau und deren beste Freundin umbringt, atmosphärisch wirklich gut geworden. Auch die Szene am Schluss in den Räumlichkeiten des Todes, wo für jedes Lebewesen eine Kerze brennt (die natürlich auch hier und da verlöschen) hat mir sehr gut gefallen. Das Positiviste am ganzen Hörspiel  ist aber Arne Elsholz als Teufel. Der rockt so die Hütte, dass dieses Hörspiel alleine schon seinetwegen doch ein paar Punkte sammelt. Die restlichen SprecherInnen sind zwar auch nicht schlecht, aber er steckt sie alle in die Tasche.

Warum dies alles aber leider verlorene Libesmüh’ ist, werde ich euch im folgenden Asbatz erklären. Zunächst einmal sind viel zu viele Fantasyelemente eingebaut worden (wie schon besprochen). Dann scheitert es aber auch noch an der Verknüpfung und das bricht “50 Jahre der Ewigkeit” endgültig das Genick. Das ganze Hörspiel lang hat man das Gefühl, nur einige lose miteinander verbundenen Einzelgeschehnisse zu hören, die es nicht schaffen, ein großes Ganzes zu ergeben. Weniger wäre hier mehr gewesen. Dann sind manche Rollen so nervig, dass man den Charakteren nicht wünscht, dass sie es schaffen, nein, man würde ihnen den verdammten Spiegel am liebsten über den Schädel ziehen. Dabei meine ich gar nicht so die als Comic Relief gedachte Hexe Gundel, es ist viel mehr König Arthur, dem man Excalibur am liebsten dorthin stecken möchte, wo ihm die Sonne nie hinscheint. Der hat nämlich die ganze Zeit über nichts besseres zu tun, als Sätze wie “ICH werde gehen!” und “ICH werde mich opfern!” zu sagen und scheint generell sehr erpicht auf einen sinnlosen Heldentod zu sein.  

Ganz toll ist auch die Szene, in welcher der Teufel Jason dazu bringen will die Seite zu wechseln. Er bietet ihm einfach drei fremde Weiber und Reichtum an. Lieber Teufel, wäre es nicht erfolgversprechender gewesen, wenn du Jason angeboten hättest, dass du ihm seine Frau wieder zuückgibst, die er so sehr liebt? Den Reichtum hättest du ja noch als Bonus oben drauflegen können…

Der größte Antiklimax ist aber der Showdown. Die böse, vom Teufel geschickte, Hexe Taris versucht eine Beschwörung, bei der sie nicht abgelenkt werden darf, da ihr sonst der sofortige Tod droht. Was macht Gundel? Geht zu ihr hin und tippt ihr auf die Schulter. Taris dreht sich um, macht “Hä?”…….und ist dadurch schon so abgelenkt, dass der von ihr beschworene Dämon sie daraufhin killt. Jetzt hätte diese Szene durchaus humoreskes Potential gehabt, wenn man danach nicht gefühlte 10.000 Mal erklärt hätte, warum und wieso Gundel sich geopfert hat (denn natürlich ist sie auch draufgegangen) und welch große Heldin sie nicht ist. Danke für das Totknüppeln einer potentiellen Pointe sag ich da nur.

Kommen wir kurz vor Schluss noch zur toten Ehefrau Jasons (natürlich ist sie das tote Mädchen, was dachtet ihr denn?) Die ist ganz offenbar nur wegen dem dramatischen Effekt, dass sie ja tragischerweise wieder zurückkehren muss zum Tod, eingefügt worden. Denn wie sollte man es sonst erklären, dass die Gute allen Ernstes den größten Teil der Zeit ZU HAUSE HERUMSITZT?? Wäre es wirklich so schlimm gewesen, sie tot bleiben zu lassen und aus Jason einen tragischen Helden zu machen? Oder sie ihm wenigstens nicht am Ende zurück zu geben und einen auf “Heile Heile Segen” zu machen? Ganz besonders blöd ist ja auch, wie der Tod sich dazu überreden lässt, sie doch noch herauszurücken. Zitat Nemis: “Hey gib ihr doch einfach 50 Jahre von meiner Lebenszeit!” Tod: “Okay!” Dann später kommt der Tod drauf, dass Nemis deshalb keine Sekunde früher stirbt und er reingelegt wurde (Kopf+Tischplatte=KAWUMM!!).

Noch was: Offenbar wurde “50 Jahre der Ewigkeit” 2003 von MAritim und 2007 vom O.SKAR Verlag aufgelegt Warum und wieso dies geschehen ist und inwiefern diese beiden LAbels zusammengehöre, entzieht sich meiner Kenntnis.

Fazit: Zwei gute Szenen und ein grandioser Arne Elsholz als Teufel sind eindeutig zu wenig, um dieses Hörspiel hörenswert zu machen. 1,5 von 5 Punkten.

Laut neuesten Umfragen würde die gesamte rechte Sippschaft trotz Hypo Alpe Adria und alle möglichen Bestechungsskandale auf über 50% kommen (wenn man FPÖ, FPK & BZÖ) zusammenzählt. Da erübrigt sich doch wirklich jede Frage, wessen Geistes Kind manche der Menschen dort sind, oder? Ich wäre daher dafür, dass Restösterreich sich von Kärnten unabhängig erklärt. Oder viellecht lassen die Slowenen sich Kärnten als Schenkung andrehen (oder so). Es wäre auch möglich, dass wir rund um Kärnten eine Mauer bauen und hier und da mal ein paar Carepakete abwerfen (vor dem Mauerbau dürfen die vernünftigeren KärntnerInnen natürlich noch raus).

Ich bin diese politische Verbrecherbaggage schon so leid, das ich nur noch Kopfweh kriege, wenn ich etwas über die neuesten Geistesblitze dieser braunen Saubande höre. Aber dass diese dann noch mit Wählerstimmen belohnt werden, das ist echt….unglaublich.

Original:

So, und das habe die Leute von der Mockbuster-Schmiede Asylum daraus gemacht:

Das Spiel könnte man ja noch endlos fortsetzen. Ratet doch mal, welche Filme sie mit den folgenden Machwerken kopiert haben (alle die es wissen, dürfen sich pro FIlm 5 Gummipunkte ans Revers heften):

Trailer 1:

Trailer 2:

Trailer 3:

(Faith Films gehört zu denen)

Trailer 4:

Trailer 5:

Das Niveau ist berits in den Keller gegangen und weint….

Einleitung: Nach langer Zeit gibts endlich mal wieder ein Hörspielreview von mir. Um die lange Wartezeit ein wenig zu kompensieren, bespreche ich diesmal gleich zwei Hörspiele zum Preis von einem, nämlich das Gabriel Burns/Point Whtimark Crossover, bestehend aus “Schmerz” (GB Folge 33) und “Die fiebrigen Tränen” (PW Folge 25). Die Sprecherlisten beider Hörspiele könnt ihr hier und hier finden. Ich fange mal mit den Inhaltsangaben beider Hörspiele an.

Gabriel Burns Folge 33: 18. Jhdt: Samuel Goodwinter und Killian Weaver ziehen als Wahrsager von Ort zu Ort. Sie behaupten, dass sie mit der Hilfe ihrer faustgroßen Bernsteine in die Zukunft blicken können. Wenn sie aus einem der Dörfer verjagt wurden, hatte das für die BewohnerInnen meist fatale Folgen, denn die Bernsteinschlüsse, jahrhundertealte Fossilien, berherbergen ein schreckliches Geheimnis, welches seine tödliche Wirkung voll entfaltet, falls man die Bernsteine zerstört. Als Samuel Goodwinter eines Tages zu sehr von seinem Gewissen geplagt, beschließt er, die Steine bei einem Erdbeben in eine Erdspalte zu werfen, sehr zum Missfallen seines Kollegen Killian Weaver.

Gegenwart: Joyce Kramer und Larry Newman reisen aufgrund einer von Schmidts Visionen mit selbigem nach Amesbury, Massachusetts. In einer Lagerhalle der Fabrik Winston & Son finden sie mehrere schrecklich zugerichtete Leichen. Schmidt ist sich 100%ig sicher, dass der untote Killian Weaver für das Massaker verantwortlich ist und dass er demnächst sein Opferkonto bei der bevorstehenden Sonnenfinsternis aufstocken möchte. Nachdem Weaver einen ahnungslosen Nachtwächter angriff und Joyce diesen per Maschinengeweher von seinen Schmerzen erlösen musste, verfolgen Schmidt, Newman und sie selbst den völlig entstellten Weaver, dessen Körper von etlichen Drähten zusammengehalten wird, durch die Tiefgarage. Weaver setzt die Parkebene mithilfe einer Chemikalie in Brand und schon befindet sich unser Heldentrio in einem recht hübschen Flammeninferno. Larry gelingt es, einen Jeep kurzuschließen, mit dem sie mit knapper Not entkommen können.

In derselben Nacht ist auch ein anderes Gebäude niedergebrannt, nämlich die Nervenheilanstalt Longwale. Bakerman erfährt vom Anstaltsleiter, dass die Patientin Luzia Weaver und ihr Pfleger Sorka vermisst werden. Da Schmidt mit seinen Visionen fühlen kann, was Killian Weaver fühlt, hat Bakerman sehr schnell die Bestätigung dafür, dass Luzia ein Nachfahre Killians ist (Dafür braucht der ne Vision? Ein Blick auf den Familiennamen hätte glaube ich gereicht). 

Killians Interesse gilt offenbar den “fiebrigen Tränen”. Diese sind eine Hinterlassenschaft der Fahlen.  Da Schmidt fühlen kann, was Killian fühlt, wissen unsere Helden bald, dass Killian und Luzia mit den Tränen einen Massenmord planen. Außerdem verfällt Killians Körper und muss ständig erneuert werden.  Ein Blick auf die Anrufliste der Irrenanstalt enthüllt, dass Luzia in der letzten Zeit sehr oft das Museum von Point Whitmark angerufen hat. Joyce und Larry begeben sich dorthin, um mit Mrs. Wakefield, der stv. Museumsleiterin zu reden. Diese ist durch das forsche Auftreten von Joyce ao eingeschüchtert, dass sie drei Jungs vom örtlichen Radiosender, die ihr zwei Objekte für das Museum bringen sollen, erstmal abwimmelt. Während Joyce mit der Wakefield redet, sieht Larry sich im Museum um. Er kommt dabei vor einem Gemälde zum Stehen, welches Samuel Goodwinter und Kilian Weaver vor der Erdspalte zeigt, die ihnen beiden zum Verhängnis werden sollte. Dabei spricht ihn ein Putzmann an, der ihm ein Glas Wasser anbietet. Zu spät erkennt LArry, dass er in eine Falle geraten ist. Der Putzmann ist niemand anderer als Sorka, der Larry mit dem Wasser auch gleich noch ein Betäubungsmittel verabreicht hat.  Jay, Tom und Derek, die drei vom Radiosender, haben den Anschlag eher zufällig mitbekommen. Da die beiden Objekte, die sie in ihrer Tüte haben, die letzten Exemplare der fiebrigen Tränen sind und Luzia Weaver, Mord und Totschlag verlangend, neben ihnen aus dem Boden wächst, nehmen die drei nicht nur die Tränen, sondern auch die Beine Hand. Der angeschlagene Larry schickt Joyce hinterher, damit sie die Jungs beschützt und die Bernsteine sicherstellt. Da Tom, Jay und Derek Joyce aber keine Sekunde lang geglaubt haben, das sie für die amerikanische Regierung arbeitet (schließlich haben Amis eher selten einen kanadischen Akzent), vertrauen sie ihr ungefähr so viel wie Sorka und Luzia und nehmen auch vor ihr Reißaus. So beginnt ein mörderischer Wettlauf um die Steine, der seinen Höhepunkt bei der großen Sonnenfinsternisparty von Point Whitmark (erste Sonnenfinsternis seit ein paar hundert Jahren) findet…

Inhalt Point Whitmark 25: Die fiebrigen Tränen: Die Vorbereitungen für das SOnnenfinsternisfest laufen auch Hochtouren. Auch die Familie Goodwinter bringt ihr Restaurant ob des zu erwartenden Besucheransturms auf Vordermann, wobei Jay, Tom und Derek mithelfen (was zumindest beinem des Trios eher weniger an seinem Helfergen, als vielmehr an der hübschen Tochter der Besitzerin liegen dürfte). Diese heißt übrigens Sarah und zeigt Tom (glaube ich – berichtigt mich, wenn ich irre) ihre neueste Entdeckung: Zwei Bernsteine, deren Einschlüsse, wenn man sie ein wenig dreht, wie eine 2 und eine 5 aussehen. Die könnte man doch ganz gut irgendwo im Restaurant so positionieren, dass sie alle sehen (zum Jubiläum halt). Nachdem Tom die Steine kurz in die Hand genommen und gleich eine eher unerfreuliche Vision von Luzia Weaver hatte, wird es aber wohl nix mit der schönen Dekoration (zumal Sarahs Mutter die Steine nur unwesentlich hübscher als einen Grottenolm finden dürfte, wenn man nach ihrer Aussage über sie geht[über die Steine, nicht über Sarah]). Alos bringt man die Steine lieber gleich ins Museum, da Mrs. Wakefield Sarah die Steine ohnehin abkaufen wollte. Die drei Jungs übernehmen den Transport. NAchdem sie von Mrs. Wakefield abgewimmelt wurden, streunen sie ein wenig durchs Museum, als sie dabei den Anschlag auf Larry Newman mitkreigen und auch Luzia Weaver ihnen ans Leder will, fliehen sie. Die Dinge werden aber noch dramatischer, als sie aufgrund einer Verwechslung die Tüte mit den Bernsteinen Billy, dem hochoffiziellen Dorftrottel von Point Whitmark (der diese Position wirklich mit Einsatz und Leidenschaft erfüllt, ähempt) mit auf den Weg geben. Da Luzia herausfindet, dass Billy nun die Steine hat, Sorka den Jungs mit nem Mähdrescher an die Gurgel will und außerdem da noch diese drei Kanadier sind, die ihnen weißmachen wollen, sie arbeiten für die Homeland Security ist jedenfalls ein wenig mehr Spannung gesorgt, als den dreien lieb ist. Als Billy dann zu allem Überdruss beim Fest auch noch den Hauptpreis der Tombola gewinnt (eine Fahrt mit dem Heißluftballon) und er immer noch gut sichtbar die Tüte mit den Steinen bei sich trägt, kommt es zu einem fulminanten Showdown…

Kommentar: Als ich zum ersten Mal von dem geplanten Crossover Burns-Whitmark hörte, war ich ehrlich gesagt nur mäßig begeistert von der Idee. Schließlich ist Gabriel Burns eine übersinnliche Horrorserie, während man bei Point Whitmark für etwaige Spukphänomene immer natürliche Erklärungen findet (also Betrug, Mord, etc…). NUn, was soll ich sagen. Ich ging mit eher mauen Erwartungen an die Sache heran…..und wurde sehr positiv überrascht. Die Art und Weise, wie diese an sich komplett unterschiedlichen Hörspielwelten miteinander verknüft wurden, ist so raffiniert, dass es einem beinahe die Sprache verschlägt. Gabriel Burns 33 ist mal wiedet erstklassig produziert, die Sprecher sind ebenfalls top. Der Handlung kann man evtl. vorwerfen, dass Killian Weaver und Co wie die Freaks der Woche wirken (dennoch schade, dass Luzia tot ist, von der hätte ich gerne noch mehr gehört), aber dies war wohl auch ein wenig dem Crossover geschuldet, da man hier wohl keine “Dauerfeinde” verbraten wollte. Außerdem finde ich es sehr interessant, dass Bakerman langsam genauso rücksichtslos wird wie seine Gegner und auch vor nichts mehr zurückschreckt (so kontrollierbar, wie er sich das vorstellt, wird die Wirkung der Bernsteineinschlüsse bestimmt nicht sein).

Was Produktion und Sprecher angeht, ist Point Whitmark genauso gut wie Gabriel Burns (nur in den ersten paar Folgen übertreiben einige der Sprecher ganz ordentlich, aber das ist hier nicht das Thema). Natürlich ist bei einer ab 8 Jahren freigegebenen Hörspielreihe der Grad an Düsternis und Gewalt verglichen mit Gabriel Burns ziemlich schaumgebremst und einige der “witzigen” Sprüche sind schon sehr blöd (“Nur der heiße Lappen knackt die Kirsche!” – bitte WAS?), aber das tut dem Spaß keinen Abbruch, zumal “Die fiebrigen Tränen” die mit Abstand beste Folge der Reihe ist (und das bei bislang um die 30 Stück).  Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Informationen über die Hintergründe gleichmäßig auf beide Folgen verteilt wurden (so erfahren wir bei Gabriel Burns, was Goodwinter mit den Steinen machen wollte [sie versenken] und was sie wirklich sind [Hinterlassenschaft der Fahlen], aber bei Point Whitmark hören wir dafür, wie Weaver und Goodwinter genau zusammengehören [zogen gemeinsam als Wahrsager durch das Land und bestraften die Leute, welche sie davonjagten damit, dass sie ihnen mit den fiebrigen Tränen Missernten, etc brachten] und warum Goodwinter die Steine versenken wollte [hat wohl erst später mitbekommen, dass die Steine - die ihre Wirkung wohl auch etwas zeitverzögert entfalten - nicht nur die Ernte verderben, sondern auch Menschen umbringen]).

Bei dem Gesamtpaket gibt es also recht wenig zu beanstanden. Abgesehen von einem Punkt und zu dem komme ich jetzt. Samuel Goodwinter wollte die Steine also beim Beben in der Erdspalte versenken. Killian kommt dazu und hindert ihn daran, beim darauffolgenden Kampf fallen beide in die Erdspalte, die Steine aber nicht. So weit so gut. Nur wie sind die Steine in den Besitz der Goodwinters zurückgekommen? Laut Sarah sind sie seit Generationen im Besitz der Familie? Haben die Steine einen eigenen Willen wie ein gewisser Ring der Macht und sind alleine zurückgerollt, oder was? Und warum warten Luzia Weaver und Co, bis die Steine ins MUseum gebracht werden? Ein einfacher Einruch bei den Goodwinters von Sorka und die Sache wäre erledigt gewesen.

Fazit: Ein durchaus gelungenes Gesamtpaket, auch wenn der Burns-Teil leider eine der “Monster der Woche”-Folge der Serie ist. Point Whitmark reißt da einiges raus und daher gibt es für beide Hörspiele eine Empfehlung von meiner Seite.

Bewertung Gabriel Burns 33: 3 von 5 Punkten

Bewertung Point Whitmark 25: 4,5 von 5 Punkten

Gesamtbewertung: 4 von 5 Punkten

Amazon-Links gibts links.

Wie konnte ich den im Kino verpassen? Kommt jedenfalls am 21. Mai auf DVD raus.

Mein Senf zur enreut aufgeflammten Diskussion um unsere Hymne: Schmeißt unseren Trauermarsch bitte auf den Misthaufen, schreibt einen Wettbewerb aus, an dem sich sämtliche SängerInnen/SongwriterInnen/AutorInnen/whatever des Landes beteiligen können und sucht euch dann (mithilfe einer Fachjury) das beste Ergebnis aus. Ehrlich, die österreichische Hymne ist die einzige, bei der ich ständig daran denken muss, ob denn schon wieder jemand gestorben ist. Außerdem wäre das leidige Genderproblem damit auch vom Tisch.

(Und nein, das sage ich nicht, weil ich unbedingt auf unser Land schimpfen will. Ich möchte für Österreich aber eine Hymne haben, die diesem Land gerecht wird und das tut diese meiner Meinung nach nicht!)

Der lernt es nie.

Wieso schreib ich da überhaupt drüber?

Er weiß es selbst noch nicht. Diese Antwort erhält man derzeit, wenn man ÖVP-Chef Pröll fragt, wer denn nach dem nach Brüssel abgewanderten Johannes Hahn neuer österreichischer Wissenschaftsminister werden soll. Schon klar, dass Hahn nach Brüssel geht, wissen wir ja auch erst seit gestern, nicht wahr? Über dieses Desinteresse an der österreichischen Bildungspolitik kann man doch nur den Kopf schütteln.  Das Problem hierbei ist nämlich, dass weder Wissenschafts- noch Unterrichtsministerium alleine handeln dürfen (es muss jeder Beschluss mit dem Gegenüber abgestimmt werden) und so hat man wohl eine bequeme Methode gefunden, ein rotes Ministerium zu lähmen. Von der (von der Unterrichtsministerin gewünschten) Vergrößerung des Schulversuchs “Neue Mittelschule” von 10 auf 20% der Klassen (wogegen die ÖVP ja durchaus ganz gute Argumente hätte, z.B. dass man erstmal die bereits vorhandenen Schulklassen evaluieren sollte) bis hin zum dringendst zu reformierenden LehrerInnendienstrecht – die gesamte Bildungspolitik ist zum Stillstand gekommen. UNd warum? Weil die ÖVP entweder zu lahmarschig ist, um eine neue Ministerin/einen neuen Minister zu ernennen, oder weil sie so ganz bequem alles blockieren kann, was ihr nicht gefällt. Wenn es das Wort “Bärendienst” noch nicht gäbe, man müsste es nun glatt erfinden.

Findet ihr das eigentlich in Ordnung, was in eurem schönen Bundesland derzeit so abgeht? Ist es eurer Meinung nach okay, dass die Gebrüder Scheuch den Wählerwillen einfach so Richtung FPÖ umleiten? Oder dass die ÖVP schlichtweg zu feige ist, die Koalition aufzukündigen und Neuwahlen zu verlangen? Ist es in euren Augen normal, dass diese Leute ohne schlechtes Gewissen euer Geld kassieren, die Hypo Alpe Adria in den Graben fahren und dabei gleichzeitig Steuergelder für kompletten Wahnsinn wie den Tausender für Jugendliche verplempern? Wie lange wollt ihr euch eigentlich von denen noch auf der Nase herumtanzen lassen?

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