Die Zeugen Jehovas haben es geschafft. Sie sind – wofür sie bereits seit 1978 gekämpft haben – nun in Österreich eine offiziell anerkannte Religionsgemeinschaft. Damit können sie unter anderem Religionsunterricht an Schulen abhalten und Kirchenbeiträge einheben.

Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung wie ich dazu stehen soll. Zum Einen ist die Einstellung der Zeugen Jehovas zu „Blutgebrauch“ (also Transfusionen, etc…) und zur Naturwissenschaft (und hier vor allem – wen wunderts – zur Evolutionstheorie) von normal denkenden Menschen rundweg abzulehnen. Andererseits: Es kann doch jeder den Glauben ausüben, den er ausüben will, solange daraus keine Gefahr für andere Menschen resultiert (Ausnahme: Wenn sie die Bluttransfusionen auch für ihre Kinder ablehnen). Problematisch wird es allerdings, wenn die Zeugen Jehovas beispielsweise auf den Trichter kommn sollten, zu fordern, dass an den Schulen – wie in den USA – die abstruse „Intelligent Design“ -Theorie gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie als ernsthafte wissenschaftliche These unterrichtet weden soll. Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie das – wenn sie erstmal „ihren“ Religionsunterricht an den Schulen etabliert haben – durchaus machen könnten (die Gefahr würde hier nicht nur von den Zeugen Jehovas selbst ausgehen, sondern auch von erzkonservativen Kreisen, die dann eventuell auf diesen Zug aufspringen könnten).

Ich bin in dieser Sache ziemlich zwiegespalten. Einerseits liegt es mir fern, über den Glauben anderer Menschen herzuziehen, andererseits bin ich der Meinung, dass man vor allem auf den Religionsunterricht, den die Zeugen Jehovas jetzt ja abhalten dürfen, ein wachsames Auge haben sollte.

 

Mehr dazu gibts hier, hier

 

Zum Abschluss noch etwas zum Thema Intelligent Design und Kreationismus. Wenn ihr euch wirklich näher mit der Sache befassen wollt, dann schaut euch die „Why do people laugh at creationists„-Videos auf youtube an…